DUBLIN - Pubs & Whiskey: Irish Feeling

Entdecken Sie Dublin mit dem Radioreise Podcast
Bild: Pixabay

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Dublin. Neben dem klassischen Rundgang erleben wir die irische Hauptstadst kulturell, kulinarisch und hochprozentig.




Dublin ist eine sehr lebendige Hauptstadt, dabei recht überschaubar groß. Sie ist freundlich wie die irische Kneipe um die Ecke. Katie Murray Hayden führt uns in dieser Sendung durch ihre Stadt und erzählt dabei viel über die irische Geschichte. Wir lassen längst verstorbene Prominente sprechen und erfahren mehr über das Land, dass bei uns oft nur mit den beiden Synonymen Kleeblatt und Guiness-Bier verbunden wird.


Die erste Station der Radioreise ist das Trinity College Dublin. Die renommierteste Universität des Landes wurde 1592 nach dem Vorbild der Universitäten Oxford und Cambridge gegründet. Der im Herzen der Stadt im Stadtzentrum gelegene historische Campus gilt als einer der schönsten der Welt. Die Touristen wollen besonders die alte Bibliothek und das Book of Kells, das berühmteste mittelalterliche Manuskript der Welt, sehen.


Auf unserem Rundgang lassen wir immer wieder Statuen sprechen, so auch vor dem Colledge. Hier erfahren wir mehr über die Geschichte des Mathematikers und Theologen George Salmon. Er betrat die Uni zu Lebzeiten erstmals 1833 als 14-jähriger Student, bevor er 1888 schließlich zum Direktor ernannt wurde. Wie auch das Book of Kells gehört diese imposante Statue inzwischen fest zum Bild des Trinity College. Der Gelehrte erwacht durch den Text und die Stimme des irischen Radio- und Fernsehmoderatoren Joe Duffy zum Leben. Dank Dublins Talking Statues können sich zehn der berühmtesten Dubliner Statuen zu Wort melden. In der Radioreise lassen wir sie sprechen. Der Dramatiker und Lyriker Oscar Wilde ist eine der schillerndsten Künstler Dublins gewesen. Der 1854 geborene Autor verbrachte seine Kindheit in einem Haus direkt gegenüber seiner heutigen Statue am Merrion Squar. Schauspieler Andrew Scott lässt diese Statue sprechen.


Auf unserem Stadtrundgang erreichen wir das General Post Office, das Hauptpostamt der Stadt. Dies wäre an sich keine Randnotiz wert. Doch das Gebäude ist als das Hauptquartier des Osteraufstandes des Jahres 1916 in die Geschichte eingegangen. Am Ostermontag dieses Jahres stürmten Mitglieder der Irish Volunteers Force und der Irish Citizen Army die Post und besetzten sie - ebenso weitere offizielle Gebäude der Stadt. Sie proklamieren die Republik Irland, erlagen jedoch später der britischen Repression.


Das von dem irischen Architekten Francis Johnston entworfene Gebäude wurde bei diesem Aufstand stark beschädigt. Eine Statue von Cuchulainn, dem berühmtesten Helden der irischen Mythologie, erinnert vor dem Postgebäude an den Aufstand. Allein schon die nostalgisch anmutende Inneneinrichtung der Post ist einen Besuch wert.



Dublin war rund 200 Jahre das Herz der irischen Whiskey-Produktion. In der so genannten goldenen Zeit des irischen Whiskeys im 19. Jahrhundert waren die Destillerien im Südwesten der Stadt die wichtigsten Brennereien des Landes und die bedeutestendsten der Welt. Im Jahre 1782 eröffnete Walter Teeling die erste eigene Destillerie der Familie Teeling.


Das goldene Zeitalter ging jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ende, wie unser guide Nil uns im Radioreise-Rundgang erzählt. Grund war unter anderem der Handelsboykott durch England und der Exporteinbruch in die USA. Beginn der 1970er Jahre musste schließlich die letzte Whiskeydestillerie in Dublin schließen. Doch nun wird wieder Whiskey am traditionsreichen Ort, in den Liberties, hergestellt. Seit dem Jahr 2015 fließt das Hochprozentige durch die Pot Stills.


Die Destillerie bietet mehrere Standardabfüllungen an. Dies ist zum Beispiel der "Small Batch", ein sechs Jahre alter Whiskey, der in Rumfässern reift. Der "Single Grain" wurde für etwa fünf bis sechs Jahre in kalifornischen Rotweinfässern gereift. Der hauseigene "Single Malt" ist ebenfalls etwa sechs Jahre alt und reifte in fünf verschiedenen Wein- und Starkweinfässern.



Wie uns Nile erzählt, wird das Malz und das Getreide von irischen Landwirten gekauft. Das traditionelle Rezept besteht aus einer Mischung aus 50 Prozent Malz und 50 Prozent Getreide, das Teeling für ihre "Small Batch" Abfüllungen verwendet. Der "Single Malt" wird aus 100 Prozent gemälzter Gerste hergestellt. Ihr "Single Grain" Whiskey besteht aus 100 Prozent ungemälzter Gerste und einer Mischung aus Irish Barley und Corn aus Süd-Frankreich. Nach viel hochprozentiger Theorie bleibt nur ein tiefer Schluck...


