GRÜNES BERLIN - ERSTAUNLICHE ENTDECKUNGEN IN DER DEUTSCHEN HAUPTSTADT

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit ins grüne Berlin. Wir zeigen Ihnen vergleichsweise unbekannte Orte in der deutschen Hauptstadt. Folgen Sie uns in Parks und in Wälder, in Gärten, auf Berge, an Seen und Flüsse, auf Radwege und sogar in die Seilbahn. Karin Bischoff zeigt uns Wasserbüffel im Tegler Fließ. Berlin-Guide Björn nimmt uns mit ins Wuhletal und Danny Heinrich paddelt im Kajak durch Neu-Venedig. Beate Reuber führt uns durch die Gärten der Welt am Fuß des Kienberg und Christian Tänzler von visit Berlin erklärt uns, warum Berlin seine Existenz eigentlich dem Wasser zu verdanken hat. Viel Spaß in Spree-Athen!

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Wir entdecken die grünen Orte von Berlin: Nicht den Spreebogen, nicht den Grunewald oder den Tiergarten, nicht den Plänterwald oder den Wannsee. Berlin ist so grün, so dass es in dieser Stadt Orte gibt, die einen gar nicht glauben, dass man in Berlin ist. Zugegeben, wenn man in der City wohnt, muss man für manche grüne Oase ein paar Stationen in der nicht immer charmanten Berliner U-Bahn fahren.


Von unserem Domizil, dem AMERON Hotel ABION Spreebogen Berlin könnte man in ein paar Schritten bereits im grünen Tiergarten landen...


...doch wir wollen die nicht so bekannten grünen Oasen von Berlin entdecken. Daher geht es von der U-Bahn-Station Turmstraße bis Alt-Tegel – und ein paar Schritte von hier beginnt das erste grüne Abenteuer im dicken B.


Bereits nah an der U-Bahn-Stationen im urbanen Teil Tegels zeigt sich, wie grün und wasserreich Berlin ist.


Die in Tegel lebende Karin Bischoff begleitet uns auf dieser Tour.


Sie zeigt uns eine Landschaft, in der sogar Wasserbüffel leben.


Das Tegler Fließ schlängelt sich als Bach durch den Norden Berlins und Teile Brandenburgs. Um ihn klammert sich ein Naturschutzgebiet, dass auch seltenen Vögeln eine Heimat bietet. 


Die Naturlandschaften des Tegeler Fließ erstrecken sich vom Reinickendorfer Ortsteil Lübars bis zum Tegeler See. Der Naturlehrpfad und die Wanderwege führen vorbei an Brutplätzen, seltenen Blumen, Gehölzen und Bäumen. Diese Landschaft formte sich aus End- und Grundmoränen, Sandern und Urstromtälern, die nach der Abschmelze der großen Eismassen aus der Weichsel- Eiszeit entstanden. In den Niederungen bildeten sich Moore, wie uns Karin im Radioreise-Gespräch erklärt.


Durch Torfstiche und Mühlenstaue wurde das Tegler Fließ früher ökonomisch genutzt. Später verlandeten die meisten der niedrigen Seen. Heute durchquert das Fließ noch den circa 2,6 Hektar großen Hermsdorfer See.


Der Bach verläuft durch Brandenburg und am nördlichen Stadtrand von Berlin entlang auf einer Länge von 30 Kilometern, rund ein Drittel der Länge entfällt auf Berlin. Das Tegeler Fließ ist sogar in die  als Poltergeist in die deutsche Literaturgeschichte eingegangen. Denn im Faust heißt es: "Das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel. Wir sind so klug, und dennoch spukt's in Tegel."


Die nächste Etappe durch das grüne Berlin führt uns über die Ahrensfelder Terrassen ins Wuhletal auf dem gleichnamigen Wanderweg. 

