SÜDAMERIKA: Von Patagonien über La Paz bis nach Santiago de Chile

SÜDAMERIKA: Von Patagonien über La Paz bis nach Santiago de Chile


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Südamerika auf eine Reise von Argentinien über Bolivien nach Chile.

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Freuen Sie sich auf eine eine außergewöhnliche Fernreise, auf der wir gedanklich Dominik Mohr begleiten. Der Reiseblogger ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger, hat für uns schon den Elbrus im Kaukasus in Russland bezwungen und ist auf den Aconcagua in Argentinien gestiegen. In dieser Sendung bringt er uns zu einem absoluten Traumziel, nach Patagonien.

Bild: Pixabay
Patagonien liegt ganz im Süden von Südamerika und zieht sich über einen Großteil entlang der Südspitze, wird dabei von den Anden durchzogen. Ein Teil Patagoniens gehört zu Argentinien. Das sind trockene Steppen, Graslandschaften und Wüsten, im chilenischen Teil befinden sich Seen, Gletscherfjorde und Regenwälder.


Unsere Reise beginnt am fast südlichsten Zipfel von Südamerika in El Chaltén. Dieser kleine Ort liegt an der Grenze zwischen Argentinien und Chile. Hier treffen wir Georges und Valeria, beide arbeiten als Ranger im Nationalpark Los Glaciares. Vom Fenster ihres Büros sehen wir schon den Berg Fitz Roy, er ist ein Wahrzeichen dieser Landschaft.


Das wilde Land Patagonien lockt seit Jahrhunderten Abenteurer, Entdecker und Schriftsteller. Die, die Patagonien selbst bereist hatten und dort ihre Romanhelden spielen ließen, waren Namen wie Edgar Allan Poe. Sie beschrieben Patagonien als das Land der schwarzen Nebel und Wirbelwinde am Ende der bewohnten Welt. In Herman Melvilles Roman "Moby Dick" steht Patagonien für das Ungeheuerliche und verhängnisvoll Verführerische. Er schrieb von "un-nennbaren und un-entrinnbaren Gefahren, die dort lauern, dazu noch die tausend Wunder, die Patagonien für Auge und Ohr bereithält".
Bild: Pixabay

Neben den Steppe, den glasklaren Seen und den Gletschern beeindruckt Patagonien auch durch seine Tierwelt. Auf Feuerland und anderen Inseln lebt zum Beispiel der Abatross oder der Anden-Kondor.Uns ist der Specht vor die Linse gerutscht.

Urwüchsige Landschaften in den Nationalparks machen Patagonien so spannend für Wanderer. Sie alle sind beeindruckt von den Ausblicken auf die mächtigen Gletscher wie etwa den imposanten Perito Morenor.Wie schrieb ein Schriftsteller: Patagonien ist das Land, wo das Nirgendwo auch ein Ort ist.


In Patagonien befinden sich zwei bekannte Nationalparks: In Chile ist es der Park „Torres del Paine“ und auf der argentinischen Seite der Nationalpark "Los Glaciares", bekannt für seine gewaltigen Gletscher, die quasi ins Meer hineinstürzen. Inzwischen ist der Park wegen der spektakulären Natur auch Weltnatur-Erbe.


Hier können Sie tagelang wandern und werden sicher schnell hungrig. Dies ist ideal, um das argentinische Steak zu probieren. Darüber sprach die Radioreise mit Rodriques. Er ist in zweiter Generation der Chef eines Restaurants in El Chaltén.Wir sprachen mit ihm über sein Haus am anderen Ende der Welt, über sein Leben in dieser Welt, die im Winterhalbjahr der Südhalbkugel eine verlassene Welt ist.


Viel akustische Eindrücke und viele Fotos dieser Reise haben wir Dominik Mohr zu verdanken. Er ist Blogger und schreibt unter anderem für https://www.reisedepeschen.de/

Bild: Dominik Mohr / facebook

Dominik bringt uns heute durch Südamerika. Mit einigen Tränen in den Augen verlassen wir das wunderschöne Patagonien und fliegen in die vermeintliche Hauptstadt Boliviens, nach La Paz.


Sie ist genau genommen lediglich Regierungssitz, aber eben die Metropole. Das Zentrum besteht aus den üblichen Hochhäusern, aus Leuchtreklamen, großen Brücken über breite Straßen und ein sehr geschäftiges Treiben.


Sehenswert ist die Kirche San Francisco. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts gebaut. Sie sollten unbedingt die große Markthalle besuchen sowie den großen offenen Markt, den sogenannten „Hexenmarkt“, hier wird auch mit rituellen Waren gehandelt.


Obwohl sich die Stadt in einem Tal-Kessel befindet, liegt sie sehr hoch, auf gut 3.500 Meter im oberen Teil. Touristen spüren die dünne Luft sehr schnell. Das merken wir auch bei unserem Stadtrundgang.

