RIJEKA & OPATIJA - KONTRASTE AN DER BLAUEN ADRIA

 

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit an die blaue Adria zu einer Reise nach Rijeka und Opatija. Freuen Sie sich auf eine moderne Hafenstadt und einen noblen Badeort. Wir treffen auf eine Mischung aus Italien, Kroatien und Österreich-Ungarn. Der Hafen, die Fischhalle, die quirlige City am Nordrand der Adria erwarten uns in Rijeka. Die schicken Villen, Parks und die lange Promenade erleben wir beim Flanieren durch Opatija. Mit einem Schiff entlang der Küste geht es bis nach Lovran. Außerdem hören wir den Klang der Meereslieder. Unser Domizil das Adria-Relax-Resort Miramar in Opatija. Direkt am Meer mit Blick auf die Inselwelt der Kvarner Bucht verbindet das Hotel im einstigen Monarchie-Seebad modernen 4-Sterne-Luxus-Komfort mit dem Charme historischer Romantik.

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Auf unseren Reisen in Richtung Istrien sind wir oft an Rijeka vorbeigefahren und haben der Stadt kaum Beachtung geschenkt. Zugegeben: Von der Autobahn aus fallen im in erster Linie Neubauten und Hafenanlagen im nicht gerade besten Zustand auf. Doch wer die Stadt zu Fuß erkundet, ist von der Vielfalt Rijekas überrascht.


Im Laufe der Geschichte von Rijeka hat sich in der Zeit vor Christi, in der gotischen Zeit, danach im barocken Rijeka und in der K&K-Zeit vieles abgelagert und in der Architektur seine Spuren hinterlassen. Wer durch Rijeka läuft, sieht die Verflechtung von Altem und Neuen.


Diese Stadt an der Kvarner Bucht besticht mit kulturellen und architektonischen Highlights. Doch neben bekannten kroatischen Städten wie Dubrovnik oder Split, ist Rijeka noch immer ein kleiner Geheimtipp – und dass obwohl diese Stadt im Jahr 2020 zur europäischen Kulturhauptstadt gekürt wurde. Der temperamentvolle Livio Karavanic lebt mit Begeisterung in Rijeka. Er ist ein halber Italiener, nicht ohne Grund, wie wir im Radioreise-Rundgang erfahren.


Rijeka hat eine reiche Vergangenheit, ist aber nicht darin gefangen. Die Stadt pulsiert im dynamischen Rhythmus des täglichen Lebens. Diesen Rhythmus fühlt man am besten in der Innenstadt, auf der zentralen Promenade, dem Korzo.


Rijeka ist die drittgrößte Stadt Kroatiens und galt schon im 19. Jahrhundert als eine der wichtigsten Hafenstädte in ganz Europa. Noch heute behält die Stadt ihren Status als bedeutender Verkehrsknotenpunkt und relevantes Handelszentrum. Ein gut ausgebautes Fährnetz verbindet die Stadt mit anderen Küstenstädten Kroatiens und dem Hafen von Bari in Italien.


Die Stadtgeschichte Rijekas geht auf die Römerzeit zurück. Etliche archäologische Funde zeugen von  römischen Thermen, Säulen und Gebäude. Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Trsat aus dem 13. Jahrhundert. Das Kastell zählt zu einer der ältesten und gut erhaltendsten Festungen an der kroatischen Küste.
Bild: TVB Rijeka (Sasa Torbica)
Neben mittelalterlichen Überresten und historischen Bauwerken sieht man in Rijeka auch neue Gebäude mit prachtvollen Fassaden. So vereint diese Stadt Historie und Moderne gleichermaßen.
Unter dem Motto „Hafen der Vielfalt“ möchte sich Rijeka von dem Image einer alten Industriestadt mit stillgelegten Fabriken und ratternden Containerzügen loseisen. Alte Lagerhallen wurden in Konzerthäuser und triste Betonklötze in sehenswerte Gebäude verwandelt. Dieses Hochhaus ist nicht eines aus den 1970iger Jahren, sondern ein futuristisches Gebäude der 1930-iger Jahre, wie wir im Rundgang mit Livio Karavanic erfahren.


