BERLIN-CITYLIGHTS - VOM GENDARMENMARKT ÜBER DEN POTSDAMER PLATZ UND DAS BRANDENBURGER TOR ZUM HUMBOLDT-FORUM UND FERNSEHTURM
In dieser Radioreise präsentiert Ihnen Alexander Tauscher ein paar der Berlin-Citylights. Freuen Sie sich auf einen Rundgang vom Gendarmenmarkt über den Checkpoint Charlie, die Trabi-World zum Potsdamer Platz und Brandenburger Tor. Weiter führt uns der Weg entlang der Straße "Unter den Linden" vorbei an der Botschaft der Russischen Förderation zur Museumsinsel. Sabine Müller, die im einstigen Westberlin aufgewachsen ist, erinnert dabei immer wieder an die Zeiten, als diese Stadt durch Mauer und Stacheldraht geteilt war. Auf dieser Route liegt unser Basiscamp, das Hilton Berlin Hotel, vis á vis von Französischem und Deutschem Dom. Die stellvertretende Bar-Managerin Natascha Schlicht stellt uns das neue Konzept einer französischen Brasserie mit Berliner Touch vor. Sönke Schneidewind, Bereichsleiter Marketing im Humboldt-Forum, begrüßt uns in einem Haus auf historischem Boden und mit historischen Mauern. Er spricht über hochkarätige Ausstellungen in diesem Komplex, den man als ein Teil der Museumsinsel sehen kann. In 207 Metern Höhe, hoch über den Dächern der Hauptstadt, verbindet im Berliner Fernsehturm das Sphere Tim Raue seine kulinarische Handschrift mit der ikonischen Architektur und feinster Ingenieurskunst zu einem Erlebnis. Restaurantleiterin Katharina Bambach blättert mit uns in der Speisekarte. Mit usnerem lieben Berlin-Freund Friedrich-Carl Wachs schauen wir aus der gläsernen Kuppel auf eine Stadt, die sich stetig verändert und sich nicht nur bei ihm immer tiefer im Herzen festsetzt. Viel Spaß in Spreeathen, im dicken B, in der deutschen Hauptstadt - im bärenstarken Berlin!

Unser Rundgang mit Berlin-Guide Sabine Müller beginnt am Gendarmentmarkt, der zu den schönsten Plätzen Berlins gehört. Die drei monumentalen Bauten Deutscher Dom, Französischer Dom und dem Konzerthaus rahmen den Platz ein.
Der Gendarmenmarkt entstand am Ende des 17. Jahrhunderts nach den Plänen von Johann Arnold Nering. Damals siedelten sich französische Protestanten, also Hugenotten, in diesem Viertel an.
Die beiden fast identischen Turmbauten wurden nach Plänen von Carl von Gontard neben den Kirchen angebaut, um den Gendarmenmarkt noch attraktiver und repräsentativer zu machen. Den Mittelpunkt des dreiteiligen Ensembles bildet das Konzerthaus. Es wurde nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel auf den Grundmauern des abgebrannten Nationaltheaters errichtet.
Der Gendarmenmarkt war im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und zu DDR-Zeiten rekonstruiert worden. Im Jahre 1950 wurde er in „Platz der Akademie“ umbenannt, erhielt aber seinen alten Namen ein Jahr nach der Wende zurück. Direkt neben den Domen und dem Rausch Schokoladenhaus befindet sich das Hilton Berlin Hotel. Die Vorderseite bietet den Blick auf den Platz.
Die Küche bietet moderne Interpretationen internationaler und regionaler Spezialitäten.
Natascha Schlicht ist in diesem Haus die stellvertretende Bar-Managerin. Mit ihr sprachen wir über diese 1A-Lage vor dem Dom und dem Konzert und über einen neuen Twist in der Berliner Kulinarik.
Das Hotel ist mit einem Innenpool, einem Fitnesscenter, einer Sauna und einem Spa ausgestattet.
Rund um den Gendarmenmarkt finden sich heute viele Geschäfte, Cafés und Restaurants. Das Rausch-Schokoladenhaus bietet neben einer großen Auswahl an Pralinen und Schokoladen ein paar der bekanntesten Berliner Sehenswürdigkeiten aus Schokolade.
Das Herz Berlins schlägt seit dem Fall der Mauer wieder verstärkt im wuseligen Stadtbezirk Mitte. Die DDR-Vergangenheit ist zwar sichtbar, aber das Grau und das Schwere wurde weitestgehend abgeschüttelt. Es haben sich zahlreiche junge Unternehmen, Agenturen und Exklusivläden angesiedelt. In Mitte liegt auch der Ursprung Berlins und ein Großteil der Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Dort, wo heute der Bezirk Mitte fließend in den Bezirk Kreuzberg übergeht, trafen vor Jahrzehnten zwei Welten aufeinander.
Der Checkpoint Charlie war zu Zeiten der deutschen Teilung ein militärischer Kontrollpunkt. Auch wenn die Mauer längst verschwunden ist und die Schlagbäume und Wachtürme des Checkpoint Charlie durch Nachbauten ersetzt wurden - das Interesse an dem ehemaligen Grenzübergang ist ungebrochen groß.
