BURGENLAND - AUF DEM IRON CURTAIN TRAIL

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit ins Burgenland an den Neusiedlersee. Freuen Sie sich auf die Steppe und weite Horizonte. Kommen Sie mit uns mit an die einstige Trennline von Ost und West und laufen Sie ein Stück auf dem Iron Curtain Trail zwischen Österreich und Ungarn. Dabei besuchen wir den Ort, an dem der eiserne Vorhang in Europa bereits im Sommer 1989 fiel. Das Paneuropäische Picknick bei Sopron lassen wir am Ort des Geschehens noch einmal Revue passieren, mit viel Gänsehaut. Am Ende der Radioreise treffen wir eine Operettenfestspiele von Mörbisch, die uns manch eine private Geschichte der Bühnenstars erzählt. Passend zum Neusiedlersee wohnen wir auf  dem Bauern- und Winzerhof.

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Der Neusiedlersee ist wie der Balaton in Ungarn einer der wenigen Seen mitten in einer Steppe in Europa und der größte See Mitteleuropas ohne Abfluss. Wie ein Steppensee hat auch der Neusiedlersee Salz im Wasser. Österreich und Ungarn teilen sich diesen See, jedoch haben die Österreicher den viel größeren Teil bekommen. Deswegen ist der Neusiedler See auch der größte See Österreichs. Die vielen Störche ziehen ab dem Frühjahr ihre Kreise über dem See.


Der Neusiedlersee ist mehr als 30 Kilometer lang und bis zu acht Kilometer breit. An manchen Stellen sieht der See aus wie ein Meer. Die schönste Art und Weise, diesen See zu erkunden ist die mit dem Rad. Man radelt entlang des Schilfgürtels und kann die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt aus nächster Nähe betrachten. Schließlich ist der Neusiedlersee inzwischen UNESCO-Welterbe.
 

Bild: Birgit Machtinger / Burgenland Tourismus GmbH
 
Dieses Welterbe erkunden wir in der Radioreise mit Naturvermittlerin Ruth Hartmann. Sie startet mit uns von Möbisch aus zu einer Tour entlang der österreichisch-ungarischen Grenze. 


Auf diesem ruhigen Radweg verlief bis 1989 die Ost-West-Grenze. Hier trennte der eiserne Vorhang viele Menschen, die teilweise gemeinsame Wurzeln hatten. Beim so genannten Paneuropäischen Picknick am 19. August 1989 wurde der eiserne Vorhang nahe Sopron für ein paar Stunden geöffnet. Hunderte DDR-Bürger nutzten den Moment zur Flucht.


Ungarn war im Sommer 1989 die einzige, wenn auch sehr schwere, Möglichkeit, für die Menschen in der DDR irgendwie in den Westen zu kommen. Es war die größte Fluchtbewegung aus der DDR seit dem Bau der Berliner Mauer. An der Stelle, wo seinerzeit das Grenztor von den Flüchtlingen durchbrochen wurde, erinnert heute ein Kunstwerk an die damaligen Ereignisse. In die Kalksteinskulptur mit dem Titel "Áttörés - Umbruch" ist auch ein Stück der Berliner Mauer eingefügt. Auf dem Gelände befinden sich weitere kleinere Denkmäler.


In der Nähe von Sopron symbolisiert zudem eine zehn Meter hohe Edelstahlplastik ein aufgestelltes Stück Stacheldraht, das aus der Ferne die Form eines Kreuzes hat.

An diesem sehr bewegenden Ort drehen wir in der Radioreise die Uhren noch einmal zurück.


Bundeskanzler Kohl sagte damals: "Ungarn stieß den ersten Ziegelstein aus der Berliner Mauer."


In dieser Radioreise fahren wir ein Stück entlang des noch im Enstehenn begriffenen Iron Curtain Trails. Dieser europäische Radfernweg soll über über rund 10.000 Kilometer von der Barentsee bis ans Schwarze Meer führen. Die Strecke verläuft durch 20 Länder und passiert 14  UNESCO-Welterbestätten.


Der Iron Curtain Trail verläuft immer wieder dort, wo einst der Eiserne Vorhang Millionen Menschen in Europa trennte. Wir treffen in dieser Tour einen Radler aus Ungarn.


Im Gegensatz zum Radweg "Grünes Band Europa", einem Biotopverbund, auf dessen Gebiet größtenteils der Iron Curtain Trail verläuft, gibt es keine von dem Radfernweg abzweigende Nebenstrecken. 


Auf unserer Radltour treffen wir Bettina Zentgraf aus Mörbisch. Sie hat die Flucht der DDR-Bürger damals nicht nur erlebt, sondern auch in einem Ostdeutschen die große Liebe gefunden. Inzwischen ist sie politisch in der SPÖ engagiert.
Bild: Bettina Zentgraf
Am Ende der Radioreise betreten wir die große Bühne! Die legendäre Seebühne in Mörbisch ist ein Mekka für Operettenfreunde. Die Operttenfestspiele sind seit Jahrzehnten eine Institution hier am Ufer des Neusiedlersees. Wir trafen bei unserem Besuch eine lebende Institution: Marina Alsen. Die Schauspielerin ist die Tochter von Herbert Alsen, dem Gründer der Seefestspiele Mörbisch. Schon in der ersten Produktion der Johann Strauß Operette „Der Zigeunerbaron“ stand die damals 13-Jährige auf der Bühne. Nach ihrem Abschied von der Bühne war sie viele Jahre Direktionsassistentin der Seefestspiele. Ihre Erinnerungen an kleine Begegebenheit hinter der Bühne sind einfach köstlich und nur bei uns im Radioreise-Podcast hörbar.
  

Marina Alsen macht einfach Lust auf dieses besondere Musikerlebnis an lauen Sommerabenden am Ufer des Neusiedlersees.

Bild: Annika Thell / Neusiedlersee Tourismus GmbH
Für uns war es auch eine große Freude, einmal im wichtigen Schaltraum der Bühnenshow am Regler zu sitzen. 


An dieser Stelle verlängern wir sehr gerne Ihren Urlaub in diesem Teil des Burgenlandes. Genießen Sie das besondere Klima am Neusiedlersee.
Bild: Birgit Machtinger / Burgenland Tourismus GmbH
Erleben Sie mit uns zum Beispiel den Panonischen Herbst am Neusieldersee.
NEUSIEDLER SEE - Pannonischer Herbst in der Steppe

Für einen Tagesausflug nach Wien haben wir gleich drei Radioreisen im Angebot. Der klassische Stadtrundgang zeigt Ihnen alle Sehenswürdigkeiten der Donaumetropole.
WIEN - Der klassische Stadtrundgang

Eine weitere Sendung lässt den Sound of imperial Vienna erklingen.
MUSIKSTADT WIEN - Sound of imperial Vienna

Und die dritte Radioreise aus Wien besucht die K&K-Hoflieferanten in der Kaiserstadt.
KAISERSTADT WIEN - Zu Gast bei den K & K Hoflieferanten

Wie wärs beim Heurigen in Baden bei Wien?
BADEN BEI WIEN - Kaiserliche Sommerfrische

Noch mehr Wein bietet das namensgebende Weinviertel.
WEINVIERTEL - Mit guten Tropfen durch Niederösterreich

Auf ein Wiedersehen im Burgenland!


Bild: Birgit Machtinger / Burgenland Tourismus GmbH