Für Geschichtes-Interessiert ist ein Muss in Rijeka: Die Kirche des heiligen Hieroymus und das Dominikanerkloster, die Kirche der Mutter-Gottes von Lourdes und das Kapuziner-Kloster sowie der Gouverneurs-Palast, in dem sich heute das See- und Geschichtsmuseum befindet. In Rijeka befindet sich der Schrein der Mutter-Gottes von Trsat. Es ist das älteste Marienheiligtum des Landes und der größte Wallfahrtsort im Westen Kroatiens.


Spannend ist auch die Unterwelt von Rijeka. Der erste Tunnel, der die Menschen im Zweiten Weltkrieg vor Luftangriffen schützen sollte, und jetzt für Touristen geöffnet ist, erwartet Besucher im Herzen der Stadt. Er beginnt neben der Kathedrale des Heiligen Vid und erstreckt sich unterhalb der Altstadt von Rijeka bis zum Hof der Grundschule Dolac.An mehreren Stellen entlang des Tunnels sind noch immer die Original-Inschriften aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen.


Wenn die Lichter ausgehen und viele Städte ruhig werden, lebt Rijeka intensiv in den Cafés und Restaurants – natürlich ebenso in den Clubs.
Bild:  TVB Rijeka (Sasa Torbica)
Rijeka muss man schmecken: In feinen Restaurants oder urigen Konobas, also Kneipen und natürlich in den Weinkellern. Frische Lebensmittel gibt es überall. So wird der Tourist vor die harte Wahl gestellt, sich zwischen mediterraner und kontinentaler Küche zu entscheiden.


Aus dem Landesinneren kommen Wildfleisch und Pilze, Kartoffel-Polenta oder auch der Grobniker Käse. Wir entscheiden uns für das Meer und laufen über den Fischmarkt. In Rijeka wird nicht einfach nur eingekauft, sondern es wird in einem historischen Gebäude eingekauft. Die ersten beiden Pavillons wurden Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Der Fischmarkt folgte Anfang des 20. Jahrhunderts.


Was hier so alles fangfrisch angeboten wird, erklärt uns Livio im Radioreise-Podcast.





Der Marktplatz der Stadt ist auch ein geschütztes Kulturdenkmal. In zwei großen Pavillons, direkt am Hafengelände, gibt es nahezu alles.



Rijeka ist eine Stadt mit einem reichen Industrie-Erbe. Hier wurde der erste Torpedo der Welt erfunden.


Der Hafen Rijeka ist ein bedeutender Umschlagplatz für Schiffe aus Mittel-und Südeuropa.


Die Bedeutung als Seehafen und Umschlagstelle, sowie Handels- und Wirtschaftszentrum begann,  ebenso wie der Hafen von Triest, mit der Gründung des Freihafens im Jahre 1719.


Hier am Hafen trafen wir die Formation Asi, die auf unseren Wunsch hin das Rijeka-Lied spielte, dass wir in die Radioreise voller Freude eingebaut haben.


Die Jungs waren nicht zufällig da, denn im Hafen ging gerade das traditionelle Festival FIUMARE  über die Bühne. Es beginnt immer mit der traditionellen Ausstellung von Booten auf dem Korzo. Im Hafen werden die prächtigsten Boote präsentiert.
Bild: TVB Rijeka (Sasa Torbica)
In Workshops zu maritimen Fertigkeiten, die am Karolina Riječka Pier abgehalten werden, können Besucher zum Beispiel Knoten knüpfen, Seile auf altmodische Weise sowie geflochtene Seile herstellen.


Vor der Küste von Rijeka wird Marine- und Sportrudern präsentiert, ebenso wie eine Regatta mit traditionellen Guc-, Pasara-, Gajeta-, Leut- und Batana-Booten. 


Rijeka und Opatija sind Teil der Region Kvarner Bucht, die durch die Halbinsel Istrien und im von der Region Dalmatien eingebettet ist. Die gesamte Bucht ist durch die hohen Gebirgszüge vor starken Winden geschützt und hat mit ihren bis zu 2.500 Sonnenstunden im Jahr ein ausgezeichnetes Klima mit entsprechend mediterraner Flora.


