BERLIN - Eine Zeitreise ins alte Spree-Athen

BERLIN - Eine Zeitreise ins alte Spree-Athen

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In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Berlin. Freuen Sie sich auf eine Zeitreise in die 1920er und 30er Jahre.

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Willkommen in einer der spannendsten Städte Europas, in einer der aufregendsten Metropolen, willkommen in Berlin. Die Stadt ist schillernd, ist bunt, ist laut. Berlin ist modern, ist Trendsetter – aber all das lassen wir heute mal hier außen vor. Wir gehen ins alte Berlin und machen eine Zeitreise vor allem in die Zwanziger Jahre. Wir sind an Orten, die damals absolut angesagt waren und stellen Orte vor, die auch heute noch Hot-Spots in Berlin sind.


Uns begleitet heute sehr ausführlich eine junge nette Berlinerin. Sie nennt sich Zoey Zoley und bietet Berlin-Touristen eine Busfahrt auf den Spuren der 20er und 30er Jahre an. Im Bus laufen Videos mit Bildern und Filmen von damals, und aus dem Fenster sieht der Tourist, was heute daraus in Berlin wurde. In der Radioreise hören Sie dazu die Musik von damals - Lieder aus dem alten Berlin und Lieder über das alte Berlin.


Die Geschichte Berlins reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Ganz sicher war das 20. Jahrhundert das prägendste in Berlin: Weimarer Republik, Naziherrschaft, Holocaust, Zweiter Weltkrieg, Mauerbau und die Wiedervereinigung. Berlin war im Laufe der Geschichte in verschiedenen Staatsformen Residenz- und Hauptstadt Brandenburgs, Preußens und des Deutschen Reiches.

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West-Berlin war die Insel im Roten Meer, Ost-Berlin die Hauptstadt der DDR. Wir picken uns aus dieser großen Zeitreise die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts heraus, die musikalisch betrachtet golden gewesen sein müssen. In Berlin gab es damals hunderte, wenn nicht sogar mehr als 1.000 Tanzlokale. Das Ballhaus Berlin ist eines der wenigen altehrwürdigen, das heute noch lebt.


Wir erreichen das Symbol von Berlin, ein Ort, der bei Alexander Tauscher immer wieder Gänsehaut auslöst. Das Brandenburger Tor! In unserem Radioreise-Podcast hören Sie viele pathetische Sätze und Stimmen. Wir erinnern im Gespräch und in der Musik an die wechselvolle Geschichte dieses Tores. Vor allem erinnern wir daran, dass dieses Tor mehr als 28 Jahre verschlossen war. 

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"Unsere Stadt hört doch nicht am Brandenburger Tor auf", sangen die Schöneberger Sängerknaben zur großen 750-Jahr-Feier von Berlin im Jahr 1987. Zwei Jahre später wurde dieser Wunsch wahr.


Heute ist das Tor vor allem als Symbol des freiheitlich-demokratischen, wiedervereinten Deutschlands. Es steht für Weltoffenheit. In diesem Sinne feiert ganz sicher dieses türkische Paar eine unvergessliche Hochzeit.



Das Brandenburger Tor steht am Pariser Platz, der als einer der schönsten Plätze der Hauptstadt gilt. Um den Pariser Platz herum wurden vornehme Stadtvillen, Botschaften und das Nobelhotel Adlon errichtet. Das Haus Liebermann und das Haus Sommer, links und rechts vom Brandenburger Tor, sind als Zwillingspaar konzipiert. Ihre Architektur lehnt sich an die historischen Vorbilder des preußischen Baumeisters Friedrich August Stüler an. Mit der französischen Botschaft sowie der Botschaft der USA befinden sich zwei weitere prominente Einrichtungen an dem historischen Ort. Deshalb wirkt der Platz vor dem Brandenburger Tor heute viel kleiner als zur Zeit der Teilung, erklärt unser Guide im Radioreise-Gespräch.

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Das alte Berlin lebt wieder und weiter. Ein Beleg dafür ist die Fernseh-Serie „Babylon Berlin“. Sie war eine der teuersten Fernseh-Produktionen überhaupt in Deutschland, in der Regie unter anderem mit Tom Tykwer.


