GOLAN - NEGEV: Israel Cross Over

Radioreise Podcast Istrael Wüste Negev

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Israel auf eine Tour von den Golan-Höhen bis in die Wüste Negev. Unter dem Motto "Israel Cross Over" lernen Sie dabei auch viele unbekannte Orte kennen und treffen Menschen mit bewegenden Geschichten. Wir starten an einem Aussichtsplateau an der Grenze zu Syrien und enden am Fuß der Festung Masada bei einem Überraschungsgast, dem "Fröhlichmacher Deutschlands. Auf dem Weg von Nord nach Süd beobachten wir im Hula-Tal tausende Zugvögel auf ihrem Weg von Europa nach Zentral-Afrika. Natürlich lassen wir Jerusalem diesmal nicht aus, bieten Ihnen aber unbekannte Seiten dieser Stadt. Tauchen Sie mit uns ins Nachtleben der heiligen Stadt ein.
 
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Wir bereisen ein Land, dass nicht viel größer als Hessen ist, aber extreme Kontraste bietet: Klimazonen, Sprachen und Religion. Freuen Sie sich auf das heiligste aller Länder dieser Erde, das heilige Land.

Nach der Landung auf dem Flughafen Ben Gurion, benannt nach dem Staatsgründer Israels, fahren nordostwärts in die grünste Region des Landes, die Golan-Höhen. Israels nordöstliche Berglandschaft galt schon immer als ideales Anbaugebiet für Weintrauben. Schon als das Alte Testament entstand, wurde im heiligen Land Wein angebaut. Noah ist immerhin der erste namentlich erwähnte Weinbauer der Welt. Die heutigen israelischen Kellermeister haben ihre Ausbildung in den besten Weingütern rund um Bordeaux, in den USA oder in Australien absolviert. 

Die die größte Weinbau-Region des Landes liegt auf einem politischen Pulverfass. Schließlich sind die Golan-Höhen seit Jahrzehnten ein Zankapfel im Nahen Osten. 

Yahir Tsedok ist unser Guide auf dieser Radioreise und bringt uns in der ersten Etappe zum „Volcanic Park“ auf den Gohlan-Höhen, direkt an der Grenze zu Syrien gelegen. Vom Aussichtspunkt aus sehen wir den Ort Quneitra in Syrien. 


Quneitra liegt etwa 60 Kilometer südwestlich von Damaskus. Nach dem Abzug der israelischen Truppen 1974 am Ende des Jom-Kippur-Krieges blieb die Stadt vollständig zerstört zurück und wird seitdem von Truppen der Vereinten Nationen kontrolliert.


Dieses Gebiet ist auch geprägt vom Kampf ums Wasser. Hierbei streiten sich Syrien, die Türkei und Israel um den gerechten Anteil am kühlen Nass. Syrien ist auf die Türkei angewiesen mit dem Zufluss des Euphrat angewiesen. Nachdem die Türkei einen Staudamm gebaut hatte und das Wasser regulieren kann, löste dies einen Konflikte aus. Unser Guide sagte, dass Syrien später einen Kanal baute und Wasser, dass von den Golan-Höhen zum See Genezareth fließt, abzweigt. Immerhin bezieht Israel ein Drittel seines Trinkwassers aus diesem See.


Immer wieder kreisen Aufklärungsflugzeuge über den Golan-Höhen. Davon merkt man an diesem sonnigen Nachmittag vordergründig nicht viel. Besucher schauen mit neugierigem Blick auf die syrische Grenze. 