Neben den imposanten Küstenstädte Opatija, Crikvenica und Novi Vinodolski erheben sich aus dem tiefen Blau der  Adria die dem Festland vorgelagerten Inseln Cres, Losinj, Krk und Rab und runden so das Kvarnergebiet ab. Darüber sprachen wir mit Irena Persic Zivadinov, der Direktorin des Tourismusverbandes der Region Kvarner. 


Rijeka selbst hat gemessen an einer Großstadt schöne und gut ausgestattete Strände – sogar zwei Strände für Badegäste mit Haustieren. Dahinter gibt es kleine Buchten. Die bekanntesten sind die Strände von Kostrena. Im Hinterland von Rijeka laden ausgedehnte Wälder zum Wandern ein. Hier liegen Touristenorte wie Jelenje, Cavl, Viskovo und Kladna. Wir bleiben an der Küste und machen nun Station im quasi feinen Badezimmer von Rijeka, im traditionsreichen Opatija.


Von Rijeka sieht man schon die Lichter von Opatija – genauso wie man von Opatija aus die großen Dampfer im Hafen von Rijeka sieht. Nur gut 20 Kilometer trennen die beiden Stadtzentren voneinander – aber doch eine andere Welt. Auf der einen Seite steht das trendige, oft auch laute Rijeka. Auf der anderen Seite befindet sich das altehrwürdige, mondäne, aber doch zeitlose Opatija. Das Seebad gilt als einer der ältesten Fremdenverkehrsorte Kroatiens. Liliana Stipanic hatte viele Jahre im Hotel Miramar gearbeitet und bietet heute für Gäste dieses Hauses Führungen durch Opatija an. Folgen Sie Ihrem Rundgang, den wir im Radioreise-Mikrofon festgehalten haben. Wir starten direkt am Hotel Miramar, dass sich am 12 Kilometer langen Lungomare befindet.


Unsere erste Station ist die Markthalle von Opatija, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.


Der Fischmarkt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt, in der Blütezeit des Seebades. Der blühende Garten von Opatija ist unsere nächste Station.


Das Seebad liegt am Fuß des Učka-Gebirgsmassivs. Deswegen stauen sich hier mitunter auch die Wolken und geben einen angenehmen Schatten bei den im Winter milden und im Sommer oft subtropischen Temperaturen. Der Kurort ist von einer üppigen subtropischen Vegetation umgeben und beherbergt auch einen großen subtropischen Garten in seinem Herzen.


Als Österreich noch am Mittelmeer lag, erlebte das Seebad seine Blütezeit hatte. Mit dem Kaiserzug kam man damals von Wien an die Adria.


Die Architektur vieler Hotels, Pensionen und Villen trägt Merkmale des Jugendstils und ist geprägt von der Zeit der Donaumonarchie.


Kennen Sie die Geschichte vom Mädchen mit der Möwe? Es ist eine herzzereißende, die Sie bei uns im Reisepodcast hören können.


Ein Schmuckstück direkt am Lungomare, der langen Promenade am Wasser, ist das Hotel Miramar. Auch dessen Wurzeln reichen zurück in die Zeit, als die Gutbetuchten an die österreichische Riviera fuhren. So entstand zwischen 1890 und 1897 die Villa Neptun, damals hieß sie Villa Meyne – benannt nach dem Erbauer, einem Investor aus dem heutigen Burgenland. Die weitere Geschichte erzählt uns Hoteldirektor Andreas Madejski im Radioreise-Interview.


Das Hotel Miramar verfügt über einen kleinen Strand, der direkt vom Hotel zugänglich ist.


Wie fast überall in Kroatien üblich, gelant man über eine Treppe vom Felsen her ins Wasser. Das hat den unglaublichen Vorteil, dass man sich keinen Sand von den Füßen wischen muss.


Das Frühstück wird in einem Restaurant mit Terrasse und Meerblick serviert. Es gibt einen Fitnessraum, einen Whirlpool und ein Spa mit Saunas. Zum weiteren Angebot gehören eine Sonnenterrasse am Meer, ein Süßwasser-Innenpool und ein beheizter Innen- und Außenpool mit Salzwasser


Die Mehrheit der Gäste im Hotel kommen aus Österreich und Deutschland. Daher sei es fast selbstverständlich, dass das Personal im Haus auch Deutsch spreche, betont der Hoteldirektor.


