NAMIBIA - Expedition in Südwestafrika

Bild: Dominik Mohr
In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Namibia. Freuen Sie sich auf viele kleine Geschichten aus einem Land in der Ferne. Diese haben wir heute wieder unserem Fotografen, Dominik Mohr, zu verdanken. Der Weltenbummler begleitet uns heute in den Südwesten Afrika.



Bild: Dominik Mohr
Der Name des Landes leitet sich von der Wüste Namib ab. Sie bedeckt den gesamten Küstenstreifen und reicht bis an die Atlantikküste heran. Sie ist eine der trockensten Wüsten der Welt. Die Wüste lässt wenig Lebensraum für die knapp 2,8 Millionen Einwohner. Daher ist Namibia nach der Mongolei der am dünnsten besiedelte unabhängige Staat der Erde.
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Mitten in dieser trockenen Weite ist auf einer der ewig langen geraden Straßen Eduard Coblijn mit dem Rad unterwegs. Er hat sich auf den Weg gemacht die Welt mit dem Fahrrad zu erkunden. Wir haben ihn einige Kilometer mitgenommen. Eine kleinere Ausnahme wie er uns später noch bestätigt.

Er erzählt uns im Radioreise-Interview, wie er auf die Idee kam, einmal quer durch Afrika zu fahren. Er spricht darüber, was er als Ausrüstung dabei hat und wie das Radeln die Welt verändert.
Bild: Dominik Mohr

Noch mehr als 7.000 Kilometer anstrengende Straßen in Afrika liegen vor Eduard. Er braucht viel Kraft und Leidenschaft. Wir wünschen ihm eine gute Reise und überholen ihn auf dem Weg nach Walvis Bay. Wir überholen ihn mit unserem Auto – voller Respekt….

Bild: Dominik Mohr

Wir verlassen für ein paar Stunden die heiße Wüstenstraße und schippern auf den kühlen Atlantik.
Bild: Dominik Mohr
Mit einem kleinen Boot fährt uns die Skipperin Cristal zu den Robben vor der Küste von Walvis Bay und Swakopmund. Das Boot schippert einige Minuten in die Bucht hinaus und obwohl die Nebelsuppe über der Küste hing fand ein Pelikan das Boot und setze zur Landung auf dem Dach an – immerhin beim dritten Versuch. Crystal warf ihm einen kleinen Fisch in den Schnabel und begann zu erzählen.
Bild: Dominik Mohr
Walvis und Swakopmund sind zwei Städte an der Küste von Namibia. Walvis Bay Bay wird auf Deutsch übersetzt Walfischbucht genannt. Der Ort wurde von den Briten als Naturhafen genutzt. Dagegen wurde Swakopmund von den Deutschen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Denn Lüderitz, der andere Seehafen der Deutschen, lag einfach zu weit weg von der Hauptstadt. Schon damals waren hier Robbenkolonien zu Hause.

Bild: Dominik Mohr
Später sprang Daniel aus dem Wasser ins Boot und stahl dem Pelikan die weitere Show. Daniel war nicht die einzige Robbe sein, die wir sahen. Denn auf den Sandbänken vor der Küste von Namibia tummeln sich tausende Robben.
Bild: Dominik Mohr
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Namibia ist das Reiseland der Kontraste und der klaren Farben. Die ehemalige deutsche Kolonie im Südwesten des schwarzen Kontinents ist ein karges, rauhes Land mit endlosen Savannen und Buschland und mit einer außergewöhnlich artenreichen Tiervielfalt, zum Beispiel im Etosha National Park, den größten Sanddünen der Welt. Auch der zweitgrößte Canyon der Welt, der Fish River Canyon zieht Touristen aus aller Welt an. Die Schluchten des Canyon fallen bis zu 500 Meter in die Tiefe. Die Kultur des Himba Volkes im Kaokoveld oder das Farbenspiel der vier Wüsten ziehen die Touristen in ihren Bann.
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Wir erkunden einen kleinen Teil der Hauptstadt Windhoek und besuchen den Markt von Katatura - Katatura ist ein ärmeres Viertel von Windhoek. Hier treffen wir Timo. Er ist Reiseleiter und Farmer zugleich. Sein Deutsch hatte er von seinem Sohn gelernt - der hat es wiederrum in der Schule gelernt. Folgen Sie uns im Radioreise-Podcast auf diesen trubeligen Markt, den wir hier ein wenig bebildern.
Bild: Dominik Mohr
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In Südwest-Afrika hören die Deutschen besonders interessiert der Geschichte zu, leider auch beschämt. Auch wenn es schon mehr als 100 Jahre her ist, entbrennt immer wieder ein Streit über den Völkermord an den Herero und Nama in den Jahren 1904 bis 1908. Unser guide Timo erinnert im Radioreise-Gespräch daran.
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Wer nach Namibia reist, landet auf dem Internationalen Flughafen in Windhoek. Auf dem Weg in die Stadt fährt man durch Klein-Windhoek, das erste Siedlungsgebiet der Kolonialherren. Heute ist es immer noch das betuchtere Viertel in der Hauptstadt. Auf der anderen Seite liegen die Townships und die ärmeren Stadtteile. In der Mitte das Stadtzentrum von Windhoek. Die Geschichte hier wird nicht versteckt, ist aber auch nicht in vollem Umfang sichtbar:
Die alte Festung, das Unabhängigkeitsmuseum und die Evangelisch Lutherische Christuskirche, befinden sich nah am Parlament.