Israels nordöstliche Berglandschaft galt schon immer als ideales Anbaugebiet für Weintrauben. Schon als das Alte Testament entstand, wurde im heiligen Land Wein angebaut. Noah ist immerhin der erste namentlich erwähnte Weinbauer der Welt. Die heutigen israelischen Kellermeister haben ihre Ausbildung in den besten Weingütern rund um Bordeaux, in den USA oder in Australien absolviert. Etwa zwei Drittel entfallen auf Rotwein. Eine Flasche Wein oder Olivenöl vom Golan ist immer ein gutes Souvenir


Ein schönes Souvenir ist auch eine besondere Schokolade vom Golan. Denn von diesen Hügeln sieht man bei gutem Wetter den höchsten Berg Israels, den Mount Hermont. In dieser Form fertigt eine Manufaktur auf dem Golan ihre Schokoladen-Pralinen. Karina zählt zu den bekanntesten Schokoladenfabrikanten Israels. Ruth Sade führt uns durch die Hallen der Besitzerin Karina.

Während die Menschen seit  Jahrzehnten über die Grenzen dieser Region streiten, sind die Vögel viel klüger. Sie kennen keine Grenzen und haben dennoch ein sehr gutes Navigationssystem. Auf ihrem Winterflugplan in Richtung Afrika haben sie einen planmäßigen Zwischenstopp im Hulal-Tal. Der Agmon-See und die Sümpfe geben zehntausenden von Vögeln für kurze Zeit ein Ort zur Erholung. Sie nisten hiervor allem machen sie hier Picknick, bevor es dann über die trockenen Wüsten weiter nach Süden geht.

In der Abenddämmerung haben wir ein beeindruckendes Naturschauspiel erlebt: Tausende Vögel flogen in großen Schaaren auf diese Wiese. Sie kreisten zunächst um den See und den Sumpf, machten laut auf sich aufmerksam und legten sich schließlich zur Ruhe.

Der Ranger Rotem Schani hatte unsere Gruppe durch die Auen des Hulal-Tals geführt. Im dem Freiluft-Bus sitzt man wie auf einer Zuschauer-Bühne seitlich zur Fahrtbahn. 


Die Sitze liegen unter einem dunklen Dach, so dass die Vögel die vielen Menschen nicht sehen und dadurch nicht erschrecken.


In dieser für Israel sehr idyllischen grünen Region liegt eines der Vorzeige-Kibbutzim des Landes, das Kibbutz Haschirim. Diese ländlichen Kollektivsiedlungen, die zu Beginn fast schon sozialistischen Charakter hatten, arbeiten inzwischen fast ausschließlich gewinnorientiert. 


Nicht alle Kibbutzim sind so schön im Park eingebettet wie dieses. Hier gibt es inzwischen ein gehobenes Hotel. 

 
Gleich neben dem Hotel befindet sich ein Haus mit besonders vielen Blumen.


Dieses Haus ist kein normales, es ist ein Luftschutz-Bunker. Dieser Kibbutz liegt nah der Stadt Kirjat Schmona. In der Vergangenheit wurde diese Stadt am häufigsten von der Hisbollah im Libanon beschossen. In dieser fast schon tropischen Idylle scheint die Gefahr aus dem benachbarten Libanon eine sehr abstrakte zu sein. 


Auch unsere nächste Station ist eine kleine grüne Oase. Folgen Sie uns nach Naharayim südlich des Sees Genezareth, am Zusammenfluss des Yarmouk in den Jordan. Am „Island of Peace“ direkt an der israelisch-jordanischen Grenze fällt sofort ein Beet voller Blumen und Bilder von sechs israelischen Schülern auf. Sie erinnern daran, dass die Zeiten hier nicht immer friedlich waren.


Hier trafen wir eine Frau, deren Geschichte uns auf dieser Reise am meisten bewegt hat: Orma Shimani spricht im Radioreise-Interview über das Schreckliche, was ihren Freunden und  ihrer Familie hier passierte. 


Dieser Ort ist eng mit dem Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien verbunden. Es war ein friedvoller Ort, an dem sich Israelis gern mit jordanischen Soldaten fotografieren ließen, ein beliebtes Ausflugsziel  - bis zu einem traurigen Tag im Jahr 1997, ein blutiger Tag, den Orma miterleben musste, wie sie uns im Radioreise-Interview erzählt. 


