Norwegen: Trondheim

Norwegen: Trondheim

Die "Skyline" von Trondheim

Norwegen – das ist ohne Frage eines der landschaftlich schönsten Länder dieser Erde. Oft habe ich dieses Land bereist, zwischen Bergen im Süden und Kirkenes im äußersten Nordosten. Auch wenn ich nur einen klitzekleinen Teil dieser unendlichen Fjorde gesehen habe, so war mir doch klar: Das ist einmalig, das ist unbeschreiblich.


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Sonnenuntergang in Norwegens Fjorden bei Trondheim

In dieser Radioreise führe ich Sie nach Trondheim, also ziemlich in der Mitte von Norwegen. Aber wie fast alle Städte so ist auch Trondheim nah am Wasser gebaut. Sie liegt auf einer Halbinsel zwischen dem Fluss Nidelv und dem Trondheimfjord, der Atlantik hat auch hier seine tiefen Wasserarme weit ins Land ausgebreitet.

Leuchtturm in Trondheim

Was wir heute in Trondheim sehen, ist meist das, was nach dem großen Brand Ende des 17.Jahrhunderst neu aufgebaut wurde: Viel Barock! Einige der engen und verwinkelten Gassen aus dem Mittelalter sind aber erhalten – das ist der Kontrast zu den breiten Boulevards.

Malererische Fotomotive findet man in Trondheim an jeder Ecke
 
Wir starten zu Beginn an dem Ort, der auf fast jeder Ansichtskarte von Trondheim zu sehen ist, vor den historischen Lagerhäusern am Wasser.

Blick auf Trondheim

Trondheim hieß bis ins 16. Jahrhundert Nidaros. Das war Norwegens erste Hauptstadt und das erste und einziges religiöses Zentrum des Landes. Darauf ist man natürlich heute noch stolz, vor allem auf einen gewissen „Olav Tryggvasson“, bekannt später als König Olav der Erste. Er ließ hier einen Königshof und eine erste Kirche errichten. Sein Nachfolger – man kann es sich leicht merken – es war Olav der Zweite - konnte die vielen kleinen Königtümer Norwegens vereinen und in einer wichtigen Schlacht im Süden von Norwegen die Dänen vertreiben. Auch das wird man Ihnen gern in Trondheim erzählen, genauso wie von der Schlacht von Stikestadt: Dort wurde der König getötet, als er erneut versuchte, die dänischen Invasoren zurückzuschlagen. Der Tote wurde in die Clemenskirche in Trondheim überführt und heiliggesprochen. Das machte Nidaros zum wichtigsten Wallfahrtsort in Nordeuropa im Mittelalter. Weil eben so viele Pilger kamen, wurde über seinem Grab eine Kathedrale gebaut.

Immer freundlich

Die Norweger sind meistens sportlich. Im Winter gehen sie auf Skitouren, im Sommer fahren sie in Trondheim viel mit dem Rad. Wenn es aber zu steil wird, dann wissen sie sich zu helfen. Daher wurde in Trondheim der einzige Fahrrad-Lift der Welt errichtet:

Fahrrad-Lift in Trondheim

Als ich in Trondheim war, da war die Stadt auch noch sehr lauffreudig. Denn an diesem kühlen Samstag tauchten plötzlich junge Männer und Frauen in ganz kurzen running shorts auf. So ganz nebenbei lief der Marathon übers Pflaster.

Trondheim Marathon

Sportliches Trondheim

Während die Jungs schwitzend ihren Lauf absolvierten, drehte unsere Gruppe eine kleine Runde auf dem Rad zu einem schönen ruhigen Ort am Fjord. Dort packte unser guide Lisbeth das aus, was die Norweger als „Quick Lunch“ bezeichnen: eine sehr berühmte Schokowaffel. Sie hat Ähnlichkeiten zu einer bekannten deutschen Marke. Aber sie schmeckt bei dem Strand-Panorama besonders...

Alexander Tauscher im Interview mit guid Lisbeth

Launisches Wetter in Trondheim

Mit dem Schnellboot geht es nun raus auf die vorgelagerte Insel Tautra im Trondheim-Fjord. Dort befinden sich die Ruinen des einstigen Klosters Tautra aus dem 13. Jahrhundert. In einem vergleichsweise neuen Kloster brauen die Mönche das, was sie am besten können: Bier.

Unterwegs im Tronheim Fjord
 
Abendstimmung im Fjord

Kommen wir nun noch zu den prominenten Norwegern: Wenn Sie an norwegische Musiker denken – an wen denken Sie da? Sicher an A-ha oder Marit Larsen, an Wencke Myhre und Kurt Nielsen. Es gibt noch viel mehr in der norwegischen Pop- und Rockgeschickte. Das zeigt das Rockheim-Museum“ in Trondheim, ein sehr futuristisches Gebäude direkt am Hafen.

Es ist Norwegens Nationalmuseum für populäre Musik von den 50-iger Jahren bis heute. Stellen Sie sich kein klassisches Museum vor, sondern eine große Spielfläche zum Mitmachen.

Das Rockheim Museum in Trondheim

Im Rockheim Museum

Alex als "DJ"

Als ich mit der Gruppe am Flughafen landete, sprach mich ein großer schlanker Mann auf Deutsch an: Ein Mann so um die Mitte 50. Ich dachte mir, auch ein Journalistenkollege? Bis mich die nette Hilke von Hoerschelmann von innovation norway darauf aufmerksam machte, das dies doch der berühmte Rune sei, der große Rune, der Rune Bratseth aus Trondheim.

Alexander mit Rune Bratseth

Mitte der 80-iger bis Mite der 90-iger Jahre spielte er bei Werder Bremen als Libero, ebenso in der norwegischen Nationalmannschaft. Ich erinnerte mich dunkel, es war mir natürlich peinlich, ihn nicht sofort erkannt zu haben. Vielleicht lag es daran, dass er eben ein Mensch „wie Du und ich“ ist: Ganz natürlich, keine Allüren! Auf den Steinen der Kloster-Ruine der Insel Tautra haben wir ein wenig geplaudert, über die alten Fussball-Zeiten…

Fußball-Legende Rune Bratseth

Rune Bratseth – eine Fussball-Legende – aber im Prinzip – ein ganz netter Botschafter seines Landes Norwegen und seiner Region Trondheim.

Rune und Alex gemeinsam in der Radioreise
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