Dieser Blick nach Ostberlin bot sich von der Westseite des Checkpoint Charlie.
Die Steinplatten erinnern entlang der einstigen Sektorengrenzen noch an die Zeit von Mauer und Stacheldraht.
Ein paar Gehminuten vom Checkpoint Charlie entfernt erreichen wir die Trabi World. Hier können Besucher auf einer Safari mit dem Zweitakter die wichtigsten Sehenswürdikeiten in der Hauptstadt erkunden.
Die Trabi Safari bietet eine Stadtrundfahrt in diesem knuffigen Gefährt mit der Viergang-Revolver-Handschaltung.

An das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte werden wir am Dokumentationszentrum Topographie des Terrors erinnert. Dieser Informations- und Lernort informiert am historischen Ort über die zentralen Institutionen der Naziherrschaft. Im Radioreise-Podcast erfahren Sie, wie dieses Gebäude von drei Staatsformen unterschiedlich genutzt wurde und wird.
Still sehen wir vor dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem Holocaust-Mahnmal. Es erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden.
Das von Peter Eisenman entworfene Mahnmal besteht aus 2711 quaderförmigen Beton-Stelen.
Kein Ort hat sich seit dem Mauerfall so verändert, wie der Potsdamer Platz, der nun die neue alte Mitte symobolisiert. Die architektonische Gestaltung ist freilich Geschmackssache.
Diese nachgebaute Ampel war im frühen 20. Jahrhundert die erste in Europa.
Im Sommer 1987 rief US-Präsident Ronald Reagan den damaligen sowjetischen Staats- und Parteichef auf: "Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!”Zwei Jahre später ist es soweit: Ein paar Wochen nach dem Mauerfall feierten 100.000 Menschen die offizielle Öffnung des Brandenburger Tores am 22. Dezember 1989 – und feierten kurz darauf hier das erste gemeinsame Silvester. Seitdem hat sich auch die Symbolik gewandelt: Heute steht das Brandenburger Tor wie kaum ein anderes Wahrzeichen für das wiedervereinigte Deutschland.
Jahrzehnte nach dem Mauerfall ist Europa wieder im kalten Krieg gefangen.
Die Russische Botschaft residiert in einem imposanten Gebäude in Berlin Unter den Linden. Das Gebäude im stalinistischen Baustil entstand in den Jahren 1950-52 an der Stelle der im Krieg zerstörten, alten russischen Botschaft aus dem 18. Jahrhundert. Vor dem Gebäude der Russischen Botschaft wird deutlich, dass sich Europa nicht nur im Kalten Krieg befindet, sondern dass hier auch ein schrecklicher blutiger Krieg tobt.
Unsere Gedanken an diesem Ort haben wir natürlich auch im Radioreise-Podcast eingefangen.
Berlin ist mit einer Fläche von 892 Quadratkilometern fast neun Mal so groß ist wie Paris und ist eine der wenigen Städte, die drei UNESCO-Welterbestätten besitzt. Neben der Museumsinsel und den preußischen Schlössern und Gärten gehören auch die Berliner Siedlungen der Moderne dazu. Außerdem wurde Berlin der Titel „UNESCO City of Design“ verliehen.
Berlin ist die einzige Stadt der Welt ist, in der drei Opernhäuser bespielt werden: die Deutsche Oper, die Komische Oper und die Staatsoper Unter den Linden. Die letztgenannte befindet sich in Berlin-Mitte. Berlin hat mehr als 150 Theater und Bühnen aller Genres. Absoluter Publikumsrenner ist der Friedrichstadt-Palast, der sich ebenfalls im Stadtbezirk Mitte befindet. Eines hat Berlin nicht mehr: den Palast der Republik. An dessen Stelle befindet sich das Humboldt Forum als weltoffener Erlebnisraum in den Dimensionen des historischen Berliner Schlosses.
Das Berliner Stadtschloss befand sich vor dem Palast der Republik am Spree-Ufer. So leuchten die rekonstruierten barocken Schlossfassaden auf Nord-, Süd- und Westseite des Forums in hellem Gelb.
Auf der Dachterrasse des Humboldt-Forums sprachen wir mit Marketing-Leiter Sönke Schneidewind über ein Haus mit hochkarätigen Ausstellungen.
In 30 Meter Höhe bietet die Dachterrasse einen einzigartigen Ausblick in alle vier Himmelsrichtungen auf die Wahrzeichen Berlins mit Museumsinsel, Brandenburger Tor, Alexanderplatz, Berliner Dom und Marienkirche.
Der Ausblick ermöglicht den Blick auf Berliner Geschichte, wie zum Kronprinzenpalais, dem Zeughaus oder auch zum Alten Museum.
Berlin ist die Hauptstadt für Gourmets. Bei der Zahl der Michelin-Sterne in den Restaurants liegt Berlin vor München und Hamburg. Außerdem ist Spree-Athen die europäische Stadt mit den meisten Grünen Michelin-Sternen – vor Kopenhagen, Paris und Oslo. Berlin hat deutschlandweit das größte Veggie-Angebot, mit fast 230 rein pflanzlichen oder vegetarischen Restaurants. Im Hotel Adlon wird für einen happigen Preis ein Edel-Döner serviert.