Mitten in einer Schwimmhalle hatte Orma einen Flur mit Gedenktafeln der gefallenen Israelis eingerichtet. Sie will damit zeigen, dass Tod und Leben eng zueinander gehören. Sie will zeigen, dass trotz Leid das Leben weiter geht, dass es Freude und Hoffnung gibt.


Wer hier gerade in Badehose fröhlich aus dem Wasser kommt, soll zum Nachdenken angeregt werden.


Hoffnung auf Versöhnung – das waren die Worte, die uns Orma zum Schluss dieser Etappe meiner Reise auf den Weg gegeben hat.


Durch das Jordantal fahren wir weiter südlich in Richtung der heiligen Stadt. 



Auf dem Weg durch das Westjordanland werden wir daran erinnert, wie jüdische Siedler immer wieder zu Opfern von Terrorattacken militanter Palästinenser wurden. 

 
Aus dem israelischen Kernland fahren wir den Transitweg durch das von der palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierte Gebiet.


Jedesmal sind wir erleichtert, wenn wir wieder im vollständig von  Israel kontrollierten Gebiet sind.
 

Aus dem Jordantal erreichen wir schließlich die Höhen der heiligen Stadt. 


Das klassische Jerusalem mit Grabeskirche, Via Dolorosa und Klagemauer stellen wir Ihnen in einer anderen Radioreise vor. Auch den Tempelberg lassen wir heute mal links liegen. Unser Guide Amir zeigt uns einen Stadtteil von Jerusalem, in den sich kaum ein Tourist verirrt. Es ist ein Teil von Jerusalem, der ganz nah an einigen Luxus-Hotels liegt und trotzdem ein ganz anderes Leben hat. Hier sieht man sie, die Männer mit den langen Bärten, die ultra-orthodoxen Juden im Stadtteil Me'a Sche'arim.


Die Ultra-Orthodoxen wollen oft nicht arbeiten, sie verweigern den Militärdienst, sie vermehren sich unkontrolliert und sie pfeifen auf manch ein Gesetz. Im Prinzip lehnen sie den Staat Israel in dieser Form ab. Dieser Stadtteil Me'a Sche'arim ist zwar bis auf den Shabat meist nicht abgegrenzt und besteht auch nur aus ein paar Straßenzügen, aber es ist eine Welt für sich. Wer sich als Tourist hierher verirrt, sollte bitte nicht fotografieren, so sehr einen das eine oder andere Motiv lockt. Denn bei Fotos reagieren die Einwohner oft ganz aggressiv. Manch einem Reisebus hat man schon alte Eier nachgeworfen, sagte unser Guide. Die Bewohner von Me'a Sche'arim wollen unter sich sein und sollte man als Tourist respektieren. Deswegen haben wir nur aus dem Bus ein schnelles Foto machen können. 


Natürlich sind in diesem Stadtteil alle Restaurants Koscher. Aber koschere Restaurants gibt es an vielen Orten, auch in Jerusalem. Dieses Zertifikat wird meist von einem Rabiner oder einer Behörde beglaubigt. Es geht um strenge Regeln bei der Zubereitung der Speise: Zum Beispiel die Trennung von Milch und Fleisch. Nah am Jaffa-Tor in Jerusalem besuchen wir das koschere Restaurant „Eucaliptus“. Hier arbeitet der Chef-Koch Mosche Bosson. Nach den leckeren Vorpeisen brachte er uns der das Hauptgericht unter einer großen Glocke: Maqeluba: Hühnchen mit Gele - ein Gedicht... 


Nach dem Abendessen tauchen wir in das Nachtleben der heiligen Stadt ein. Das ist ganz anders, als man sich das vielleicht vorstellt. 


Beim Club-Leben in Israel denkt man vielleicht an Tel Aviv – doch auch das Nachtleben von Jerusalem hat einiges zu bieten. Diese Tour hatte ich Hamar Taragan zu verdanken. Er ist Chef eines Clubs  und führte uns durch die Jerusalemer Szene. 


