VINO VIVA ITALIA - Weinreise vom Piemont bis nach Südtirol

Radioreise Podcast im Piemont Italien Wein

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit auf eine Tour unter dem Motto "Vino Viva Italia" – eine Weinreise vom Piemont bis nach Südtirol. Wir sind in klangvollen Orten, die einfach nach Genuss klingen, wie zum Beispiel Asti. Wir kosten feine Weine, die schon beim Namen auf der Zunge und später im Gaumen zergehen.


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Weintrauben Italien

Wir sind heute in einem wunderschönen Reiseland, welches Anfang 2020 eine sehr schwere Zeit hinter sich hatte. Diese Zeit lassen wir hinter uns und widmen uns nur dem Schönen in Bella Italia. Wir verbinden heute das, was Italien ausmacht: schöne Landschaften und gute Weine. Deswegen heißt es bei uns "Vino Viva Italia!"

Rivetti Massimo

Italien gehört zu den Ländern, die großflächig Wein anbauen und in die ganze Welt exportieren. Bereits im Römischen Reich war Italien als Weinbauregion bekannt. Schon damals lag die produzierte Menge bereits so hoch, dass Italien sogar die bis zu diesem Zeitpunkt als größte Weinbauern bekannten Griechen einholte. Italienische Weinbaugebiete erstrecken sich von Südtirol über Mittelitalien bis in die unterste Spitze Siziliens.


Diese Tour bewegt sich vor allem im Nordwesten Italiens, im Piemont, der flächenmäßig größten Region des italienischen Festlandes. Der Name Piemont stammt vom Lateinischen ad pedem montium und bedeutet am Fuß der Berge und genauso lässt sich diese Gegend auch am besten beschreiben.

Das Piemont ist eine der reichsten Gegenden Italiens. Hier profitiert man nicht nur von den großen Autobauern wie Fiat und Lancia, sondern von der Landwirtschaft. Neben Reis, Gemüse und Haselnüssen ist das Piemont vor allem für seinen Weinbau bekannt.


Im Spätsommer und Herbst, wenn der Massentourismus vorbei ist, kann man viele Winzer während der Weinernte besuchen und einiges über den Weinanbau in Italien lernen.


Das Piemont wird, wenn es um Wein geht, in vier Regionen aufgeteilt: Piemonte L‘Astigiano, Piemonte Le Langhe, Piemonte Il Monferrato und Piemonte Il Nord. Auf unserer Reise treffen wir Winzer aus Asti und den Städten der Langhe-Weinregion, Barolo und Barbaresco.


Das Piemont wird von den Alpen und dem nördlichen Apennin schützend umgeben. Es liegt nah der Schweiz und Frankreich, umgeben von Ligurien, der Lombardei und der Emilia-Romagna. Der große Wein-Konkurrent – die Toskana ist fast in Sichtweite.


Barolo ist und bleibt der große Rotwein Italiens, auch wenn ihm der Brunello di Montalcino inzwischen Konkurrenz macht. Ein Barolo ist immer ein kräftiger, säurebetonter, vielschichtiger Rotwein. Der Barolo passt wie der Barbaresco hervorragend zu kräftigem Fleisch. Benannt ist dieser trockene Rotwein nach der Gemeinde Barolo. Hier treffen wir die Winzerin Virna Borgogno. Sie betreibt ihre Weinkeller in dritter Generation.


An Tradition und Weinbaugeschichte nehmen sich Italiens Anbaugebiete nicht viel. Doch im Piemont waren es vor den Römern schon die ligurisch-keltischen Tauriner, die sich um die Weinfreunde der Antike bemühten. Besonderen Einfluss übten in der Moderne französische Winzer und Weinbau-Wissenschaftler. Deswegen wird die Region des Piemont auch als „italienischer Burgund“ bezeichnet.


Doch das Piemont braucht keinen Pinot Noir, um gute Weine zu machen, es gibt bereits den Barbera und auch den Nebbiolo. Darüber sprechen wir mit dem Winzer Davide Rivette aus der Gegend um Neve. Er arbeitet in fünfter Generation im Weinbau.


Die Gegend zwischen der Provinz Lombardei und Frankreich ist bekannt und berühmt für ihre Weine, ihren Käse und ihre Schokolade. Nirgendwo sonst in Italien wird im Herbst der weiße Trüffel so zelebriert wie im Piemont. Dann pilgern Feinschmecker aus aller Welt ins Piemont, um die begehrten Knollen auf dem Trüffelmarkt in Alba zu bestaunen und in den Restaurants zu genießen.

Aber auch ohne weiße Trüffel zählt die Küche zu den besten Italiens. Agnolotti – die kleinen gefüllten Teigtaschen, Tajarin – jene sonnenblumengelbe Pasta mit bis zu 32! Eigelb pro Kilogramm Mehl. Lassen wir uns den Mund von Mauro Carbone wässrig machen.


In der nächsten Etappe erreichen wir eine Stadt, die perlt bereits auf der Zunge: Asti! Da denkt jeder sofort an das Kultgetränk Asti Spumante. Doch die Gegend hat noch weitaus mehr Weine zu bieten als den süßen Schaumwein mit geringem Alkoholgehalt. Auch aus dieser Region ist der weiße Trüffel nicht wegzudenken, ebenso feinste Haselnüsse, Pilze und bester Käse. Pasta und Risotto sowie Rind- und Wildfleisch ergänzen die Küche.