Das Wuhletal gilt als längste Grünfläche Berlins. Der Wanderweg, auf dem auch geradelt werden kann, verbindet die Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Köpenick. Er führt durch eine ausgedehnte Wiesen- und Flussauenlandschaft. Mehr als 260 Farn- und Blütenpflanzen gedeihen hier, rund 23 geschützte Tierarten finden Unterschlupf, wie uns Berlin-Guide Björn erklärt.


Unsere Tour beginnt in den Plattensiedlungen von Marzahn, die dank einer gewissen Cindy bundesweit bekannt geworden sind. Doch Björn schaut differenziert auf die Entwicklung dieses Berliner Bezirks. 

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf laden elf internationale Themengärten dazu ein, die ganze Welt in ein paar Schritten zu entdecken.

Die Parkanlage "Gärten der Welt" im Ursprung am 9. Mai 1987 zur 750-Jahr-Feier von Berlin als "Berliner Gartenschau" und Geschenk der Gärtner an die damalige Hauptstadt der DDR, Ost-Berlin eröffnet. 

Der Park war quasi das Gegenstück zum Britzer Garten, der zwei Jahre zuvor zur Bundesgartenschau im damaligen Westberlin eingeweiht worden war.


Für die Berliner Gartenschau wurden neben den Themengärten weitläufige Wiesen und großzügig geschwungene Wege angelegt. 


Nach der Wende entstand das Projekt "Gärten der Welt." So wurde unter anderem der Chinesische Garten des wiedergewonnenen Mondes als Geschenk Chinas zur Wiedervereinigung Deutschlands angelegt.


Einen kurzen akustischen Rundgang durch die Gärten der Welt bieten wir mit Beate Reuber. Sie ist die Parkbotschafterin von Grün Berlin.

Die Gärten der Welt sind das ganzjährig geöffnet. Allerdings sind in den Wintermonaten einige Themengärten geschlossen.


Mit der U-Bahn sind die Gärten der Welt in rund 30 Minuten aus Berlins Mitte zu erreichen.


An der Südflanke der Gärten der Welt liegt die „Promenade Aquatica“, an der die verschiedenen Bewegungsformen des Wassers beobachtet werden können: Quelle, Teich, Wasserfall oder Nebel. In der Parkanlage erhalten unterschiedlichste Kunstwerke einen ungewöhnlichen Rahmen.


Eine Koreanische Teezeremonie, ein japanisches Kirschblütenfest und rundherum Gartenkunst und Blütenpracht - Besucher schlendern hier von Italien bis nach England.

Als Berlin noch geteilt war, plante man, ihn im Westteil in der Nähe des Tiergartens zu errichten – nach dem Fall der Mauer entschied man sich jedoch bewusst für den Standort im Osten der Stadt. 


Am Parkende befindet sich zudem eine Endstation der 1,5 Kilometer langen Seilbahn. Sie führt auf den 110 Meter hohen Kienberg.


Betrieben wird die ungewöhnliche Seilbahn von Grün Berlin.


Auf dem Kienberg wurde eine 30 Meter hohe Aussichtsplattform errichtet.


Dieser begehbare „Wolkenhain“ bietet einen Rundumblick auf den Berliner Osten und das angrenzende Brandenburg.


Am Südhang wurden die Kienbergterrassen geschaffen und der über das Wuhletal verbindende Wuhlesteg angelegt. Am Fuß des Kienbergs steigen wir aufs Rad und Michael Brawatzki von der Tourist-Info Marzahn gibt die Richtung vor. Mit in der Radlgruppe ist Christian Tänzler, Pressesprecher von Visit Berlin.


Christian ist ein leidenschaftlicher Radler und steigt jeden Tag auf den Drahtesel. Das Rad bringt ihn nicht nur ins Büro, sondern am Wochenende durch die ganze Stadt und das Umland. Christian spricht im Radioreise-Interview darüber, dass Berlin ist voller Natur ist. Wälder erstrecken sich auf rund 16.000 Hektar. Mehr als 100 Natur- und Landschaftsschutzgebiete liegen innerhalb der Stadtgrenzen.