Zum Auftakt der Nachttour tranken wir einen Schluck bei Leon Schwarz am Tresen. 


Es war eine dieser unendlich vielen lauen Nächte. Kurz vor Mitternacht an einem Wochentag – und trotzdem waren die Straßencafes bis fast auf den letzten Platz gefüllt. Einige junge Leute rauchten ihre Wasserpfeife auf israelische Art.


Nun stoppte unser Guide vor der  - wie er sagte – besten koscheren Bar in Jerusalem.


Gleich hinter der Bar verläuft eine Gasse für Gourmets. 



Wir überquerten die Jaffa-Street und kamen ins alternative Jerusalem: Hier findet man eher kleine Clubs und Bars – auch ein Club, aus dem die „freie Stimme von Jerusalem“ spricht. So nennt sich der Internetsender, der im Obergeschoss dieses Clubs steht. 


Avi und Shai gehört die Station „Voice of free Jerusalem“. Da Alexander Tauscher mit dem RIAS, der „freien Stimme der freien Welt“ aus dem Westteil Berlins groß geworden ist, hat ihn dieser Besuch sehr gefreut.


 Zu Besuch in der freien Stimme des freien Jerusalem. Die Parallele zum RIAS ist gegeben, schließlich ist auch Jerusalem eine geteilte Stadt. 


Nach einer langen Nacht in Jerusalem verlassen wir die heilige Stadt mit müden Augen – auch ein wenig traurigen Augen. Denn diese Stadt lässt niemanden beeindruckt und weckt fast immer den Wunsch nach einem Wiedersehen. 


Auf der Schnellstraße in Richtung Westbank sehen wir noch im Rückspiegel die Hochhäuser des neuen Jerusalem.


Wir verlassen die wenigen grünen Hügel, schnell wird die Landschaft karg – gar nicht zu sprechen von der unschönen Mauer, die Jerusalem von den Palästinser-Gebieten trennt. Die Mauer wurde zum Schutz Israels gebaut, hat aber zwangsläufig auch viel Trennung gebracht. 


Jerusalem liegt auf einer Höhe bis knapp 800 Meter. Hier ist das Klima noch vergleichsweise angenehm. Ganz anders an dem Punkt, den wir nach nicht einmal einer Stunde erreichen: Das Tote Meer. Auf dem Weg dahin säumen Beduinenzelte und Dattelhändler. den Weg. Wir erreichen den Meeres-Spiegel. 


Von hier geht es weitere 400 Meter bergab in ein weltweit einzigartiges Klima am Toten Meer. Damit erreichen wir die Steinwüste am Toten Meer und suchen uns hier eine grüne Oase. En Gedi ist der grüne Fleck in der Judäischen Wüste.


Diese Oase liegt am israelischen Westufer des Toten Meeres südlich der Grenze zum Westjordanland. Die Oase ist seit Jahrtausenden besiedelt. Heute befinden sich hier ein Nationalpark und ein Kibbuz. Es ist ein Tal mit Palmen und Blumen in einem sonst eher gelb bis grauen Gesteinsmassiv.


Inzwischen ist En Gedi auch bei europäischen Urlaubern sehr beliebt. Denn in diesem Kibbutz wurden ein Spa mit Schwimmbad sowie moderne Hotelzimmer errichtet. 



Hier im Kibbutz trafen wir Daniel Thiesse aus Deutschland. Der studierte Jurist hängte seinen Bürojob in Deutschland an den Nagel, um seinem Partner in das heiße Israel zu folgen. Er habe Lust gehabt, noch mal etwas ganz anderes zu machen, sagte Daniel im Radioreise-Interveiw. Wie sein  muskelbepackter Oberkörper deutlich zeigt und wie er im Interview zugibt, verbringt er seine Freizeit hauptsächlich im Fitness-Studio des Kibbutz. Außerdem reist er in der Freizeit gern nach Tel Aviv, in die Stadt der sportlich-heißen Jungs. 