In Asti treffen wir uns mit der Familie Rovero, deren Geschichte Ende des 19. Jahrhunderts begann. Auch die Familie von Alessandro Rovero setzt auf biologischen Landbau.


Die Landschaft rund um Asti ist von sanften Hügeln und Tälern mit ausgedehnten Weingärten geprägt. In diesen Naturlandschaften, die mindestens so romantisch wie die in der Toskana sind, liegen kleine Städtchen wie Canelli, Nizza Monferrato und San Damiano d’Asti. Ebenso finden sich hier kleine mittelalterliche Dörfer wie Moncalvo, Costigliole und Roccaverano. Längs des alten Frankenwegs sind Pfarreien und Abteien aus dem Mittelalter zu sehen. Die Altstadt von Asti zeugt hingegen mit ihren Denkmälern von ihrer Blütezeit als Freie Stadt im 11. bis 14. Jahrhundert.

Weltweit bekannt wurde Asti durch den Schaumwein Asti Spumante – erstmals wurde er Mitte des 19. Jahrhunderts hergestellt. Andere Weine dieser Region tragen wunderschöne Namen wie Moscato d’Asti oder der Barbera d’Asti.


Schon in vorchristlicher Zeit wurden hier Reben angebaut. Nicht ganz so weit zurück, doch immerhin ein paar Jahrhunderte zurück, reicht die Weinbautradition der Familie Allessandro Rovero.


Wir verlassen Asti und machen uns langsam auf den Weg nach Nordosten, halten jetzt nochmal in der Barbaresco-Region. Barbaresco ist wie Barolo eine Landschaft der kleinen Weingüter. Manche Güter haben weniger als einen Hektar Anbaufläche. Deswegen haben sich inzwischen einige dieser Kleinst-Winzer mit sehr guten Weinlagen in Kooperativen zusammengeschlossen. Die bekannteste und qualitativ bedeutendste Kooperative heißt Produttori di Barbaresco. Lange Zeit blieb der Barbaresco im Schatten des Barolos. Während die Rebflächen in Barolo zum großen Teil dem Adel gehörten, zum Beispiel dem Haus Savoyen, war das Nachbargebiet Bauernland. Erst Ende der 1960er Jahre wurde der Barbaresco richtig berühmt. Die Hügel der Weinregion sind sanfter und weniger hoch als in Barolo. Vielleicht auch deswegen ist der Wein oft geschmeidiger und in schwächeren Jahrgängen stabiler in der Qualität als der Barolo.


Unser letztes Weinglas im Piemont trinken wir gemeinsam mit dem Winzer Davide Rivette.


Nach dem Piemont geht es jetzt auf die Südtiroler Weinstraße. Das ist ein Zusammenschluss von vielen Gemeinden von Nals über Bozen bis nach Salurn. Wer durch Südtirol fährt, der sieht, wie die Winzer ihre Reben auf dem noch so kleinsten Hang anbauen. Jede kleine Ecke wird genutzt, mag sie noch so verwinkelt sein. Denn der größte Teil der Fläche von Südtirol liegt im alpinen Bereich – da wächst nichts. Deswegen sind die Täler mit ihren Hängen so wertvoll.


Wir halten an der Weinstraße in der Gemeinde Terlan. Hier führt uns Carla Mitterer durch die Weinberge.


Es gibt viele Aktionen entlang der Südtiroler Weinstraße wie zum Beispiel einen „Wine and Bike Day“. An diesem Tag wird die Weinstraße für Autos und Motorräder gesperrt – Radfahrer und Wanderer haben dann freie Bahn.


Ein weiteres Highlight ist „die Nacht der Keller“. Dann öffnen die Weingüter eine ganze Nacht lang ihre Türe und Tore.



Wir erleben in der Schluss-Etappe der Radioreise ein Weinfest am Abend, das in Terlan in mehreren Weinhöfen gefeiert wird. Zur zünftigen Hausmusik schenken die Gastgeber ihre beliebtesten Tropfen ein. Hier tummeln sich fast ausschließlich Einheimische.


Nicht wenigen fällt es schwer, über den Brenner zurück nach Norden zu fahren. Nicht selten ist das Wetter nördlich der Alpen nicht so warm wie auf der Südseite. Außerdem lässt man das italienische Lebensgefühl zurück. Deswegen können Sie gern Ihren Italien-Urlaub verlängern. Im Piemont haben wir eine Radioreise vorbereitet, in der wir sehr ausführlich Turin besuchen.
TURIN - ALPIN: Eine Reise vom Piemont nach Tirol

Eine andere Sendung bringt Sie von Turin bis an die Küste von Genua.
ITALIEN: Ligurien & Piemont

Wir empfehlen auch unsere Radioreise nach Bologna und Rimini.
Bologna - Rimini: Eine kulinarische Reise durch die Emilia-Romagna

Wenn Sie sich trauen, dann folgen Sie uns gern auf eine Mafia-Reise nach Sizilien.
REISELUST - Sizilien: Die Mafia-Reise

Wie wäre es mit dem Trentino?
Trentino: Die Brücke von Deutschland nach Italien

Südtirol haben wir in mehreren Radioreisen im Angebot, unter anderem mit einer Dolomitenreise.
REISELUST - Dolomiten

Bleiben Sie doch einfach länger in Südtirol, auch im Pustertal.
VAL PUSTERIA - Geschichten aus dem Pustertal

Auf ein Wiedersehen im schönen Italien!