MAGDEBURG - die Ottostadt: Überraschend anders

Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Magdeburg. Dabei wird Alex selbst immer wieder überrascht, denn Magdeburg ist ganz anders als erwartet. Magdeburg hat mehr als 1.200 Jahre Geschichte und war einst das Machtzentrum Europas. Magdeburg hat den kolossalen Dom, der voller Respekt auf die benachbarte moderne Hundertwasser-Architektur schaut. Magdeburg ist grün, mit seinen Parks an der Elbe. Bei Magdeburg kreuzen sich zwei Flüsse auf einer Autobahn. Und Magdeburg hat viel Kultur. Magdeburg ist doppelte Otto-Stadt. Neben dem Herrscher ist Otto von Guericke die zweite historische Figur. Er war Bürgermeister und prägte im 17. Jahrhundert von Magdeburg aus die Wissenschaft. Folgen Sie uns in diesem Podcast!


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Radioreise Podcast in Magdeburg

Herman Mensink ist Gästeführer und Mitarbeiter von Magdeburg Marketing. Er begleitet uns auf den meisten Etappen dieser Radioreise.

Herman Mensink

Herman Mensink beginnt seinen Stadtrundgang im kolossalen Magdeburger Dom. Er ist die erste von Anfang an gotisch konzipierte und die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden und wurde im Jahr 1363 geweiht. Der Dom ist die Grabkirche Otto des Großen.
Bild: Magdeburg Marketing / Dominik Ketz
Mehr als 100.000 Touristen besuchen jedes Jahr den Dom. Im Radioreise-Rundgang durch den Dom erzählt uns Herman von der Zeit des deutsch-römischen Kaisers Otto des Ersten, der in Magdeburg herrschte. Er baute damals die Stadt zum Machtzentrum Europas aus, von der Ostsee bis Italien.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Der Dom schaut respektvoll auf die Grüne Zitadelle. Sie ist ein von Friedensreich Hundertwasser entworfenes Gebäude in Magdeburg. Fertiggestellt wurde es im Jahr 2005 als letztes Projekt vor seinem Tod. Im Erdgeschoss befinden sich mehrere Läden, ein Café und ein Restaurant. Unter anderem steht hier in der „Information in der Grünen Zitadelle“ auch das originale Baumodell.


Die Architektur sei die dritte Haut des Menschen, meinte Friedensreich Hundertwasser. Die erste sei die natürliche Haut. Die Architektur sei wie die zweite Haut die Kleidung, die nach seinem Willen ausgewählt und gestaltet werden könne. Die Idee für die Hundertwasser-Wohnanlage entstand nach einer Initiative einer Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft. Sie plante einen Umbau nach dem Wegfall hässlicher DDR-Plattenbauten im Jahr 1998. Mit dem ersten Spatenstich im Dezember 2003 wurde Hundertwassers Traum drei Jahre nach seinem Tod Realität.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Im Gebäudekomplex, der einer Hotelanlage ähnelt, befindet sich ein Theater, ein Hotel und eine Kindertagesstätte. In den oberen Etagen des Hauses sind 55 Wohnungen sowie Praxen und Büros untergebracht. Somit ist es eine kleine Stadt, wie es Hundertwasser wollte.

Die Grüne Zitadelle in Magdeburg ist der Ort, wo die Bäume aus Fenstern und auf Dächern wachsen. Gleich daneben befindet sich der große Domplatz, der sich im Sommer zu einem Meer aus Menschen füllt.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Über das breite kulturelle Angebot von Magdeburg sprechen wir mit Karen Stone, der Generalintendantin des Theaters Magdeburg. Das Theater befindet sich im historischen Opernhaus, das im Jahr 1907 als Centraltheater eröffnet wurde. Zunächst wurde hier Varieté gezeigt, dann Operette gespielt. Zu DDR-Zeiten nannte sich das Haus Maxim-Gorki-Theater. Nach einem schweren Brand wurde das Haus aufwendig renoviert und als Theater der Landeshauptstadt wiedereröffnet. Das Theater beherbergt eigene Ensembles für Musik-Theater, Ballett, Konzert und Schauspiel.


