KOLUMBIEN - für Einsteiger



In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Südamerika, in den Norden des Kontinents, gar nicht weit weg vom Äquator. Freuen Sie sich auf eine Reise nach dem Motto „Kolumbien für Einsteiger“. Wir machen Station am Karibischen Meer in Cartagena, wir besuchen mystische Ausgrabungsstätten in San Agustin und lassen uns zeigen, wie und wo der beste Kaffee des Landes produziert wird. Wir springen in erfrischende Wasserfälle, mitten in einer Region, die man vor wenigen Jahren noch gar nicht bereisen konnte. In dieser Kolumbien-Tour darf auch die 10-Millionen-Metropole und Hauptstadt des Landes nicht fehlen: Bogota. Hier radeln wir durch eine Hauptstadt, die auf gut 2.500 Metern Höhe liegt. Folgen Sie uns im Podcast der Radioreise und hier in den Texten und den Bildern. Die folgenden Fotos verdanken wir unseren beiden Reiselustigen Fred und Britt, besten Dank dafür!


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Radioreise Podcast in Kolumbien

Beim Reiseland Kolumbien werden einige vielleicht gewisse Zweifel haben? Denn mehr als 50 Jahre lang gab es in Kolumbien fast nur ein Thema: der bewaffnete Konflikt zwischen revolutionären Streitkräften und der Regierung. Drogen, Banden und Gewalt beherrschten das Land. Die normale Bevölkerung hatte extrem darunter zu leiden. Erst im Jahr 2016 kehrte Ruhe ein: Regierung und FARC unterzeichneten einen Friedensvertrag. Seitdem ist der Wandel Kolumbiens in vollem Gange - auch im Tourismus. Wir waren an Orten, an denen man als Tourist herzlich empfangen wird, wo man das ganze Jahr über hinreisen kann.


Uns begleiten zu Beginn der Radioreise Carmen Wolf und Jürgen Janßen vom Südamerika-Spezialisten „Take Off Reisen“. Beide sind regelmäßig in Kolumbien. Sie erzählen uns von unberührter Natur mit glasklaren Wasserfällen in Regionen, die man bis ins Jahr 2016 gar nicht bereisen konnte. Das waren damals sogenannte „Rote Zonen“ – Sperrgebiete, wo früher Guerillas und Paramilitärs gegeneinander kämpften.


Wenn man Touristiker fragt, welches Land eines der großen Boom-Länder der nächsten Jahre ist – dann fällt schnell die Antwort: Kolumbien. Hier gibt es karibische Traumstrände genauso wie tiefgrünen Urwald und Berge. Hier gibt es Millionenmetropolen genauso wie verträumte Dörfer.
Und es gibt diese besondere Lebensfreude der Kolumbianer! Im Radioreise-Interview erzählt Jürgen ausführlich von einem Land im Wandel und seinen Lieblingsregionen.


Mehr Infos unter:  www.takeoffreisen.de
Wer  nach Kolumbien reist, der muss natürlich ein paar Abstriche in Kauf nehmen. So gibt es beispielsweise keine überregionalen Eisenbahnstrecken, sondern vor allem Fernbusse, die die Orte in Kolumbien miteinander verbinden. Gerade in den abgelegenen Regionen sind die Straßen teilweise noch im sehr einfachen Zustand. Dafür sind die Aussichten alles andere als einfach...


Wir nehmen eine gute Straße in die Region Meta, ein paar hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Bogota. Diese Region ist noch nicht so lang für Touristen zugänglich. Sie lockt mit einer nahezu unberührten Landschaft. Diesen Wasserfall hören Sie bei uns im Podcast...


Damit aber Touristen auch diesen Teil Kolumbiens kennen lernen, bringt William Hurtado sehr gern Neugierige hierher. William ist in dieser Region aufgewachsen und hat eine kleine Reiseagentur gegründet.


Kolumbien ist nach Brasilien der bevölkerungsreichste Staat Südamerikas. Allerdings sind weite Teile des Landes dünn besiedelt. Die meisten Bewohner leben in Städten, im Andenraum und an den Küsten, nur eine Million leben in Amazonien, Orinokien und dem Chocó.


Weil Kolumbien am Äquator liegt, ist das Wetter hier das ganze Jahr über relativ stabil. Es herrscht ein stets warmes, oft feuchtes Klima. Daher gedeiht die reichhaltige Natur - von den hohen Bergen der Anden über die Ausläufer des Amazonas bis an die Küsten von Pazifik und Karibik.


