TAFELREISE ZUM GRANAT-TOR: Eine kulinarische Wanderung durch die Nockberge

Radioreise Podcast Nockberge Kärnten
 
In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit auf eine Tafelreise nach Kärnten. Freuen Sie sich auf eine Wanderung zu gedeckten Tischen, von Hütte zu Hütte. Es gibt unterwegs deftige und festliche Speisen, alles Open Air. Wir bewegen uns oberhalb des Millstätter Sees. Auf dem Weg zum Granattor laufen wir durch die Nockberge über Weiden und Almen. Unterwegs besuchen wir Hüttenwirte und eine Käserei. Am Liebestor bekommen wir viel Liebe geschenkt – eine Granat-Tafel am Granattor.

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Es kann gut sein, dass Ihnen in dieser Radioreise das Wasser im Mund zusammenläuft. Denn das Organ, dass wir am häufigsten bemühen, ist der Gaumen. Wir wollen damit den kulinarischen Charakter der Region „Millstätter See“ schmecken und damit die Vielfalt der Kärntner Küche. 


Oberhalb des Millstätter Sees verwandeln sich im Spätsommer und Frühherbst die schönsten Plätze der Natur in Freiluft-Restaurants, die sich jeweils einem speziellen Thema widmen. Das sind verschiedene Orte: kleine Hütten, größere Hütten oder einfach die pure Natur. Bei uns ist eine festliche Tafel am Granattor, die uns am Ende der Wanderung erwartet. Es wird der beste Mix aus Kalorien sammeln und Kalorien abtrainieren.

Einen ganzen Tag laufen wir durch die Berge am Millstätter See und bekommen unterwegs immer etwas zu Essen. Da man sich für solch eine sportliche Wanderung entsprechend aufwärmen muss, serviert uns die Wirtin der Schwaigerhütte, Karin, zum Start unserer Tour ein Schnapserl. 


Die Kulisse für unsere Wanderung ist der Millstätter See nördlich des Drautals in der Nähe der Stadt Spittal. Der See liegt auf knapp 600 Meter Höhe. Er ist fast zwölf Kilometer lang und bis zu zwei Kilometer breit. Wie fast alle Kärntner Seen ist er im Sommer ein sehr warmer Badesee. 


Der Hüttenwirt Franz Glabischnig begleitet uns mit Wanderstock und Hut. Er ist in echter Kerl aus den Bergen, der uns mit seinen Geschichten bei dieser kulinarischen Wanderung immer wieder auch über das Leben auf den Almen erzählen wird. 


Franz ist Eigentümer der "Alexander-Alm" sowie mit Herz und Seele Landwirt. Er ist Bio-Bauer der ersten Stunde und war einer der ersten Bauern in Kärnten, der sich der biologischen Landwirtschaft widmete. Als Mitgründer der Kaslab’n Nockberge setzt sich der Naturliebhaber für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Almlandschaften ein. Freuen Sie sich auf seinen ausgeprägten Dialekt und vor allem seine Herzlichkeit, die Sie im Radioreise-Podcast spüren werden. 


Mit Franz erreichen wir die "Alexanderhütte", deren Namen wir besonders gelungen finden. 


Franz erklärt uns, das auf dieser Hüte alles Bio ist, auch wenn es nicht auf dem Etikett steht. Bio zum Beispiel ist die Limonade fernab jeder Marke, sondern aus Kräutern und frischem Quellwasser und natürlich der Käse aus der hauseigenen Käserei. Über seine Arbeit in der Käserei erzählt uns der Senner Alfred in der Alexanderhütte. 


Wir verlassen die Alexanderhütte mit einem Bissen Käse und machen uns auf die nächste Wanderetappe. 


Unterwegs erfahren wir, dass die Bezeichnung Nockberge für Kupp steht, also für Berge mit grünen Kuppen. Mitunter säumen bewachsene Felsen den Weg, weswegen manche hier mit der Bezeichnung „Nocky Mountains“ werben.