Die Verwandlung der 1.200 Jahre alten Ottostadt kann jeder auf seinem Smartphone direkt verfolgen. Wenn Sie an den Stationen halten, sehen Sie aus derselben Perspektive historische Fotos vom alten Magdeburg. Eine Zeitreise durch diese einst so mächtige Stadt erleben in der Radioreise im Museum Dommuseum Ottonianum Magdeburg.


Mit den umfangreichen Domgrabungen in den Jahren 2001 bis 2010 entstand die Idee für solch ein Museum. Der Besucher durchläuft eine Zeitreise von Kaiser Otto dem Großen mit Königin Edgitha bis in die Gegenwart. Sehenswert: Kurz vor den Toiletten befindet sich eine Panzertür, die früher die Notenbank sicherte. Diese Panzertür sah schon viele Währungen: die Reichsmark, die Mark der DDR, die Deutsche Mark und den Euro.


Frank Sinatras bekanntester Song „New York, New York“ könnte „Magdeburg, Magdeburg“ heißen. Denn das Original des Broadways befindet sich hier in Magdeburg und heißt „Breiter Weg“. Der Breite Weg war schon im 13. Jahrhundert Verkehrsader und Prachtstraße. Den Händlern war diese Straße zu teuer, sie machten sich Anfang des 17. Jahrhunderts auf den Weg nach Nieuw Amsterdam, um da ihr Glück zu suchen. Dort nannten sie ihre neue Straße – auch aus Heimweh – „Breedeweg“. Als Nieuw Amsterdam Mitte des 17. Jahrhunderts in britische Hände fiel, wurde daraus New York und aus Breedeweg der Broadway.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Sie sind im Original aus Eisen, es gibt sie heute auch aus Schokolade: die Magdeburger Halbkugeln. Die Original-Eisen-Kugeln sind untrennbar. Nicht einmal die stärksten Pferde können die beiden Halbkugeln auseinanderreißen. Dieses Phänomen geht auf den anderen bekannten Otto zurück – auf Otto von Guericke. Der in Magdeburg geborene Naturwissenschaftler hatte dieses Vakuum nachgewiesen – mit 16 Pferden, die an beiden Kugeln zogen.


Die Schokokugeln sind ein beliebtes kulinarisches Souvenir aus Magdeburg. Wenn Sie Magdeburg kulinarisch erleben wollen, können Sie dies auch in einer geführten Stadtbesichtigung tun, jeder Gang in einem anderen Lokal. Über die Küche Sachsen-Anhalts und über seine kulinarische Philosophie hören Sie in unserer Sendung ein Radioreise-Interview mit Sebastian Hadrys. Er ist Küchen-Chef und Inhaber im Landhaus Hadrys an der Halberstädter Chaussee.


Im Sommer findet Kulinarik in Magdeburg auch draußen statt. Mit den Füßen im weichen, weißen Sand chillen – im Liegestuhl oder auf der Schaukel mit dem Blick aufs Wasser. Das ist das Magdeburger Sommer-Gefühl an der Elbe.
Bild: Magdeburg-Marketing / Andreas Lander
Die Magdeburger lieben ihre Natur. Liebevoll angelegte Parklandschaften reihen sich aneinander. Über dem Elbauenpark ragt der beeindruckende Jahrtausendturm. 6.000 Jahre Menschheitsgeschichte werden in dem 60 Meter hohen Holzbauwerk erzählt. Inmitten des Zentrums liegt auf einer 200 Hektar großen Elbinsel der Rotehornpark. Restaurants und Cafés laden am grünen Flussufer zum Verweilen ein.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Unter dem Motto „Staun Dich schlau“ geht es Schritt für Schritt bis in die Spitze dieses besonderen Holzturms. Der Turm hat es in sich: vom Faustkeil bis zum Röntgenteleskop, von der Höhlenmalerei zur Computertomografie, was die Menschheit in den letzten 6.000 Jahren technisch bewegt hat. Das erleben hier Kinder wie Erwachsene ganz lebendig. In Summe befinden sich 250 Exponate auf fünf Etagen. Gekrönt wird dieser Turm von einem 20 Meter hohen Kuppelsaal.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Wir wissen, wie eine Straßenkreuzung aussieht. Wir wissen auch, wie ein Autobahnkreuz funktioniert. Aber wie sieht es aus, wenn sich zwei Flüsse kreuzen? Wie soll da das Wasser fließen? Nördlich von Magdeburg, im Ortsteil Hohenwarthe der Gemeinde Möser, befindet sich das Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Hier überquert der Mittellandkanal die Elbe über eine Brücke.


