Space Coast - Urlaub zwischen Strand und Weltall
In dieser Radioreise nehme ich Sie mit auf eine Fernreise. Wir legen rund 8.000 Tausend Kilometer zurück. Aber dort wo wir heute sind, dort gelten ganz andere Entfernungen. Da geht es um Lichtjahre, um fremde Galaxien, man ist eben völlig losgelöst von der Erde.
Die ersten Kreuzschiffe sind hier in den frühen 70-iger Jahren gestartet. Das erste Terminal wurde Anfang der 80-iger Jahre eröffnet. Mit Beginn der Raumfahrt vom Kennedy Space Center wurde der Hafen noch wichtiger. Denn um große Raketenteile in den Weltraumbahnhof zu transportieren wurde die Canaveral-Schleuse in Betrieb genommen. Sie verbindet das Hafenbecken mit dem Banana River. Dort gibt es ein Restaurant, wo die Gäste das Auslaufen der Schiffen genüsslich beobachten können, am besten bei Sonnenuntergang.
Wir starten unsere Space-Coast-Reise im Besucherkomplex des „John F. Kennedy Space Center“ am Weltraumbahnhof der NASA – auf Merritt Island. Dieser große Besucherpark liegt nah an der „Cape Canaveral Air Force Station“. Von hier aus starteten alle bemannten Raumflüge der USA: die Apollo-Missionen und später auch die Space Shuttles.
Auch Kenneth Donald Cameran startete hier: Der US-Astronaut wurde 1949 in Cleveland geboren. In der US-Armee wurde für ein Jahr in den Krieg nach Vietnam geschickt. Danach begann er seine Ausbildung zum Piloten. Das Fliegen reizte ihn offenbar: Anfang der 80-iger Jahre bekam er eine Astronautenausbildung bei der NASA und zehn Jahre später kam er nach Moskau, wo die Ausbildung im Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum unterstützte.
Kenneth war mehrfach im Weltall: Anfang der 90-iger Jahre als Pilot der Raumfähre „Atlantis“ und später als Kommandant der Raumfähre „Disovery“. Von seiner spannenden gemeinsamen Atlantnis-Mission mit der russischen Raumstation „Mir“ erzählte er uns im Radioreise-Interview.
Er sprach darüber, wie gut sich US-Amerikaner und Russen oben im Weltall verstanden. Sie lebten wie Freunde zusammen. Warum klappt das auf dieser Erde nicht? Warum benehmen sich da beide manchmal wie zänkische Brüder? Diese Frage können wir Ihnen leider nicht beantworten...
Wir laufen weiter durch den Besucher-Park des Kennedy Space Center. Hier haben sich Forscher der NASA und Microsoft zusammengetan, um eine – wie man sagt - „Mixed-Reality-Erfahrung“ zu erschaffen, in der Besucher den Mars besuchen können. „Destination: Mars" befördert die Besucher direkt an den Standpunkt des Mars-Rovers Curiosity. Das ist aber nur eine von vielen Attraktionen in diesem Park, erklärt Livia Ribeiro uns im Radioreise-Gespräch.
Auch dieser Astronaut hat mir ein Interview gegeben...
Wir verlassen den Astronauten-Park und kommen wieder zu dem, was Florida ausmacht: Die Natur, das Klima, die Villen, das suptropische Lebensgefühl. Florida ist ein riesiger Sumpf: Überall lauern Aligatoren, das ist kein Witz. Selbst auf dem Gelände des Kennedy Space Centers sollen sich tausende Aligatoren bewegen. Keine Angst, die steigen nicht in die Rakete und fliegen ins All. Nein, sie liegen meistens völlig ruhig im Wasser.
Wir fahren durch eine 50 Kilometer lange Lagune zwischen Cape Canaveral und Meritt Island. Eine Lagune mit Zugang zum Atlantik, die sich „Banana-River“ nennt. Uns begleitet eine Frau, die erst von den USA nach Deutschland und dann wieder zurück in die USA zog.
Bei schweißtreibender Hitze schippern wird über den Banana-River mit seinen Mangroven.
Den Reiz macht hier nicht nur die Lagune aus, sondern die vielen prächtigen Villen. Fast eine Stunde lang sind wir mit dem Boot an einer Villa nach der anderen vorbeigefahren, eine schöne als die andere.
Am Ende dieser Tour lädt mich Bonnie King vom Tourismusbüro der Regionzu einer Luftkissenfahrt durch die Sümpfe ein.
Also – see you later aligator!

