Bild: Pixabay
La Paz liegt in einem engen Tal. Die meisten Straßen führen deshalb steil die Hänge hoch. Gerade am Anfang ist es für die meisten Touristen sehr anstrengend, zu Fuß unterwegs zu sein. Von den Einheimischen bekommen die Urlauber gern eine gewisse Medizin gegen die Höhe: Kokablätter. Sie werden zu einem Tee gekocht, der etwas herb schmeckt. Dazu muss man die Blätter kauen. Eine Medizin, die durchaus wirkt...

Bild: Pixabay
In La Paz sehen wir Geschäftsleute im Anzug neben Frauen in traditioneller Tracht. Nicht nur die indigenen Sprachen Aymara und Quechua sind allgegenwärtig, sondern auch die Weltsicht der Indigenas. So gibt es an Marktständen etwa getrocknete Lama-Föten zu kaufen, die braucht, wer ein Haus bauen will. Man betoniert sie ins Fundament ein, das soll Pachamama, die Mutter Erde, besänftigen.

Bild: Pixabay
Bolivien wird im Westen von zwei großen Ketten der Anden durchzogen, mit Bergen weit über 6.000 Meter Höhe. Zwischen diesen beiden Ketten liegt das zentrale Hochland mit immer noch 3.000 bis 4.000 Meter Höhe.


In den Bergen Südamerikas fühlt sich Dr. Franz Gasselberger sehr wohl. Er ist Generaldirektor der Oberbank aus Linz und kein gewöhnlicher Banker. Gasselsberger ist ein extrem ehrgeiziger und sportlicher Chefbanker. Man sieht es ihm an: Er ist schlank und rank, weil er sich trotz seiner vielen Termine für die Oberbank immer viel Zeit für Sport freiräumt. Fit muss er auch sein, um die extremen Bergtouren zu meistern, die ihn immer wieder auch nach Südamerika führen. Die Radioreise sprach mit ihm über sein Training und seine schönsten Erlebnisse in Südamerika.

Bild: Oberbank / Quelle Haslinger
Nach Argentinien und Bolivien sind wir im ABC der Länder einen Buchstaben weiter und erreichen Chile. Es ist diese lange dünne Land in Südmamerika am Pazifischen Ozean, dass sich auf mehr als 4.000 Kilometer von Nord nach Süd erstreckt, in der Breite meist aber weniger als 200 Kilometer.

Bild: Pixabay
In diesem großen langen Land konzentrieren wir uns auf dieser Reise auf eine Stadt, in der sich Ex-DDR-Staatschef Erich Honecker mit seiner Frau Margot nach der Wende und ihren ganzen Irrfahrten zurückgezogen hatten. Beide fanden hier ihre letzte Ruhe – in Santiago de Chile.Die Hauptstadt des Landes liegt eingeschlossen von Bergen in Zentrum Chiles.


In Santiago de Chile sind wir mit Camille verabredet. Sie ist franco-kanadischer Herkunft, hat sich in die Stadt verliebt und arbeitet inzwischen als Tourguide. Sie zeigt uns vor allem die koloniale Altstadt. Hier befinden sich zwei Wahrzeichen: er Palacio de la Real Audiencia, in dem heute das Nationale historische Museum untergebracht ist und die Catedral Metropolitana aus dem 18. Jahrhundert. Doch trotz der langen Geschichte befinden sich vergleichsweise wenige historische Bauwerke aus der spanischen Kolonialzeit in der Stadt. Das hat mehrere Gründe: Zum einen gibt es in Santiago regelmäßig Erdbeben. Außerdem wurden viele Gebäude erst später im neoklassizistischen Stil errichtet, weil Santiago zur Zeit, also die Spanier kamen, nicht so bedeutend war.


Die im Jahre 1800 fertiggestellte Kathedrale von Santiago ist Sitz des Erzbistums Santiagos und das bedeutendste Gotteshaus des Landes. Sie besticht mit ihrem imposantem Marmoraltar sowie ihrer Vielzahl von Gemälden und Heiligenstaturen. Der Marmor stammt übrigens aus Bayern. Uns fällt in den Straßen die besondere Streetart auf...


Am 11. September 1973 stand die chilenische Hauptstadt im Mittelpunkt des Militärputsches unter General Augusto Pinochet gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende, unter anderem wurde der Regierungspalast La Moneda bombardiert. Zur Zeit der Diktatur wurde das Nationalstadion als Internierungslager für Oppositionelle genutzt. Tausende Gegner des Regimes wurden hier gefangen gehalten, gefoltert und getötet. Das neue Santiago repräsentiert Chile als wachsende, international verknüpfte Metropole und wachsende Wirtschaftsmacht.


Wer in Santiago de Chile günstig einkaufen will, geht am besten auf einen der vielen Märkte. Der größte Lebensmittelmarkt La Vega liegt im Stadtteil Recoleta.


Schon heißt es Abschied nehmen von Santiago - Adios...


Wir treten den Rückflug an - auf ein Wiedersehen in Südamerika!

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