USA Cross Over: Von Aspen über New Orleans nach New York

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In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit auf eine Reise kreuz und quer durch die USA. Unter dem Motto „USA Cross Over“ geht es von Aspen über New Orleans nach New York. Wir starten in den Rocky Mountains beim Champagne Powder. Hier in den Bergen von Colorado glitzert nicht nur der Schnee in der Sonne, hier tummeln sich auch die funkelnden Stars auf den Pisten. Der absolute Kontrast erwartet uns in den Sümpfen des Mississippi. Wir sind nah bei den Alligatoren in ganz heißen Tanzschuppen. Im Mittelpunkt dieser Etappen steht die Kultur der Cajuns. Wir hören die Musik der einstigen Einwanderer, Zydeco und Cajun und lernen viel über deren Kultur. Höhepunkt ist ganz sicher unser Streifzug durch New Orleans, die Wiege des Jazz. Freuen Sie sich auf die Stadt der vielen Musikclubs, auf die legendären Straßenbahnen und auf ein nicht alltägliches Frühstück. Im Finale der Radioreise erwartet uns vor dem Rückflug über den großen Teich ein kurzer Zwischenstopp in New York. Natürlich schlendern wir über den Broadway, haben aber auch Insider-Tipps für die Stadt, die niemals schläft. Dazu erwartet Sie der Sound dieser Regionen von Louis Armstrong bis Frank Sinatra.

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Wir starten die Radioreise mit A wie Aspen: Die Region „Aspen Snowmas“ ist eines der beliebtesten Ski-Gebiete in Nordamerika. Aspen liegt in den Rocky Mountains im US-Bundesstaat Colorado. Das Skiresort und ganzjährige Reiseziel für Naturliebhaber ist für seine exklusiven Restaurants und Boutiquen bekannt. Die Aspen Sking Company betreibt vier Skigebiete hier in den Rocky Mountains: Snowmas, Aspen Mountain, Aspen Highlands und Buttermilk. Das Gebiet umfasst tausende von Hektar für Skifahrer und Snowboarder. Mit der Gondel geht es direkt vom Zentrum in Aspen auf den Berg. Das unglaubliche ist eben das Wetter: Einerseits der Pulverschnee und dazu die vielen sonnigen Tage. In Summe werden im Jahr in Aspen 300 Sonnentage gezählt. 
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Während Aspen im Winter als Ski-Resort der Promis und Reichen gilt, zieht es im Sommer die Outdoor-Fans an. Bei Temperaturen von maximal 25 Grad und trockener Luft verbringen US-Amerikaner hier gerne ihren Urlaub mit Mountainbikes oder SUP-Boards. 
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Im Sommer ist es da, wo wir in der nächsten Etappe hinfliegen, viel zu schwül: Wir nehmen den Flieger nach Louisiana. 


Louisiana löst viele Assoziationen aus: Missisippi, die Musik-Clubs von New Orleans, die Sümpfe und die Alligatoren, aber auch die facettenreiche Küche. Das sind ein paar der Stichwörter für die nächsten Etappen unserer Radioreise.


Wir sind unterwegs zwischen dem großen Fluss mit den legendären Dampfern und dem Golf von Mexico. Louisiana wird auch „Pelican State“ genannt,  wegen des Wappenvogels oder „Bayou State“, wegen der Sümpfe.


In Louisiana kann man wie in keinem anderen US-Bundesstaat auf den Spuren der Kolonialzeit wandeln: Wir sprachen mit Kathe Hambrick Jackson. Sie hatte die Geschichte der Schwarzen anhand ihrer eigenen Abstammung untersucht. Dazu baute sie ein Museum in der Nähe von Baton Rouge auf - das River Road African Museum. 




Wer durch Louisiana reist, wird immer wieder der Kultur der Cajuns begegnen. Die Cajuns sind Nachfahren Franzosen, die im 18. Jahrhundert aus Kanadas vertrieben wurden. Ihre Vorfahren stammen aus der ostkanadischen Provinz Acadie. Diese  Region wurde später von den englischsprachigen Nordamerikanern zu Cajons etwas spöttisch abgewandelt. Viele Cajun siedelten sich nach mehreren Jahren Irrfahrt in den 1760er Jahren im damals von den Franzosen an die Spanier verkauften Louisiana an. Später wurde das Gebiet wieder französisch und kam durch Napoleons Verkauf schließlich zur USA. 


Die Cajuns lebten bis in den Beginn des 20. Jahrhunderts völlig unberührt von der US-amerikanischen Umwelt und behielten ihre Kultur bei. Erst in den 1930er Jahren, als in Louisiana Öl gefunden wurde, kamen die Cajuns mit den Amerikanern in Berührung. Sie wurden daraufhin gezwungen, Englisch zu lernen und zu sprechen. Kinder, die in der Schule französisch sprachen, wurden bestraft, als Hinterwäldler betrachtet und wegen ihres fehlerhaften, harten Englischs ausgelacht und verachtet. In den 1970er Jahren hatte man den Wert der Cajuns-Kultur anerkannt und Französisch wurde in Louisiana zweite Staatssprache. 


Cajun und Zydeco wurden beide in Louisiana geboren. Die Ursprünge der Cajun-Musik gehen auf die kanadischen Siedler zurück. Deswegen werden diese Songs auch fast immer auf Französisch gesungen.  Dagegen wurde Zydeco ab der Mitte des 19. Jahrhunderts von den afroamerikanischen Bauern, Pächtern oder auch Sklaven entwickelt. 


Cajun-Musik ist mit europäischer Volksmusik verwandt, während Zydeco dem Blues und der afrokaribischen Musik sowie dem R&B zuzuordnen ist. In der Radioreise besuchen wir einen  Tanzclub Beaux Bridge, der "Whiskey River“. Einer der Stammgäste ist Gerald Trahan, natürlich ein stolzer Cajun. 