Neben Filetstreifen vom Kalbsrücken, Salat und Kraut, Tomaten und roten Zwiebeln gibt es hier eine Trüffelcrème ins Fladenbrot. Wir mögen es noch eine Spur größer, vor allem höher. Denn wir besuchen das höchste Dreh-Restaurant der Europäischen Union.
Restaurantleiterin Katharina Bambach empfiehlt im Radioreise-Gespräch ein paar der Klassiker auf der Speisekarte.
In 207 Metern Höhe, hoch über den Dächern der Hauptstadt, verbindet das Sphere Tim Raue kulinarische Handschrift, ikonische Architektur und feinste Ingenieurskunst zu einem Erlebnis, das es in dieser Form kein zweites Mal in der EU gibt.
Die Zusammenarbeit mit derm Berliner Starkoch begann mit einer nächtlichen E-Mail vom Fernsehturm- Marketingchef Kai Matzanke an Tim Raue. Raue antwortete sofort, noch in der Nacht. Die Frage: "Könntest Du Dir vorstellen, die kulinarische Leitung im Drehrestaurant auf dem Berliner Fernsehturm zu übernehmen? " Das konnte sich Tim Raue sofort vorstellen, obwohl er eigentlich kein neues Restaurant mehr eröffnen wollte. Er holte sich grünes Licht von seiner Ehefrau und fing sofort an, vor Ideen zu sprudeln. Sein Berlin und sein Brandenburg, Ost und West und vor allem, für alle - offen, weltgewandt, chaotisch, bunt und tolerant - so sollte sein Sphere Tim Raue sein. Das sollte sich in der Speisekarte widerspiegeln.
Die Speisekarte reicht vom Garnelencocktail KaDeWe über Soljanka bis hin zu seinen Königsberger Klopsen, mehr Ost, mehr West, mehr Tradition und mehr Berlin geht nicht, meint die Restaurantleiterin.
Diese Speisen genießen die Gäste bei der besten Aussicht über Berlin.
Das Restaurant dreht sich zwei Mal pro Stunde völlig lautlos um die eigene Achse. Während auf dem Teller eine Geschmacksexplosion der nächsten folgt, zieht das Panorama an einem vorbei.
Es ist ein einzigartiges Erlebnis in 207 Metern Höhe, mitten in Berlin.
Unter dem Restaurant liegt die „Sphere Bar“. Dorthin in der Bar hat es die Currywurst der der Bochumer Metzgerei Dönninghaus geschafft. Die Wurst aus dem Pott, von der schon Herbert Grönemeyer schwärmte, wird hier mit zwei Soßen von Berlins Starkoch Tim Raue verfeinert. Über den Dächern der Millionenmetropole trifft damit ehrliches Handwerk auf internationale Bühne. Mit dem überaus glücklichen Wahl-Berliner Friedrich-Carl Wachs schauen wir auf das grenzenlose Berlin.
Der Blick vom Fernsehturm auf die deutsche Hauptstadt löst bei Alexander Tauscher immer Gänsehaut aus. Das kommt in erster Linie nicht von der Höhe, sondern von dem Blick, von dem Moment. Zu DDR-Zeiten stand er hier als Jugendlicher, schaute über ganz Berlin und wusste, dass für ihn an der Mauer Schluss war. Der Westen war zum Greifen nah und dennoch unerreichbar. Heute nun reicht der Blick über das vereinte Berlin.
Über diese Gefühle sprachen wir mit dem Mann, der als einer der Ersten am 9. November 1989 am Brandenburger Tor auf der Mauer tanzte: Friedrich Carl Wachs.
Beim nächsten Berlin-Besuch sprechen wir mit F.C. Wachs über diese besondere Dachterrasse, die rechts neben dem Kran zu sehen ist.
F.C. Wachs düst wie einst Manfred Krug durch sein Berlin und sammelt für uns neue Radioreise-Geschichten.
Wir verlängern gern den Berlin-Aufenthalt mit weiteren Gesprächen mit F.C. Wachs. In dieser Sendung sind wir in der Sphere-Bar auf dem Fernsehturm bei einer Currywurst.
https://www.radioreise.de/2025/03/berlin-mitte-vom-fernsehturm-uber-den.html
Und in dieser Radioreise treffen wir F.C. Wachs auf der Terrasse des Humboldt-Forums.
https://www.radioreise.de/2024/11/ost-west-berlin-spannende-geschichten.html
Berliner Geschichten zwischen Kreuzberg und Mitte erzählt diese Show.
https://www.radioreise.de/2024/11/berliner-geschichten-von-kreuzberg-uber.html
Berlin-Eastside betrachten wir mit dieser Radioreise.
https://www.radioreise.de/2025/03/berlin-eastside-von-den-hackeschen.html
Auf ein Wiedersehen in Spree-Athen!




















