Gut zehn Kilometer radeln wir vom Fuß des Kienbergs zum Bahnhof Köpenick. Am Wegesrand liegt der Schlosspark Biesdorf mit dem Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 


Berlin wartet nicht nur mit einer halb-alpinen Seilbahn auf. Berlin bietet auch eine Lagunenstadt. Ganz im Südosten der Stadt liegt die idyllische Häusersiedlung Neu-Venedig. Wie in Italien verzweigt sich hier die Müggelspree in Kanäle.


Über die Kanäle führen 13 Brücken. Im Gegensatz zu dem Original-Venedig kann man mit dem Kajak oder sogar mit dem Motorbood durch die Kanäle fahren. 


Zwischen Müggelsee und Dämeritzsee versteckt sich einer der unbekanntesten und schönsten Orte Berlins, den wir mit dem Kajak erkunden. 


Die Wohn- und Wochenendhaussiedlung ist ein Geheimtipp unter den Sightseeing-Attraktionen.


Die Geschichte Neu-Venedigs begann mit dem Verkauf des Ritterguts Rahnsdorf und des Gutes Hessenwinkel Ende des 19. Jahrhunderts. Die Stadt Köpenick hatte damals beide Objekte gekauft, zu denen auch  die sumpfigen Spreewiesen gehörten. Eigentlich sollten die immer feuchten Wiesen entwässert werden, damit Siedlungen gebaut werden können. Ab 1926 wurden jedoch Kanäle durch das sumpfige Gebiet gezogen, wie uns Danny Heinrich im Radioreise-Interview erzählt.


Danny arbeitet beim Bootsverleih Spreepoint. Er rät, in der Hauptsaison frühzeitig zu reservieren.


450 Wassergrundstücke liegen heute in Neu-Venedig. Am äußeren Rand werden kleine Villen errichtet und im Innenring der Freizeitkolonie Sommerhäuser gebaut.


Nach dem Bau der Berliner Mauer hatten ausgewählte DDR-Bürger die Grundstücke der Westberliner gepachtet. Damit wurde Neu-Venedig zu einer beliebten Gegend für kleine Wochenendhäuschen. Nach dem Mauerfall gingen die Grundstücke wieder an die rechtmäßigen Eigentümer zurück.


Auch wenn Neu-Venedig zahlenmäßig nicht mit seinem italienischen Vorbild mithalten kann, dann doch zumindest mit seinem Charme. Für unsere Begriffe viel besser als Italien: ruhig und abgeschieden.


An der Traditions-Gaststätte "Neu Helgoland" endet unsere Kajak-Tour mit Danny.


Von hier aus führen Fähren in Richtung Müggelsee.

Weitere Tipps zum Wandern in Berlin und dem Umland finden Sie unter:
Wandern in Berlin und Umland

Tourenvorschläge für Radfahrer sind zu finden unter:
Mit dem Fahrrad die Kieze entdecken

Tipps für Wassersportler gibt es unter:
Kanutouren auf der Spree

Wir behalten den Koffer einfach in Berlin und bieten wie immer die kostenfreie Urlaubsverlängerung.

Eine Radioreise erkundet Alt-Berlin.
BERLIN - Eine Zeitreise ins alte Spree-Athen

Eine weitere Sendung schließlich thematisch an und ist auf den Spuren von Babylon-Berlin. 
BABYLON BERLIN - EINE ZEITREISE IN DIE GOLDENEN ZWANZIGER AN DER SPREE


Die Mauerreise bringt jede Menge Gänsehaut und Erinnerungen an das Leben in der DDR.
BERLIN - Entlang der einstigen Mauer im grenzenlosen Spree-Athen

Unsere Sendung „Berlin-Amsterdam“ zeigt das moderne Spree-Athen.
BERLIN - AMSTERDAM: Secret Places

Die Radioreise „Rotterdam-Berlin“ steht ganz im Zeichen der Bauhaus-Architektur.
ROTTERDAM - BERLIN: Die Bauhaus-Reise

Auf ein Wiedersehen im grünen Berlin!