Im Hotel Miramar treten fast jeden Abend verschiedene Musiker auf – unter anderem die Klappa Opatija.


Mit dem Sound der Adria ist untrennbar der Klapa-Gesang verbunden, Gruppen von Musikern, die die traditionellen Lieder ihrer Heimat am Leben erhalten. Der Klapa-Gesangs geht bis ins Mittelalter zurück, als sich Menschen trafen und gemeinsam musizierten – damals meist ohne Instrumente einfach sangen. Obgleich die Klapa-Texte für unser Ohr textlich kaum verständlich sind, reicht es für den Genuss schon, sich einfach dem Gesang hinzugeben, der wegen seines Wohlklangs auf Meereswellen zu reisen scheint. Vom Meer, von der Liebe und dem Leben am Meer handeln oft auch die Lieder der Klapa-Gruppen. Im Hotel Miramar trafen wir die Klapa Opatija und sprach mit einem ihrer Sänger: Elvidio.


In diesem eleganten Seebad wurde in den 1950-iger Jahren ein Mann entdeckt, der später ganz viele Frauenherzen schmelzen ließ. Er wurde "Mister Morgen“ genannt. Der Schlagersänger Ivo Robić. Mit diesem Lied „Morgen“ schaffte er seinen Durchbruch in Deutschland. Ihm zu Ehren steht eine Büste vor einem ebenso legendären Haus, dass untrennbar mit seiner Karriere verbunden ist….


Die Büste steht vor dem legendären "Hotel Kvarner". Es war zu K&K-Zeiten das erste Hotel an der Adriaküste und wurde im Jahr 2014 komplett renoviert.


Bekannt wurde es auch in jugoslawischen Zeiten, als hier regelmäßig der Vorentscheidung zum Eurovisions-Wettbewerb ausgetragen wurde. Auf dieser sonnigen Terrasse trat früher oft der legendäre Ivo Robic auf.


Liliana erzählt uns im Radioreise-Rundgang, wie sehr ihre Mutter Ivo Robic verehrte und wie schwer es war, einen Platz für eines seiner vielen Sonntagskonzerte vor dem Kvarner zu bekommen.


Am Ende dieser Radioreise nimmt Miramar-Guide Liliana Stipanovic die Hotelgäste und uns mit auf ihrem historischen Schiff zu einer kleinen Kreuzfahrt vor der Küste von Opatija.


Die Fahrt führt uns ins benachbarte Lovran. Der Ort liegt etwa 10 Kilometer südlich von Opatija und ist auch bequem über den Lungomare erreichbar. Lovran wirkt mit seinen verwinkelten Gassen wie ein italienisches Städtchen. Hier einige Impressionen unseres kurzen Rundgangs.






Für einen Sprung ins Wasser war in Lovran leider keine Zeit....


Nach einem kurzen Bummel durch Lovran wartet im Hafen das Schiff mit einem maritimen Fischteller. 


Heben wir mit Liliana Stipanic das Glas auf eine gelungene Reise....


...und auf eine baldige Rückkehr an die "ewig blaue Adria", wie Ivo Robic so schön sang....


Der Abschied von der schönen blauen Adria fällt so schwer...


Deswegen empfehle ich an dieser Stelle unser Angebot der kostenfreien Urlaubsverlängerung. Unsere Radioreise in die Kvarner Bucht bietet schönen Urlaub auf den beiden Inseln Krk und Rab.
KRK & RAB - URLAUB AUF DEN INSELN DER KVARNER BUCHT

In Opatja beginnt eine schöne Tour entlang der Küste von Istrien.
ISTRISCHE KÜSTE: Von Opatja bis auf die Brijuni-Inseln

Genau auf der Westseite der Halbinsel startet unsere Tour von Porec bis nach Pula.
BEST OF ISTRIA - Naturparadiese und Juwele auf der kroatischen Halbinsel

Im Landesinneren von Istrien laden wir Sie zur Trüffelgad ein.
TRÜFFELJAGD AUF ISTRIEN

Auch Dalmatien haben wir im Angebot - mit einer Sendung aus Dubrovnik.
Dubrovnik - die Perle der Adria

Auf ein Wiedersehen in Opatija und Rijeka!