Mehr Informationen zu diesem Film und den Touren auf den Spuren der alten Zeit finden Sie unter:

https://www.visitberlin.de/de/auf-den-spuren-der-20er-jahre-berlin

sowie

https://www.visitberlin.de/de/babylon-berlin

Auf dieser Berlin-Reise habe ich ein Angebot der Stadt mit dem schönen Namen "Zeitreisen". Laura Krasny erklärt uns in unserer Sendung das Konzept dieser Tour und spricht dafür, wie sie als junge Frau die Geschichte Berlins damit auch neu erlebt. Sie spricht von bewegenden Momenten älterer Touristen während solcher Zeitreisen. Ich traf Laura am Potsdamer Platz in Berlin - also einem der Orte, der von der Zeit so stark verändert wurde. 

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Mehr über diese Touren auf historischen Pfaden in Berlin erfahrt Ihr unter:
http://zwanziger-jahre-berlin.de/



In dieser Radioreise erinnert Alexander Tauscher immer wieder an seine persönlichen Berlin-Erinnerungen. Als Kind stand er oft traurig vor dem verschlossenen Brandenburger Tor und schaute ohne Perspektive auf bessere Zeiten von der Ostseite auf die Mauer. Sein erster Weg nach dem Fall der Mauer führte ihn nach Berlin, zum RIAS.


In der nächsten Etappe der Radioreise reisen wir mit Zoey Zoley in den Roten Wedding und stimmen uns mit Brigitte Mira auf die wenigen Freuden der Arbeiter damals in Alt-Berlin ein. Und dann erreichen wir im Kontrast dazu das edle Kaufhaus des Westens, schon in den 20er Jahren ein Treffpunkt der Reichen in Berlin.

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In der Radioreise besuchen wir das wohl traditionellste Ballhaus in Berlin, Clärchens Ballhaus in der Auguststraße im Bezirk Mitte, nah an der U-Bahn-Station Rosenthaler Platz. Die Eheleute Fritz und Clara eröffneten es als Bühlers Ballhaus im Jahr 1913. Als Fritz starb, führte es Clara weiter, im Volksmund daher schon längst Clärchens Ballhaus genannt. Auch in der DDR blieb dieses Tanzhaus ein Privatbetrieb und inzwischen einfach nur Kult in Berlin. Unsere Gruppe hatte bei Lisa Regehr eine kurze Tanzstunde genommen. Sie erzählt uns von alten Tänzen im neuen Berlin.


Auf unserer Tour durch das Berlin der Zwanziger treffen wir einen so genannten Grammophon-DJ. Stephan Wuthe legt seine alten Schellack-Platten nicht nur in Berlin auf. Inzwischen ist der DJ in ganz Europa ein gefragter Mann. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und zeigt die Tänze von damals. Vor allem ist der 1966 im Berliner Stadtteil Wilmersdorf Geborene ein lebendes Lexikon in puncto progressiver Musik der frühen Jahre. Er hat übrigens das Intro eines Liedes in den Oberarm tätowieren lassen, das Lied vom „Klarinettenzauber“. Für uns legte er ein paar alte Platten auf - frei nach dem Motto der einstigen SFB-Sendung mit Paul Kuhn: "Gestatten, alte Platten".


Wir trafen Stephan Wuthe bei einer kleinen Schellack-Stunde am Nachmittag im vornehmen Henri-Hotel in der Meinekestraße, im guten alten West-Berlin. Dieses Haus hat eine besondere Geschichte, Stichwort Hotel Bogota, die wir in einer anderen Sendung ausführlich erzählen.


In der Schluss-Etappe dieser Radioreise geht es nochmal in Berlins Mitte. Wir reisen mit Zoley zum Berliner Ensemble, zur Volksbühne, zum Friedrichstadt-Palast und Potsdamer Platz. Wir sprechen über die großen Namen von Alfred Braun bis Bertolt Brecht.



Wir schlendern durch das abendliche Berlin und freuen uns über die vielen restaurierten Häuser, zum Beispiel an den Hackeschen Höfe in der Spandauer Vorstadt.


Wir erinnern uns an die Zeiten, an denen dieser Bahnhof als Grenzbahnhof ein "Tränenpalast" war.


Wir erreichen einen Ort, an dem der Ost-West-Konflikt beinahe einen dritten Weltkrieg ausgelöst hätte.


Wir freuen uns immer wieder über die jetzt wieder strahlende Mitte Berlins.

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Wir kommen nach Spree-Athen zurück, denn wir haben noch einen Koffer in Berlin...


Auf ein Wiedersehen in Berlin!

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