BISCHOFSGRÜN - Urlaub im Heilklima

Bild: Kur- und Touristinformation Bischofsgrün
In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Bischofsgrün ins Fichtelgebirge. Freuen Sie sich auf Urlaub mit prima Klima bei Sonne und Regen. Denn die Feriengemeinde ist der einzige heilklimatische Kurort in Nordbayern und somit ein echtes Aushängeschild dieser Region. Urlaub im Heilklima – was heißt das?  Wir sprechen mit einem Sportarzt, der seit Jahrzehnten auch das deutsche nordische Ski-Team betreut. Was hat das japanische Shinrin Yoku in Bischofsgrün verloren? Auch das erfahren Sie. Wir wandern und radeln im Heilklima und wir lassen uns erklären, wie eigentlich blinde Menschen im Urlaub die das Fremde erkunden. In diesem Radioreise-Podcast können Sie sich auf viele kompetente und sehr sympathische Gesprächspartner freuen.

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Alexander Tauscher für den Radioreise Podcast unterwegs in Bischofsgrün

Wir alle kennen die Floskel „Bleiben Sie gesund!“ Das sagen wir gern zur Verabschiedung. Nicht erst seit der Corona-Pandemie, aber spätestens seitdem, sollte uns Gesundheit mehr Wert sein also eine Floskel. Wir fragen uns: Sind Billigflüge in aller Herren Länder, hektische Kurztrips zum Christmas-Shopping in irgendeiner Metropole noch zeitgemäß? Muss es immer der all-inclusive-Urlaub am Mittelmeer sein? Deswegen richten wir diesmal den Fokus auf den gesunden Urlaub mit Ruhe, Entspannung und Natur in Bischofsgrün.  

Bild: Kur- und Touristinformation Bischofsgrün
Unser Interview-Marathon startet mit Susanne Steinlein und Wilhelm Zapf von der Touristinfo in Bischofsgrün. Sie sagen uns unter anderem , welche Kriterien ein Kurort wie Bischoftsgrün für das Prädikat Heiklima erfüllen muss.

Susanne Steinlein
  
Wilhelm Zapf

Shinrin Yoku“ ist kein fränkisches Wort. Es stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Baden in der Waldluft“. Genau das können Sie hier in Oberfranken, speziell in Bischofsgrün. Ein “Bad im Wald” ist im Wesentlichen nichts anderes als der gute alte Waldspaziergang. Auf einige Menschen übt schon die Nähe zu großen alten Bäumen einen beruhigenden Einfluss aus. Für andere bietet der Wald einen willkommenen Anlass zu regelmäßiger Bewegung. Doch auch darüber hinaus leistet der Wald vieles für unser Wohlbefinden. Denn neben Sauerstoff geben Bäume und Waldpflanzen ätherische Öle und Duftstoffe ab: Pflanzenwirkstoffe, die das menschliche Immunsystem stärken und Stress abbauen. Das ätherische Öl der Kiefern etwa wirkt sich wohltuend auf den Atem aus. Mehr darüber erfahren Sie im Interview mit Monika Wilms.

Monika Wilms

Bewegung ist die beste Medizin! Das ist nicht nur eine Floskel. Bewegung kann besonders gut wirken, wenn das Klima prima ist. Denn wer bei natürlichen Klimareizen trainiert, erzielt größere Effekte und der Körper wird abgehärtet. Wenn Sie beispielsweise bei kühleren Temperaturen wandern, stellt sich Ihr Körper um. Dadurch wird der Organismus besser durchblutet und auf Dauer nimmt so die Temperaturempfindlichkeit deutlich ab. 

Bild: Kur- und Touristinformation Bischofsgrün
So ist es auch beim Sport an frischer Luft. Deswegen lassen wir uns von einem Sportarzt erklären, was genau das Heilklima ist, dass wir heute die ganze Zeit atmen. Dr. Stefan Pecher hat seine Praxis in Fichtelberg. Er ist Allgemein- und Sportarzt und er ist Teamarzt der nordischen Ski-Nationalmannschaft. Der Schwerpunkt seiner Arbeit für die Olympiateams besteht nicht nur in der Optimierung der Leistung, sondern vor allem in der Gesundheitserhaltung. Und das nicht nur für einzelne Wettkämpfe sondern für die gesamte Saison und somit vor allem für das spätere Leben nach der Sportkarriere. Daher ist das Team auch oft im Fichtelgebirge bei ihm.