 
Die Cajunmusik ist einer der Wurzeln der Country- und Americana-Musik. Man denke zum Beispiel an den Song „Jambalya“. Bei uns spielen Bands wie Le Clou oder die Cajun Roosters diese Musik. Einer ganz Großen in diesem Genre ist seit Jahrzehnten Yannick Monot. In Deutschland verliebte sich Manfred Böger in den Tanz der Cajuns, als er im Fernsehen eine Reportage darüber sah. Für ihn änderte sich nach der Berührung mit der Musik sein ganzes Leben. 


Baton Rouge ist die Hauptstadt von Louisiana und bekannt für ihre Kunstwerke, Denkmäler und imposanten Bauwerke.  Das imposanteste Bauwerk ist das State Building.


Das Louisiana State Capitol ist das Parlamentsgebäude von Louisiana. Das 1932 fertiggestellte Gebäude ist im Stil des Art déco erbaut worden. Es ist mit seinem 137 Meter hohen Turm das höchste Kapitol der USA. 


Die Hauptstadt Louisianas begeistert mit Blues-Festivals oder American Football, mit vielen sportlichen jungen Menschen der State University oder der Southern University. Der Blick vom State Building reicht auf die großen Sumpf-Landschaften, denn der Süden von Louisiana ist ein riesiger Sumpf.
 


Eine Spezies fühlt sich hier besonders wohl: Die Alligatoren! 


Die hautnahe Berührung bietet eine Bootsfahrt durch die Swamps. Einer der Bootsfahrer ist Danny Bourgeois. 


Danny kennt fast jedes Krokodil in diesem Gebiet. Wenn er irgendwo einen Kopf erspäht, dann lockt er die Tiere ans Boot mit Rufen oder Marshmallows. Höhepunkt jeder Bootsfahrt ist das Füttern der Tiere. Wenn also ein Aligator andockt, dann bekommt er von Danny eine Portion Fleisch. Man kann aus nächster Nähe beobachten, wie diese gefährlichen Tiere ihm wirklich aus der Hand fressen. 


Nach einem aufregenden Tag in den Sümpfen von Baton Rouge erreichen wir erschöpft unser Quartier in New Orleans. 


The Big Easy” – also die große Unbeschwertheit - so nennen die Amerikaner häufig New Orleans. Gemeint ist die enorme Lebensfreude der Stadt, die Atmosphäre - das alles vor der Kulisse der Südstaaten-Architektur. 
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In New Orleans wurde der Jazz geboren. Untrennbar sind mit dieser Stadt Namen wie Louis Armstrong und Luis Prima verbunden. In New Orleans mischen sich Jazz, Soul, Dixie, Rock, Hip-Hop und Rap.


In den Restaurants mischen sich die besten Meeresfrüchte aus dem Golf von Mexico mit traditionellen Südstaaten-Speisen und die Küche der Cajun. Die Zutaten aus dem Mississippi-Delta sind Flusskrebse, Catfish, Redfish und Garnelen.


Nach dem einen oder anderen Glas vertiefen sich die amerikanisch-deutschen Beziehungen...


Wer besonders dekadent frühstücken will, konnte sich bisher Buffet bei Brenans nach Lust und Laune laben, ein kreolisches Restaurant mitten im legendären French Quarter.


Es gab hier, so betonte es unsere Gastgeberin Bonnie Warren, die beste Schildkrötensuppe der Stadt. 


Nach dem Frühstück empfehlen wir, sich ganz bequem in eine der legendären Straßenbahnen von New Orleans zu setzen. Die prächtigen Villen der Kolonialzeit säumen die Straßen aus dem Zentrum hinaus in die Vororte. Mit einer Straßenbahnfahrt kann man dieses schöne Bild an sich vorbeiziehen lassen. Die St. Charles Streetcar fährt seit rund 160 Jahren in der Mitte der St. Charles Street und Carrollton Street. Sie ist zu einem Symbol für den Charme und die Romantik von New Orleans geworden. Auf der St. Charles Avenue durchquert die Straßenbahn eine Allee von riesigen Eichen und den sehr prächtigen Audubon Park. Die dunkelgrüne Straßenbahn St. Charles ist die älteste ununterbrochen laufende Straßenbahnlinie der Welt. 


Vor unserem Abflug noch ein paar Impressionen aus dem Süden Louisianas. 



Mit dem tiefen Wunsch, noch einmal mehr Zeit in New Orleans verbringen zu können, verlassen wir diese besondere Stadt und fliegen weiter nach New York. 
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Die allermeisten erreichen die USA mit dem Flugzeug. Doch die romantischere Variante ist die mit dem Schiff, wenn man über tagelang über den Ozean schippert. Man sieht tagelang nichts außer Wasser am Horizont sieht. Und irgendwann taucht am Horizont erst ganz verschwommen und später deutlich die Silhouette von New York auf. Neben dem Broadway oder dem Time Square beleuchten wir in der Radioreise natürlich die Klassiker. Doch die Nordamerika-Kennerin Heike Papst zeigt uns ihre Lieblingsorte, darunter einige Geheimtipps.
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Während unser Transatlantikflug bereitsteht, können Sie den Urlaub in den USA wie immer gerne verlängern. Gleich hinter New York beginnen die Laurel Highlands. Dahin bringt sie unter anderem unsere Radioreise entlang der US-Ostküste.
Im Herzen der USA liegt - mit einer großen Wunde – Dallas. Folgen Sie uns!
DALLAS - Kennedy, Southfork Ranch und die Cowboys

Weiter westlich liegt die Spielermetropole Las Vegas. 
LAS VEGAS - Die größte Spielermetropole der Welt

Auf ein Wiedersehen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!