INDIEN - Der unglaubliche Subkontinent

Indischer Elefant in Indien
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In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Indien. Freuen Sie sich das siebtgrößte Land dieser Erde, dass in uns Fantasien weckt: Geschmückte Elefanten, jahrhundertealte Tempel, Trubel in den Gassen. Den Sound Indiens hören Sie in unserem Podcast und dazu



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Wir werden ein Land mit vielen Kontrasten kennenlernen, mit vielen Gegensätzen zwischen Arm und Reich. Wir werden die Ruhe des Tempels einwirken lassen und uns im lauten Verkehr der Metropolen bewegen. 1,3 Milliarden Menschen leben in diesem Riesenland, dass so groß wie ein eigener Kontinent ist.
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Unsere Indien-Reise beginnt in Delhi. Die einen sagen, diese Metropole im Norden des Landes ist ein Molloch – die anderen finden Delhi faszinierend. Die Stadt spiegelt Indien mit all seinen Gegensätzen wider. Es sind die prunkvollen Paläste und Burgen, mit Hotels in Palästen oder alten Handelshäusern. Und gleichzeitig ist es die Armut: Bettler, Dreck und Chaos auf den Straßen.

Aus dem Bus heraus gibt uns unser guide Akkash einen ersten Eindruck. Akkash bedeutet im Hinduismus „Himmel“.





Der Verkehr in Indien ist für uns Europäer ein Rätsel: Dort wo bei uns drei Fahrstreifen sind, haben in Indien locker fünf Autos oder Tuk-Tuks Platz. Es wird links und rechts überholt und das, so scheint es, ist Millimeterarbeit. Es heißt ja, dass man in Indien beim Autofahren vier Dinge benötigt: eine laute Hupe, gute Bremsen, Geduld und Glück.
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Indien ist eine große Demokratie mit großen Schönheitsfehlern. Die Religionsfreiheit ist garantiert – und trotzdem bestimmen so genannte Kasten das Land. Die mit Abstand größte Religionsgruppe sind die Hindus, gefolgt von den Musliman, Christen und den historisch aus Indien stammenden Sikhs, Buddhisten und Jaina.


Indien spaltet die Geister: Manche Urlauber kommen völlig infiziert zurück. Sie wollen das Land immer wieder bereisen, sind fasziniert von den freundlichen Menschen und der Vielfalt dieses Landes. Andere sind schockiert von den sozialen Gegensätzen.


Auch landschaftlich ist Indien ein Land der Extreme: Im Norden beeindruckt die über 7.000 Meter hohe Gebirgskette des Himalaya. Der höchste Berg auf indischer Seite ist der Nanda Devi mit 7.817 Metern. Dahinter liegen die kühlen Berge Darjeelings, bekannt durch den Tee. Im Süden Indiens befinden sich tropische, fruchtbare Küstenstreifen mit großen Naturschutzgebieten.


Immer wieder fahren wir an Reisfeldnern entlang, wie diese durch den Monsun getränkten Felder bei Rajgir.


Verstreut im ganzen Land finden sich prächtige Tempel, Höhlenkloster, Moscheen und Paläste. Sie zeugen davon, dass Indien ein Schmelztiegel der Religionen ist. Wir besuchen in der Radioreise die Ajanta-Höhlen im Bundesstaat Maharashtra. Sie zählen neben den Höhlen von Ellora zu den meistbesuchten Kulturstätten Indiens.



Die buddhistischen Höhlenmalereien gelten heute als der Louvre von Zentral-Indien.



Schon vor mehr als 2.000 Jahren lebten in den Ajanta-Höhlen buddhistische Mönche.


Indien ist ein echtes Abenteuer und birgt für Urlauber viele Überraschungen. Sie sind überrascht von Bussen ohne Bremsen, von Kühen auf der Autobahn, von unbeleuchteten Rollfeldern auf Flughäfen. Mitunter sind Frauen überrascht, wie anzüglich sie von jungen Männern angesprochen werden. Aus

Unser indisches Abenteuer führt uns nach Gaya, ein Pilgerort der Hindus. Sie glauben daran, dass durch das Opfern von Pindas, das sind Beerdigungs-Kuchen, ihre Vorfahren von der Knechtschaft der Erde befreit werden. Dau gehört aber auch ein langer Rundweg um die Stadt mit all seinem heiligen Plätzen.
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Sehenswert ist zudem die Stadt Nalanda: Hier befand sich die größte buddhistische Universität, die im 5. Jahrhundert gegründet wurde. 10.000 Studenten studierten hier und und rund 1.000 Professoren lehrten. Zu der Uni zählten 9-stöckige Bauten, sechs Tempel und sieben Klöster. Die Bibliothek soll 9 Millionen Bücher umfasst haben. Sie war damit zugleich das größte Lehrzentrum der antiken Welt überhaupt.