Bild: Dominik Mohr

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Für Namibia endete die Kolonialzeit erst Ende des 20. Jahrhudnerts Als letztes Land auf dem Kontinent wurde das ehemalige "Deutsch-Südwest", seit Ende des Ersten Weltkriegs unter südafrikanischer Herrschaft, ein selbstständiger Staat.

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Nambia ist ein Land, dass längst noch nicht so touristisch erschlossen ist wie das benachbarte Südafrika – dabei ist es eine gute Alternative. Denn viele Touristen schwärmen vom Krüger-Nationalpark in Südafrika, doch gibt es immer wieder Pechvögel, die tagelang kaum Tiere sehen.
Im Etosha im Norden Namibias kann Ihnen das nicht passieren, denn die Zäune sind sehr weit und die Dichte an Tieren sehr hoch. Antilopen, Zebras und Giraffen sind hier zu Hause, wie auch Elefanten, Schakale und Nashörner. Und auch Löwen wird man vergleichsweise häufig sehen.
Bild: Dominik Mohr
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Außerdem steht auf dem Pflicht-Programm der meisten Namibia-Urlauber der Namib Naukluft Park als Teil der Wüste Namib. Dort befindet sich eine Tonpfanne, die nur alle paar Jahre mit Wasser gespeist wird. Der Fluss endet einfach so zwischen den Dünen. Ganz in der Nähe dort liegt das Dead Vlei mit seinen weltberühmten abgestorbenen Akazien in der trockenen Ton-Pfanne.
Bild: Dominik Mohr
In der Abendsonne glänzen sie magisch wie Skelette in der trockenen Tonpfanne..
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Wir kehren in der Radioreise zurück in den Staddteil Katatura von Windhoek. Timo, unser Guide, ist hier aufgewachsen. Heute ist er das Multitalent der Familie und sorgt für alle mit. Das wir ihn bei sich zu Hause besuchen können ist eine große Ehre. Im Hinterhof seines Hauses erzählt uns Timo die Geschichte von Katatura.
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20 Menschen wohnen hier in einem kleinen Haus....
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Auf unserer Namibia-Reise treffen wir Martin Luther. Nicht der Reformator, sondern einen im Jahr 1896 in Halberstadt entdeckten Martin Luther: Die Dampflokomotive mit dem Namen „Martin Luther“.
Bild: Dominik Mohr
Die Dampflokomobile „Martin Luther“ ist ein Industriedenkmal an der Nationalstraße B 2 nahe Swakopmund. Im Jahr 1896 ließ Edmund Trost, ein Oberstleutnant der deutschen Schutztruppe, die von einer Maschinenfabrik in Halbestadt gefertigte Lokomotive über den Hafen von Walvis Bay nach Deutsch-Südwestafrika bringen. Er wollte damit den Materialtransport für den Bau einer Eisenbahnstrecke durch die Wüste beschleunigen. Denn bis dato gelang dies nur mühsam mit Ochsenkarren. Wegen des hohen Gewichtes versank die Dampflokomobile auf ihrem Weg vom Hafen zum geplanten Einsatzort regelmäßig im Wüstensand und musste durch lange Ausgrabung erst wieder einsatzbereit gemacht werden. Die ganze Geschichte erzählt uns in der Radioreise Odette. Sie ist die Herrin des restaurierten Martin Luther.
