Bologna - Rimini: Eine kulinarische Reise durch die Emilia Romagna


In dieser Radioreise kommen Italien-Liebhaber voll auf ihre Kosten. Denn das, was ich Ihnen zu bieten habe, ist das gute italienische Essen. Wir reisen auf kulinarischen Wegen durch die Emilia Romagna und erkunden immer mit gut gefülltem Magen diese wunderbare Provinz. Startpunkt ist Bologna, ganz sicher eine der schönsten Städte Italiens. Unser guide Tamara Venturi wird kommt bei diesem Rundgang mehrfach ins Schwärmen. Tamaras Charme werden Sie sofort spüren, wenn Sie unsere Sendung hören.

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Tamara sagte mir, dass Bologna für die angeborene Gastfreundschaft berühmt sei. Die Touristen würden hier immer wieder gepampert. Hier soll es ja die beste Pasta geben und die Frauen mit dem Nudelholz....



Diese Frauen mit dem Nudelholz formen die typischen Taglietelle-Bandnudeln. Wahrscheinlich hat sie der Meister Zefirano aus Bologna einst erfunden. Ende des 15. Jahrhunderts sollen sie für die Hochzeit des Herzogs von Ferrara kreiiert worden sein. Der Herzog wollte die Blondine Lucrezia Borgia in den Hafen der Ehe führen. Der Koch ließ sich offenbar von dem blonden Haar der Lucrezia inspirieren und schuf diese Tagliatelle.






In einem dieser traditionellsten Pasta-Geschäfte von Bologna treffen wir diese Frauen mit dem Nudelholz, die Sfoligne. Die selbstgemachten Pasta-Spezialisten hier haben natürlich ihren Preis –aber sie sind auch nicht vergleichbar mit denen aus dem Supermarkt! Allein schon die gelbe Farbe der Nudeln dank der vielen Eier.


Wir laufen weiter durch Bologna – eine Stadt, die man auch „die Fette" nennt. Nicht nur, weil Europas älteste Universitätsstadt schon seit dem Mittelalter reich ist, sondern auch wegen der üppigen Küche.


Wir laufen ein paar Schritte weiter und stehen vor einem großen Schaufenster, von dem man einen Mann in weißer Küchenschürze sieht, der den Mozarella-Käse formt.

Es wird Zeit für eine kleine Siesta in einem Ristorante. Wir machen Rast bei Antonio. Es klingt wie ein Klischee, aber er heißt nun mal Antonio, der Chef im „il caffee dela carte“.


Ich bin beeindruckt von Bologna, an jeder Ecke wird gegessen und getrunken – überall dolce vita. Viele jüngere, aber auch ältere Menschen sitzen in den Cafes und Restaurants oder stehen einfach um eine Pizzeria herum. In manchen Straßen war gar kein Durchkommen. Die Osterien sind der Schwerpunkt des Nachtlebens von Bologna. Der Liedermacher Francesco Guccini, er war selbst Kenner und Stammkunde, hatte ihnen sogar mal ein Lied gewidmet.


Aus der Emilia Romagna kommen einige der berühmtesten kulinarischen Spezialitäten, die man mit „Bella Italia“ verbindet: Der Parmigiano-Reggiano, der würzige, körnige Hartkäse, der bei uns als Parmesan bekannt. Den Käuser streut man gerieben über Nudelgerichte, heiße Suppen, Risotto, Kartoffelbrei oder in Butter geschwenktes Gemüse. Und Prschuto, der gute Schinken ist ein Aushängeschild im wahrsten Sinne.


Bologna – eine Stadt, die jedem gefällt – mal abseits vom Kulinarischen. Bolgona besitzt eine der schönsten und besterhaltendsten Altstädte Europas mit vielen Türmen aus dem Mittelalter.



Außerdem sind 40 Kilometer in der Altstadt von Arkaden bedeckt. Diese Gänge bieten bei heißer Sonne etwas Abkühlung und verbinden die Plätze, Kirchen und Paläste mit den Fussgängerzonen.


Wir reisen weiter durch die Emilia Romagna und erreichen einen Ort, an dem eine ganze Generation immer wieder den Sommer-Urlaub verbracht hat – Rimini.


 
Rimini ist mehr als nur der Strand mit den tausenden akurat ausgerichteten Sonnenliegen. Rimini ist mehr als nur die Strandbäder der Adria und Rimini ist mehr als nur die Strandpromenade.


Rimini ist dort am schönsten, wo sich die wenigstens Touristen hin verirren. Rund um die Tiberius-Brücke zum Beispiel. Ich habe diesen Ort kurz vor Sonnenuntergang erlebt. In Erinnerung bleibt ein Bild, dass man nicht nur im Foto sondern am liebsten mit dem Pinsel festhalten würde.


In diesen kleinen Straßen und Gassen rund um das alte Fischerdorf findet man oft die gemütlichsten Kneipen.



Einmal im Jahr ist in Rimini das große Fressen angesagt, beim Kulinarik-Festival „Al Meni“ direkt an der Strandpromenade.

Mit einem Blick von der Mole über die Strändbäder der Emilia Romania bis in die Region Marken beenden wir diesen tollen Kurz-Urlaub zwischen Boogna und Rimini.





Arrivederci!


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