Dr. Stefan Pecher

Joggen und Liegestütze - so hält sich Stefan Pecher fit. Auch Frank Süss hält seinen Körper mit Sport in Form. Mit seinen Bikes will er auch Urlauber anregen, hier im Heilklima in die Pedale zu treten. Wir sprechen gleich mit ihm. Fichtelrad - der E-Bike Verleih in der Region ist inzwischen expandiert. Neben der Möglichkeit in Ruppertsgrün am Fuße des Waldsteins eBikes zu leihen, gibt es ab auch die Option zur Ausleihe an der Talstation des Ochsenkopf Nord in Bischofsgrün.


Bischofsgrün wurde von einer Bikezeitschrift als das beste und nachhaltigste Mountainbikegebiet Deutschlands ausgezeichnet. Outdoor-Sport ist hier ganz in Ruhe möglich. Sie sind nicht mit hunderten anderen Bikern auf den Pisten. Auch Rennradfahren auf den ruhigen Straßen ist nicht überall so angebracht, wie hier im Fichtelgebirge.


Sie können sich mit den Rädern in den Wäldern austoben oder im Fichtelsee schwimmen, auch Nordic-Walking ist sehr beliebt. Allein rund um Bischofsgrün gibt es auf rund 300 Kilometern markierte Wanderwege.

Bild: Kur- und Touristinfo Bischofsgrün 

Wir streifen im Fichtelgebirge durch Feld und Flur und treffen in der nächsten Etappe Wanderführer, die sich nur mit Stock und Geräuschen orientieren. Horst Zinnert, der in Bischofsgrün aufgewachsen ist, ist seit dem 16. Lebensjahr blind, seine Sehzellen starben damals plötzlich ab. Warum, weiß niemand.  Damit aber auch Blinde auf ihre Weise fremdes Terrain im Urlaub erkunden können, leitet er selbst mit seiner Frau Waltraud Wandertouren für Blinde. Deswegen ist Bischofsgrün auch ein Ort für Menschen, die ihre Eindrücke durch Hören, Riechen und Tasten erhalten. Horst und Waltraud wollen im Fichtelgebirge auch anderen blinden und sehbehinderten Menschen unbeschwerte Urlaubstage trotz Handicap ermöglichen.


Kinder vertragen extreme Wetterbedingungen wesentlich schlechter als Erwachsene. Bei zu großer Kälte kühlt der kleine Körper schneller aus, zu heißes Wetter wiederum kann leicht zu einem ungesunden Hitzestau führen. Für Kinder ist deswegen ein gemäßigtes Klima wie hier im Fichtelgebirge ideal. In der sauberen, allergenarmen Luft können sie sich wunderbar erholen.Doch Kinder wollen wie Erwachsen auch etwas erleben. Da gibt es zum Beispiel den Märchenwanderweg oder den Walderlebnispfad „Am Ochsenkopf“. Für die kleinen Abenteurer steht zudem der „Outdoorpark Ochsenkopf“ mit dem Kletterwald offen. Wieder in Bischofsgrün angekommen, gibt’s für die Kleinen zum Beispiel das Freibad (Eröfnung 2021) mit Sprungturm oder für die Eltern Tennisplätze.Im Winter sind bei entsprechender Schneelage Langlauf oder Alpinski möglich. Darüber erfahren Sie mehr im Interview mit Willi Zapf von der Kur- und Touristinfo Bischofsgrün, dass wir hier im Kurpark geführt haben. 

Bild: Kur- und Touristinfo Bischofsgrün
Inzwischen haben sich mehrere Orte dieser Region dem nachhaltigen Tourismus verschrieben. Darum kümmert sich Theresia Pöschl vom Verein „Gesundes Fichtelgebirge“.