Ein Muss auf unserer Indien-Reise ist der Mahabodhi-Tempel in Bodhgaya. Er wurde im zweiten Jahrhundert nach Christus errichtet. Dieser Tempel soll der Ort sein, an dem Buddha erwachte. Es heißt: Buddha fand bei Vollmond unter dem Baum in Bodhgaya zur Erleuchtung.


85 Sandstein-Buddhas aus dem 1. Jahrhundert wurden am außen liegenden Fries eingearbeitet.


Im Inneren befindet sich eine vergoldete Statue des meditierenden Buddhas. Während der Raubzüge und Zerstörungen unter dem bengalischen König im 7. Jahrhundert wurde der antike Tempel fast vollständig zerstört. Später wurde der neue Teil des Tempels aus Granit wieder errichtet und ein neuer Mahaboghi-Baum gepflanzt. Inzwischen steht die Anlage unter Unesco Welterbe.



Yoga und Meditation in Indien ziehen seit Jahrtausenden Besucher aus der ganzen Welt an. Bereits die alten Griechen sollen verschiedene Techniken auf Ihren Reisen zu dem Subkontinent erlernt haben.


Es wird sogar behauptet, dass Jesus Christus ein paar Jahre durch Indien gereist sei. Auch waschechte Rock- und Popstars reisten in die Ashrams und Schulen am Ganges. So besuchten die Beatles am Zenit ihrer Karriere ihren spirituellen Führer.
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Yoga wird in Indien in speziellen Anlagen, so genannten Retreats, praktiziert. Dabei geht es je nach Schule mal strenger und mal lockerer zu. Wobei ein frühes Aufstehen zwischen 3 und 4 Uhr morgens häufig zur disziplinierten Routine gehört. Tagsüber werden Meditations- und Atemtechniken sowie die Yogaposen, sogenannte Asanas trainiert. Auch die Philosophien des jeweiligen Gurus werden vermittelt.
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Yoga am Strand hat seinen besonderen Reiz, nebenbei kann man seinen Luxuskörper stählen...
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Es gibt auch besondere Meditationskurse, zum Beispiel "zehn Tage Schweigen". Dabei beschäftigen sich die Schüler intensiv mit sich selbst. Es ist für viele Menschen eine lebensverändernde Erfahrung.
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Höhepunkt unserer Reise ist Varanasi, Indiens heiligste Stadt für Hindus. Varanasi ist eine Stadt des Todes. Jeder echte Gläubige kommt hierher, um auf den Tod zu warten, denn als Lohn winkt später die Unsterblichkeit.
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Der Weltreisende Mark Twain war natürlich auch in Varanasi – und sagte hinterher: Varanasi sei „älter als die Geschichte, älter als die Tradition, älter als die Legende selbst.“
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Die Stadt besteht seit mehr als 2.500 Jahren. Seitdem pilgern gläubige Hindus hierher, weil hier laut Legende die Stadt Shivas gewesen sein soll - eine der hinduistischen Hauptgottheiten. Das heilige Ritual sieht so aus: Ein Leichnam wird verbrannt und seine Asche anschließend in den Ganges verstreut. Der größte Fluss Indiens ist ein heiliger Fluss für die Hindus.
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Zehntausende Pilger kommen jeden Tag in diese Stadt, viele von ihnen sind schon schwer krank,  sogar sterbenskrank. Auch Angehörige von Verstorbenen, die die Asche einer geliebten Person in den Ganges streuen wollen, reisen in Strömen an. Die Menschenmassen stehen in dem braunen, dreckigen Wasser des Flusses, an eine der mehr als 80 Treppen aus Stein.


Die Feuer in Varanasi brennen Tag und Nacht, doch es ist nicht etwa ein Ort des Schreckens, sondern des Friedens: Für die Hindus bedeutet das Ritual gleichsam Zerstörung und Neuerschaffung. Ein indisches Sprichwort sagt: "Das Leben ist wie eine Brücke: Gehe hinüber, aber baue kein Haus darauf.
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Wir sind schon fast am Ende dieser Radioreise - aber Sie können gern auf der vorgelagerten Insel Sri Lanka verlängern:
Sri Lanka – Die Perle im Indischen Ozean

...oder entdecken Sie das geheimnisvolle Myanmar in gleich zwei Radioreisen:
MYANMAR - Das Abenteuer Asien: Von Bagan zum Inle-See
MYANMAR Abenteuer Asien: Vom Inle-See nach Yangoon

Wie wäre es mit Thailand?
THAILAND - Sport und Wellness vor tropischer Kulisse

....oder doch lieber Kambodscha?
Kambodscha - Eine Reise in ein versunkenes Tempel-Reich

Sehr gern bringen wir Sie auch nach Vietnam:
VIETNAM - Von der Halongbucht bis Saigong

Auf ein Wiedersehen in Indien!

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