Es gibt ein dunkles Getränk, das ist in Dublin einfach Kult, das berühmte Guinness! Der „Black Stuff“ nahm seinen Anfang am St. James’s Gate im Herzen von Dublin. Mitte des 16.Jahrhunderts unterschrieb ein geschäftstüchtiger Bierbrauer namens Arthur Guinness einen 9.000 Jahre laufenden Mietvertrag für die Brauerei für eine Jahresmiete von 45 Pfund. Die Investition hat sich längst rentiert…….Wer mag, kann in die Geschichte des Guiness-Bier noch intensiver im Storehouse kennenlernen. Und wer hungrig ist, kann eine kulinarische Tour starten, auf dem Irish Food Trail.Uns hat die charmante Grainnee begleitet.


Auf dieser Tour haben wir unter anderem gelernt, wie man Irish Coffee hergestellt.


Wer nach Dublin zum Feiern kommt, ist sicher im Stadtteil Temple Bar am besten aufgehoben. In dem Flanier- und Künstlerviertel reihen sich die Pubs aneinander. Straßenkünstler und Musiker sorgen für Unterhaltung. Allerdings ist dieser Bezirk, wie unser guide Katie betont, sehr touristisch. Die Einheimischen feiern an anderen Orten. Wo? In der Radioreise sagen wir es Ihnen.



Katie erzählt uns, dass in den 1960er Jahren geplant war, diesen Bezirk abzureißen. An diesem Ort sollte ein Busbahnhof gebaut werden. Massiver Protest verhinderte schließlich dieses Vorhaben. In den 1980er Jahren entdeckten Künstler das heutige Szeneviertel für sich und erweckten die Gassen zu neuem Leben.



Dublin zieht die Touristen auch wegen der Musik an. Schließlich ist die Musik aus der irischen Hauptstadt in der ganzen Welt eine Legendem, ob Thin Lizzy oder U2. Später kamen die süßen Jungs, die ihre kreischenden Anhängerinnen stets bei sich haben: Boyzone oder Westlife.


Die Stadt hat auch etwas für jene, die einmal Händels „Messias“ am Uraufführungsort erleben wollen. Vor allem ist Dublin ein idealer Ort zum Feiern in den Pubs – ein paar Vorschläge dazu
gibt unser guide Katie.


Dublin kann auch grün: Einer der beliebtesten Parks ist die versteckte Ruheoase "Iveagh Gardens", beliebt für ein Picknick. Wir besuchen im Radioreise-Rundgang einen Park, der vor ein paar Jahrhunderten ein Ort für öffentliche Hinrichtungen, St. Stephen´s Green.




Durch seine Lage am Wasser hat Dublin einen hohen Freizeitwert. Auf dem Liffey-Fluss finden regelmäßig Regattas statt, manchmal auch zwischen den Hochschulen des Landes, erzählt uns Katie. Der Weg am Fluss ist außerdem eine beliebte Joggingstrecke der Dubliner.



Die Bucht von Dublin ist nur ein paar Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und im Sommer ein beliebter Ausflugsort für die Dubliner. Bei Wassertemperaturen von maximal 15 Grad gehen die Iren vergnügt ins kühle Nass. Katie berichtet uns vom traditionellen Weihnachtsschwimmen, dass auch sie nicht abschreckt, in die Fluten zu springen. Ohnehin tragen die Iren - wie auch die Briten - sehr gern shorts, wenn das Termometer den zweistelligen Plusbereich erreicht.
Bild: Pixabay

Für Touristen ist das Angebot, die Stadt kennenzulernen, riesig: Die „Hop on hop off“-Busse fahren regelmäßig durch das Zentrum. Die Stadtführung gibt es im Kopfhörer in verschiedenen Sprachen.


Bei der Tour "The Musical Pub Crawl" ziehen zwei Musiker mit Gästen durch drei authentische Pubs und spielen irische Musik. Das ist auch ideal für Alleinreisende, die gern mit anderen einen Abend in den Pubs verbringen möchten. Wir tauchen in der Radioreise ein ins irische Leben. Der junge Daclan bringt zunächst in einen urigen Pub mit Live-Musik...


...dann holt Daclan seine lange Pfeife heraus...


...schließlich legt der junge Ire exclusiv für die Radioreise eine heiße Tanznummer hin...


...wir hatten viel Spaß an diesem Abend im Pub...


Nicht einmal zwölf Stunden hatten wir an diesem Tag in Dublin - für all diese Erlebnisse. Dublin eignet sich ideal für einen Citykurztrip. Allerdings empfehlen wir mindestens ein verlängertes Wochenende.


Dublin ist kleiner und gemütlicher als London, aber genauso aufregend. Dublin ist die Stadt der düsteren Poeten und der vielen hellen irischen Orte...


Die netten Iren, die wir an diesem Tag getroffen haben, bleiben uns noch lange im Gedächtnis...


Von Dublin aus können Sie mit uns gern weiter nach Belfast in Nordirland fahren. Dort beginnt eine Radioreise, in der es über die Shannon-Region bis nach London geht.

Radioreise Belfast - London

Außerdem bieten wir Ihnen eine ganze Radioreise entlang des Ring of Kerry.

Radioreise Irland: Kerry

Auf ein Wiedersehen in Dublin!