Ein Erlebnis für die ganze Familie ist ganz sicher eine Wanderung mit den Ochsenkopf-Alpakas.

Bild: Kur- und Touristinfo Bischofsgrün
Mit ihren großen Kulleraugen faszinieren diese feinfühligen Begleiter nicht nur Kinder. In der Kellergasse 2 hat Kerstin Nelkel-Ziele mit ihrer Familie ein sehr schönes Refugium für diese Tiere aus Südamerika geschaffen.


Ein Blick in die Augen eines Alpakas beruhigt Körper und Seele.


Am Gehege der Ochsenkopf-Alpakas trafen wir Harald Judas, ein langjähriger Redakteur des Nordbayerischen Kuriers. Er drehte den Spieß um und stellte uns die Fragen.


Das Ergebnis ist ein schöner Artikel in der Zeitung, für den wir uns herzlich bedanken.


An der Spitze dieses Kurortes steht Bürgermeister Michael Schreier, den wir ebenfalls zum Radioreise-Interview trafen.


Bischofsgrün grüsst seine Gäste. Selten sind wir von so vielen Leuten so herzlich, so freudig und dankbar begrüßt worden, wie in dieser Fichtelgebirgsgemeinde. Und nicht überall setzen sich Menschen so aktiv für ihre Gemeinde und ihre Region ein, wie hier. Wir sprachen mit Rainer Schreier, Erster Vorsitzender vom Fichtelgebirgsverein. Der Verein versucht, Tradition und Moderne zu verbinden. Er stellt stellt auch viele der zertifizierten Wanderführer, die Ihnen die Region rund um Bischofsgrün zeigen.


Der liebe Radiokollege Jens Stenglein hatte uns diesmal auf diese Reisespur geführt. Jens ist ein ausgesprochener Freund unserer Radioreise. Beim legendären und eigentlich unsterblichen Kultradio hatte der Bischofsgrüner unsere Sendung betreut und hier auch lieen gelernt. Im Bayreuther Funkhaus war die Reise für das kultige Programm leider im Jahr 2018 beendet worden, aber im Herzen lebt der Kult weiter. Jens ist in Bischofsgrün in der Komunalpolitik sehr aktiv und schwärmt im Radioreise-Interview von der guten Lebensqualität in seiner Heimat. 


Prima Heilklima macht hungrig. Deshalb kommt zum Schluss das, was in fast keiner unserer Sendungen fehlt: Die Kulinarik! Über fränkische Küche und das, was Besucher hier in Bischofsgrün erwartet, sprachen wir mit Stephanie Schreiner. Sie ist Köchin in der Kaiseralm.


Stephanie spricht über die Vielfalt an Wirtshäusern und heimischer Küche in Bischofsgrün.

Bild: Kur- und Touristinfo Bischofsgrün
Unser Urlaub in Bischofsgrün geht jetzt zwar zu Ende – aber Sie können gern noch länger ihr im Fichtelgebirge bleiben. Denn eine andere Radioreise bringt Sie zum Beispiel auf den Ochsenkopf  reist mit Ihnen dann weiter durchs Fichtelgebirge bis nach Selb. Unterwegs machen wir einen Halt am Waldstern und besuchen das Felsenlabyrinth auf der Luisenburg. Wir lassen uns da in Bad Alexandersbad verwöhnen und besuchen den Wildpark in Mehlmeisel. Und Sie treffen da auch nochmal den sportlichen Frank mit seinen Rädern.
Radioreise ins Fichtelgebirge

Andere Radioreisen bringen Sie weiter in den Bayerischen Wald oder rüber nach Böhmen.
Wildnis und Stille: Nationalpark Bayerischer Wald
BÖHMEN - Kurbäder, Promis und Bier
KARLOVY VARY - Die Perle der böhmischen Heilbäder

Aber tanken Sie erstmal Kraft in Bischofsgrün. Auf ein Wiedersehen im Heilklima-Kurort!
Bild: Kur- und Touristinfo Bischofsgrün