Die Nockberge sind die westlichste und höchste Gebirgsgruppe der Gurktaler Alpen. Den zentralen Bereich der Nockberge umfasst der Biosphärenpark Nockberge. Die rund geschliffenen Nockberge erreichen höchstens etwas über 2.400 Meter und wecken Erinnerungen an irische Berglandschaften, Fantasy-Filmkulissen oder Traumfotos, die Kalenderblätter zieren. Hunderte Millionen Jahre und unzählige Wechsel von Land und Meer, Wüste und Urwald hat es gebraucht, um diese einzigartige Region entstehen zu lassen. Bunte Blumenwiesen und grüne Almmatten, Wälder mit Zirben, Fichten und Lärchen sowie unzählige klare Bergbäche, Seen und Tümpel fügen sich zu einer einzigartigen, erholsamen Seelenlandschaft.



Als die Tourismuswirtschaft nach der einzigartigen Region im Westen der Gurktaler Alpen greifen wollte, legten die Kärntner ein klares Votum ein. Im Jahr 1980 stellten sie sich in einer Volksbefragung geschlossen gegen die Pläne für die Errichtung eines Skigebiets, das einen massiven Eingriff in die uralte Kultur- und Naturlandschaft bedeutet hätte. Der Naturschutz besiegelte den Schutz des Biosphärenparks durch die UNESCO. Das Miteinander von landwirtschaftlicher Nutzung, Schutzgebieten für Tier- und Pflanzenwelt und die sanfte Erschließung für den Tourismus sind ein gutes Beispiel dafür, wie die Alpen genützt und gleichzeitig geschützt werden können.


Langsam ruft die warme Suppe als erste richtige Stärkung dieser Wanderung. 


 Wir erreichen die Millstätter Hütte und gönnen uns eine hausgemachte Gemüsesuppe.


Zwischen Alexanderhütte und Granat-Tor laden sieben romantische Plätze dazu sein, sich Gedanken über die Liebe im Allgemeinen, aber vor allem über die eigene Partnerschaft, zu machen: An jeder Station dieses dreistündigen Wanderweges befindet sich eine Bank. An jeder Bank wird dem Liebespaar eine andere Frage gestellt: Mal mehr, mal weniger intim, mal mehr und mal weniger philosophisch. Jeder, der will, kann seine Gedanken hier eintragen. 
  

Der Gipfel der Liebesgenüsse erwartet uns am Granattor. Unter diesem Tor lässt sich fast jedes Liebespaar fotografieren.


Schon Noah soll eine Laterne aus Granat genutzt haben, um in dunkler Nacht seine Arche sicher steuern zu können. Ägypter, Griechen und Römer schmückten sich mit dem tiefrot leuchtenden Edelstein. Er ziert so manche Königskrone und findet sich, kunstvoll verarbeitet, in Goldhaube und Leibkittel der Radentheiner Tracht wieder. Damals wie heute ist er beliebter Hochzeitsschmuck, gilt der „Feuerstein der Liebe“ doch als besonderer Liebesbeweis.


Inspiriert von Farbe und Geschichte des Schmucksteins verfeinern die Gastronomen regionale Produkte zu rubinroten Köstlichkeiten. Wenn die Gäste an der Granat-Tafel Platz nehmen, gehen sie auf eine geschichtsreiche Reise, die mit einer süßen Granatüberraschung, umgeben von funkelnden Granatsteinen, ausklingt. Elke und ihr Team von der Lammersdorfer Hütte hatten sich für uns mächtig ins Zeug gelegt. Zwei Stunden hatten wir an dieser Granat-Tafel festlich gespeist. Der absolute Höhepunkt dieser Wanderung, im wahrsten Sinne des Wortes. 


Auf 2.000 Meter Höhe ein 4-Gänge-Menü zu genießen - das bleibt unvergessen!


Rund um den Millstätter See werden verschiedene Tafeln gerichtet: Bei der Genussland-Tafel handelt es sich um eine Weinbegleitung mit einem Kärntner Winzer und eine Käsereiführung. Bei der Alpe Adria-Tafel am Seeufer heißt das Motto „See trifft Mittelmeer“. Bei der Bauernhof-Tafel machen sich die Gäste nach einem Aperitif auf den Weg zu verschiedenen bäuerlichen Betrieben, um traditionelle Gerichte zu verkosten. 


Trotz Wanderung haben wir keine Kilos verloren, im Gegenteil. Also blieb nach dieser Tafelreise das harte Lauftraining im Nymphenburger Park in München...


Wir bieten nach dieser Tafelreise die bequeme Urlaubsverlängerung an. Entspannen Sie mit uns gleich am Millstätter See.
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Auf ein Wiedersehen in Kärnten!