Sie können sich Kolumbien auch über den Seeweg nähern: mehr als 90 Kreuzfahrtlinien weltweit haben Kolumbien im Programm. Sie steuern Cartagena an, den ältesten Frachthafen Südamerikas.


Von hier aus verschifften bereits die spanischen Eroberer ihre gewaltsam erbeuteten Waren und Schätze zurück in die alte Welt.


Mit rund 2 Millionen Besuchern gehört Cartagena zu den absoluten Touristen-Hotspots Kolumbiens. Umgeben von einer meterdicken Schutzmauer präsentiert sich der alte Stadtkern im farbenfrohen Kolonial-Stil. Dieser historische Stadtkern ist seit Mitte der 1980er Jahre UNESCO-Weltkulturerbe.


Neben der Altstadt liegt das moderne Cartagena, oft auch als Miami Südamerikas bezeichnet. Hier befinden sich moderne Shopping Malls und schlanke Hochhäuser schießen in den Himmel.


Busrundfahrten, Museumstouren und Stadtführungen haben hier Hochsaison, vor allem zwischen Oktober und Mai, wenn es kaum regnet und nicht viel heißer als 30 Grad wird. Von der Karibik weht dann eine angenehme Brise durch die engen Gassen der historischen Altstadt.


Genau dahin begeben wir uns in der Radioreise, zum Stadtrundgang mit unserem Guide Angelika, die seit vielen Jahren Besucher durch „ihr Cartagena“ führt.


Von der Karibikküste Kolumbiens machen wir gleich einen Sprung ins Hochland der Anden auf über 2.600 Metern Höhe: dort liegt nicht irgendein abgeschiedenes Bergdorf, sondern die Hauptstadt Kolumbiens – Bogota. Mit rund zehn Millionen Einwohnern im gesamten Großraum lebt hier fast ein Viertel der gesamten Bevölkerung von Kolumbien.

Bogota

Bogota ist Regierungssitz, Wirtschaftszentrum und das kulturelle Herz des Landes.


La Candelaria ist die historische Altstadt. Sie wurde von den spanischen Eroberern Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt. Hier befinden sich die hübschen Straßen, eine große Fußgängerzone.


Bogota liegt am Fuße des Montserrat, dem Hausberg der Millionenmetropole. Vom Montserrat wirkt Bogota sehr imposant. Der Blick von oben: bis zum Horizont ziehen sich Straßen und Wohnblöcke – soweit das Auge reicht.


Bogota gehört zu den am schnellsten wachsenden Metropolen Südamerikas, vor allem junge Kolumbianer zieht es hierher, in der Hoffnung gutes Geld zu verdienen.


Der Sound Bogotas – das ist der Sound Südamerikas: hupende Autos und Motorräder, die sich durch die Staus schlängeln. Dazwischen fahren die langen roten Schnellbusse der TransMilenio-Linie. Wir sind dazwischen mit dem Fahrrad, ein echtes Abenteuer! Aber wir sind nicht allein: uns begleitet José Luis Benavidis, unser Fahrradguide von „Cerros Bike Tours“ in Bogota.


Mehr Infos unter:  https://cerrosbike.wixsite.com/cerrosbiketours
In der Radioreise begleiten wir Sie akustisch auf dem Drahtesel durch diese wuselige Millionenmetropole.


Zu Bogota gehören auch Graffiti und Street Art. An vielen Ecken gibt es verschiedenste bunte Portraits und Kunstwerke. Wen das interessiert, der kann sich zum Beispiel einer Graffiti-Tour anschließen. Für uns war Bogota auf dieser "Kolumbien für Einsteiger"-Tour ohnehin nur ein Hineinschnuppern.


Mit der Erinnerung an auch dieses markante Gesicht machen wir uns auf den Weg nach San Agustin, etwa 300 Kilometer südlich von Bogota gelegen. Wer das erste Mal Kolumbien bereist, hat meistens auch diese Stadt auf seiner Liste.


San Agustin ist bekannt für hunderte Steinfiguren und mystische Fels-Statuen. Die meisten Funde stammen aus der Zeit zwischen 200 vor bis 700 nach Christi. Die archäologischen Ausgrabungsstätten sind UNESCO-Weltkulturerbe und bis heute geben die Figuren Rätsel auf.


Welche Bedeutung hatten die Darstellungen, die teils Menschen, teils Tiere zeigen? Sollten die steinernen Figuren die hier ebenfalls freigelegten Gräber beschützen? Oder stellten die Skulpturen selbst Dämonen, vielleicht aber auch Gottheiten der Ureinwohner dar?