Für dieses gigantische Bauprojekt reichen die Pläne bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurück.
Im Jahr 1905 begann der Bau des Mittellandkanals. Gut 30 Jahre später wurde das Schiffshebewerk Rothensee fertiggestellt. Doch der Zweite Weltkrieg stoppte dieses Projekt und die DDR hatte kein großes Interesse an einer Ost-West-Verbindung auf dem Wasser. Erst nach der Wiedervereinigung wurde dieses große deutsch-deutsche Wasser-Straßen-Kreuz dann vollendet.


Ein riesiges Schiffshebewerk ermöglicht das Befahren der Schiffe über diese Wasserautobahn.


Herman Mensink empfiehlt im Radioreise-Interview eine Schifffahrt. Seine Routenvorschläge hören Sie in unserem Podcast.


Die Radioreise empfiehlt auch eine weihnachtliche Reise nach Magdeburg. Denn Millionen Lichter funkeln in der Adventszeit auf dem Alten Markt. So viele LED-Lampen leuchten in keiner anderen Stadt in Mitteldeutschland. Wenn man diese Leuchtketten aneinanderreiht, würden sie eine Länge von 100 Kilometern ergeben.
Bild: Magdeburg Marketing / Andreas Lander
Die mittelalterliche „Kaiser Otto Pfalz“ begeistert die Besucher auf dem Alten Markt. Händler und Handwerker verkaufen zum Beispiel erzgebirgisches Kunsthandwerk und Glasbläserkunst aus Thüringen. Über 50 verschiedene Glühweinsorten locken an die unterschiedlichen Buden. Wer es sportlich mag, dem sei die Eislaufbahn „Winterfreuden on Ice“ empfohlen. Vom 19. November 2020 bis zum 13. Januar 2021 lädt Sie an der Elbseite das Allee-Center Magdeburg zum Kufenspaß ein.
Magdeburg Marketing / Andreas Lander

Magdeburg ist auch Sport: ob Handball, Schwimmen, Leichtathletik, Kanu oder Fußball - Magdeburg spielt oben mit. Magdeburg überrascht und ist international. Der Holländer Herman Mensink ist seiner großen Liebe nach Magdeburg gefolgt und hat nun hier an der Elbe seine Heimat gefunden. Er fühlt sich glücklich in Sachsen-Anhalt, wie er im Radioreise-Interview erzählt.


Magdeburg ist für Radioreise-Produzent Alexander Tauscher auch ein idealer Ort, um seinen lieben Radiokollegen Mathias Marx aus Aschersleben zu treffen, gemeinsam mit dem guten Steffen Katte.


Viel mehr Infos aus Magdeburg bietet Ihnen das große Angebot von Magdeburg Tourismus:
www.visitmagdeburg.de

Wir verlängern Ihren Urlaub sehr gern im schönen Sachsen-Anhalt. Reisen Sie mit uns von Magdeburg weiter ins Harz-Börde-Land und dann mit dem Zug auf den Brocken.
HARZ - Mit der Schmalspurbahn von Wernigerode auf den Brocken

Entdecken Sie mit uns elbaufwärts den Wörlitzer Park und die Pioniere des Bauhauses in Dessau.
WEIMAR - DESSAU: Die Bauhaus-Reise

Wir bieten Ihnen außerdem eine schöne Reise an die Saale und Unstrut an.
SAALE-UNSTRUT: Gärten, Schlösser, Wein

Auf ein Wiedersehen in Sachsen-Anhalt, in Magdeburg!
Bild: Magdeburg Tourismus / Andreas Lander