An den freien Tagen fahre er gerne mal zum Friseur in das palästinensische Ramallah, oder auch in das 30 Minuten entfernte Jericho. Da sei immer etwas los.


Nach der Rast im Kibbutz haben wir den Negev erreicht, die Wüste, die einen großen Teil des südlichen Israels bedeckt.  Ein jüdisches Sprichwort sagt: „Besser die Gurke, die man hat, als die Aussicht auf einen Kürbis.“ Es gehört zu den großen Leistungen Israels, dass Teile der  Wüste heute zum Teil fruchtbar sind, dass Landwirtschaft betrieben wird, dass hier Menschen siedeln und sogar von der Landwirtschaft leben.


Die Kunst besteht darin, ganz wenig Wasser möglichst viele Pflanzen zu bewässern. Das haben wir uns  im Kibbutz „Sde Boker“ erklären lassen. Hier wurde ein Forschungszentrum aufgebaut: Große Zelte, in denen Pflanzen gezüchtet werden, die mit wenig Wasser in der Wüste auskommen: Zum Beispiel die kleinen Cherry-Tomaten, die man auch bei uns im Supermarkt findet. Roi Yosef forscht in diesen Zelten.


Im Norden und Westen ist der Negev eine eher flache, staubige Ebene. Im Süden ist die Wüste von Gebirgen, Tälern und Erosionskratern durchzogen. Wenn es im Winter und Frühjahr stärker regnen sollte, verwandeln sich die ausgetrockneten Wadis in Sturzbäche, und die Wüste erblüht für kurze Zeit.
 
Höchster Berg in der Wüste Negev ist der Har Ramon mit 1035 Metern. Sehenswert ist der Timna-Nationalpark nördlich des Badeortes Eilat mit den antiken Kupfer-Minen und den majestätischen Fels-Formationen. 


Die Kupfervorkommen von Timna wurden etwa 5500 vor Christi entdeckt und waren Gegenstand ägyptischer Bergwerksexpeditionen. Diese ägyptischen Bergwerke sind die ältesten Metallbergwerke der Welt. Auch die Ruinen der Schmelzanlagen zählen zu den ältesten der Welt. Wohl die beeindruckendste und interessanteste Gesteinsformation im Timna Nationalpark stellen die sogenannten Salomonischen Säulen dar. Diese wie Säulen aussehenden, riesigen Gebilde sind auf natürliche Weise durch Erosion entstanden und durch einen Wanderweg begehbar. Im oberen Teil ist eine ägyptische Inschrift erhalten.


Der größte und bekannteste Krater ist der Machtesch Ramon. Er ist rund 40 Kilometer lang und bis zu 500 Meter tief. An einigen Stellen können sich Mutige abseilen lassen.
 

Am Krater leben neben Gazellen auch Steinböcken auch asiatische Halbesel. Diese Tiere sind Kreuzungen aus dem Turkmenischen Halbesel und dem Persischen Halbesel. Der heimische Syrische Halbesel ist ausgestorben.



Der Machtesch Ramon Krater ist Teil des Israel National Trails, Israels längster Fernwanderweg. Auf diesem durchwandert man den Krater auf einer Strecke von 19 Kilometern und legt dabei eine Höhendistanz von 747 Metern zurück.

 
Der Negev bedeckt 60 Prozent des Staates Israel. Jedoch leben hier gerade einmal zehn Prozent der Einwohner. Beer Scheva an der Nordgrenze des Negev gilt als Hauptstadt der Wüste. Am bekanntesten sind das UNESCO Weltkulturerbe Nationalpark Be’er Sheva, der Beduinenmarkt und die Universität. Mehr als 200.000 Einwohner machen die Stadt zur vierten Metropole Israels. 
 

Im Sommer können die Temperaturen im Negev bis auf 45 Grad im Schatten steigen. Die geringe Luftfeuchtigkeit lässt einem die Hitze aber nicht so stark vorkommen. Dennoch ist das Frühjahr und der Herbst die beste Zeit für den Negev.