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Swakopmund ist Namibias beliebtester Ferienort. Und das nicht allein für Touristen aus dem Ausland – auch die Menschen aus Namibia entspannen gerne hier an der Küste. Das Klima ist angenehm: Denn vor der Küste fließt der Benguela-Strom aus der Antarktis, durch den sich ein kühler Morgennebel über der Stadt bildet. Auch der Fluss Swakop, der hier ins Meer mündet, macht die Stadt so beliebt, weil unter dem Flussbett unterirdisches Wasser fließt und deswegen hier viel angebaut werden kann. Auch deswegen begannen auch hier die ersten Siedler ihre Lager aufzuschlagen.
Bild: Dominik Mohr
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Wir schauen uns mal abseits der schönen Strand-Promenade im Township um. Denn im Mondesa Township wohnen etwa 70 Prozent der gesamten Bevölkerung von Swakopmund.
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Unterwegs treffen wir die Gruppe „Vocal Galore“, die uns auch in der Radioreise begleitet hat. Das Besondere in ihrer Musik sind die Klicklaute in den Liedern, wie wir im Podcast hören und uns erklären lassen.
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In der Schlussetappe der Radioreise widmen wir uns dem Genuß, dem Wein aus Namibia. In puncto Rebensaft ist Namibia allerdings ein Entwicklungsland. Ende des 19. Jahrhunderts begannen zwar die ersten katholischen Priester mit dem Weinanbau in Teilen von Klein Windhoek. Doch Jahrzehnte später wurde der Weinbau eingestellt, er begann erst wieder im Jahr 1990. Namibia zählt heute wegen der extremen klimatischen Bedingungen zu den kleinsten Weinbaugebieten der Erde. Wir besuchen in der Radioreise eines der wenigen Weingüter, das "Kristall", durch das uns Matthew führt.
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Die Weintour lassen wir mit einem gepflegten Glas an der Bar des Hansa-Hotels ausklingen. Das Haust ist eine Legende in Nambia.
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Das Hotel wurde im Jahr 1905 vom Friseurmeister Paul Miersch gegründet, der über seinem Laden noch ein paar Zimmer extra zu vermieten hatte. Mitte der 50-iger Jahre wurde das Hotel von der Familie Rummel übernommen, renoviert und ausgebaut. Zehn Jahre später kam Reinhold Merten als Koch mit ins Team und prägte für mehr als 40 Jahre die Kulinarik des Hauses. Als Hausältester wohnt er noch heute im Hotel – wir trafen ihn am Kamin der Hausbar
Bild: Dominik Mohr

Bei einem Glas Wein lassen wir noch einmal unsere Reise Revue passieren. Afrika ist für uns noch ein weitgehend unentdeckter Kontinent – aber wir waren schon in Kenia und Tansania:

Exotisches Afrika: Von Kenia nach Sansibar

Wir jaben uns aus Südafrika eine spannende Auswanderer-Geschichte erzählen lassen:

Auswanderer von Aruba bis Südafrika

Die nordafrikanischen Länder Ägypten und Marokko haben wir bereits mehrfach besucht:

ÄGYPTEN - Sharm El Sheikh: Rotes Meer und heiße Wüste

Ägypten: El Gouna

Unseren Weltreisenden Dominik können Sie nach Südamerika auf zwei tollen Reisen begleiten:

SÜDAMERIKA: Von Patagonien über La Paz bis nach Santiago de Chile

ARGENTINIEN - Die Besteigung des Aconcagua

Spannend ist auch sein Aufstieg auf den höchsten Berg Europas, den Elbruss in Russland:

KAUKASUS - Die Besteigung des ELBRUS

Wir sind sicher, dass er uns bald wieder einmal mit neuen Reisegeschichten versorgt. Derweil können Sie ja seinem Schatten folgen:

http://www.followtheshadow.de/

Auf ein Wiedersehen in Namibia!

Bild: Pixabay