Gleich mehrere Museen und verschiedene Fundstätten können in San Agustin, Isnos und der näheren Umgebung besucht werden.


Selbst, wenn man sich nicht für alte Steinfiguren erwärmen kann, so gibt es in und um San Agustin noch einiges mehr zu entdecken. Zum Beispiel das grüne Tal des Rio Magdalena oder Kolumbiens höchster Wasserfall, der „Salto de Bordones“.


Sie können in Hotels übernachten, in Gäste-Fincas und auch campen. Ein gehobenes Haus ist das Hotel, das äußerlich einem Kloster ähnelt. Es trägt auch den programmatischen Namen Monasterio San Agustin.


Wir treffen die Empfangschefin des Hauses, Mayra Alejandra, zum Radioreise-Interview.



Mehr Infos unter: www.monasteriosanagustin.com
Unsere Karawane zieht weiter: wir wollen ja vor dem Rückflug von Bogota noch in die berühmte Kaffeeregion Kolumbiens.


Kolumbien gehört zu den größten Kaffee-Produzenten der Welt. Im Hochland zwischen Medellin und Bogota gedeihen die Bohnen der Sorte Arabica besonders gut. Wir machen Station im kleinen Bergort Buenavista. Wie der Name schon erahnen lässt hat man von hier oben einen grandiosen Ausblick auf dunkelgrüne Kaffeeplantagen, soweit das Auge reicht.


Das Spannende an Kolumbien ist, dass die Landschaft und die Klimazonen, aufgrund der hohen Berge und den Ausläufern der Anden, sehr unterschiedlich sind. Daher gibt es viele Zonen, in denen Kaffee geerntet wird – Zonen mit ganz unterschiedlichen Geschmacksprofilen. Im Prinzip kann in Kolumbien das ganze Jahr über Kaffee geerntet werden. Auch die Kaffee-Produktion war durch den Bürgerkrieg eingeschränkt. Viele Gegenden in der Sierra Nevada und in Tolima litten in den vergangenen Jahrzehnten unter dem Einfluss von Guerilla und dem Drogenhandel. Jetzt können die Kaffeehändler und Kaffeeröster aus aller Welt diese Anbau-Regionen wieder selbst besuchen.

Das ist wichtig, da es den Kooperativen und Farmern dabei hilft, bessere Preise für ihren Kaffee zu erzielen. Carlos Diazgranados erzählt uns in der Radioreise über die Herkunft des Kaffees. Er lebt selbst in einer grünen Oase, nahe zahlreicher Kaffeeplantagen. Carlos entwickelt Projekte zum Schutz und Erhalt einheimischer Arten und führt Touristen durch den kolumbianischen Nebelwald.


Kolumbien ist eines der traditionsreichsten und größten Kaffeeanbauländer weltweit. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Arabica-Kaffee von den Jesuiten nach Kolumbien gebracht. Der Boden ist sehr fruchtbar und Kaffee wird hier auf einer Höhe zwischen 1500 und 2000 Metern angebaut. Wir schauen uns das Anbaugebiet der Kaffeemarke San Alberto an.


Auf Besucher wartet hier nicht nur eine Kaffee-Tour, auf der man alle Schritte der Produktion kennenlernt, sondern ein ganzes Kaffee-Erlebnis mit frisch aufgebrühter Verkostung. Uns begrüßt Alejandra Ruales auf der Kaffee-Farm von San Alberto, dem meist prämierten Kaffee Kolumbiens.


Falls Sie nicht das Glück haben, mit der netten Dame eine Tasse Kaffee zu trinken, Alejandra liefert Ihnen die Bohnen auch gern nach Hause.


Mehr Infos unter: www.cafesanalberto.com
Vor unserer Abreise und dem langen Heimflug schenken wir uns noch eine Tasse des heißen Schwarzen ein...


Auf dem langen Rückflug lassen wir all diese Eindrücke Revue passieren: die aufregende Zeit in Bogota, der Ausflug zu den Kaffeebauern, die Besichtigungen in San Agustin oder auch unsere Zeit am Karibischen Meer. Das war unsere Tour "Kolumbien für Einsteiger". Wir setzen die Reise an dieser Stelle mit der Tour "Kolumbien intensiv" fort. Derweil empfehlen wir Ihnen die kostenfreie Urlaubsverlängerung in andere Länder Südamerikas.

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Auf ein Wiedersehen in Kolumbien!