Die Wüste Negev ein Teil des Wüstengürtels, der sich vom Atlantik bis nach Iniden erstreckt. Sie gilt als der am längsten – seit etwa 1,8 Millionen Jahren – unveränderte sichtbare Teil der Erdoberfläche.


Die Wüste strahlt viel Ruhe aus. Aber es gibt auch Action hier – und dafür sorgt jetzt Ali. Er nimmt uns in der Steinwüste am Toten Meer mit zu einer Wüsten-Safari. 
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Mit einem ziemlich verstaubten und uralten Jeep ging es mit vollen Karacho bergauf und bergab. Immer dann, wenn wir durch ein Loch gefahren und aufgesprungen sind, sagte Ali „„Hoppala“.


Ali fuhr mit seinem Jeep mitunter einen 50 Grad steilen Hang herunter. Da konnte man schon vor Angst schreien, vor allem als Ali mit Vollgas auf eine Steinwand raste und ein paar Zentimeter davor abbremste. 


Ali erzählte uns, dass ein Teil des Streifen „Rambo 3“ hier in diesem Gebiet gedreht wurde. In der Abenddämmerung hielt der Jeep auf einer großen offenen Fläche an: Absolute Ruhe, keine Menschenseele. Ali legte einen großen Teppich aus und kochte uns einen ganz süßen Tee, wie es im Orient so üblich ist.


Ein aufregender Tag in der Wüste endet mit dem Sonnen-Untergang über dem Toten Meer.


Auf dem Programm der meisten Reisen steht natürlich auch ein Besuch der Festung Masada. Es ist fast ein heiliger Ort – dieser Palast des Königs Herodes, fertiggestellt im Jahr 15 vor Christi. Ein Ort, der den Überlebenskampf des jüdischen Volkes demonstriert. 


Wir wollen Ihnen am Ende der Radioreise eine echte Überraschung bieten. Denn am Fuß der Festung Masada trafen eine Stimmungs-Kanone aus Baden-Baden.


Mit seinen Schlagern war er der „Fröhlichmacher der Nation“. Dabei konnte er auch ganz anders – nämlich Oper und Operette. Er beherrschte eben mehr Töne als im Schlager notwendig. Hören Sie das spontane Gespräch mit Tony Marshall!


Darin gibt uns Tony Marshall auch ein paar Gesangskostproben....natürlich Hava Nagila...


Was Tony Marshall in Israel vor hatte und warum er dieses Land so mag, hören Sie in unserem Podcast. 


Zwar ist Israel so ein kleines Land – von der Fläche etwa so groß wie Hessen. Trotzdem gibt es viele Gegensätze, verschiedene Klimazonen , verschiedene Völker. Wir haben in dieser Sendung nur wenige Orte erlebt. Deswegen empfehlen wir wie immer die kostenfreie Urlaubsverlängerung mit uns. Denn wir bieten viele weitere Radioreisen ins heilige Land.


Eine unserer Radioreisen bringt Sie an die drei Meere Israels. 
Meeresreise - Israel vom Wasser aus

Eine andere Tour bringt Sie zu verschlossenen Orten in Jerusalem.
Jerusalem Open House

Sie können mit uns auch auf die palästinensische Seite nach Bethlehem und Hebron reisen.
Spannend, bewegend, traurig: Israel & Palästina

Schwitzen mit uns gemeinsam auf dem heißen Pflaster der heiligen Stadt – beim Jerusalem Marathon.
JERUSALEM MARATHON - Schwitzen auf heißem Pflaster

Und wenn Sie mit uns auf der warmen Welle schwimmen wollen – kein Problem: Wir haben auch die Tel Aviv Pride im Angebot.
TEL AVIV PRIDE: WARME TAGE MIT HEISSEN TYPEN

Von Jaffa über Haifa bringt Sie unsere Reise durchs östliche Mittelmeer auch nach Israel.
ÖSTLICHES MITTELMEER - Von Israel über Zypern bis in die Türkei

Auf ein Wiedersehen im heiligen Land!