TEL AVIV PRIDE: WARME TAGE MIT HEISSEN TYPEN

TEL AVIV PRIDE: WARME TAGE MIT HEISSEN TYPEN


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Tel Aviv zur Pride Week. Freuen Sie sich auf die große Party am Mittelmeer - unter der Regenbogenflagge.

Podcast anhören:

Podcast herunterladen.



Wir sind in der zweitgrößte Stadt Israels, die bei uns inzwischen zum echten Trendziel geworden ist. Tel Aviv ist die Lifestyle-Metropole am östlichen Mittelmeer. Sie ist liberal, ausgelassen und feiert, wann es nur geht. Vor allem bei der Tel Aviv Pride, der großen Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern. Deswegen ist in dieser Sendung immer wieder die Rede von LGBT. Und deswegen treffen wir heute viele besondere Typen...


Begleitend zu unserem Podcast sehen bei uns heute ganz viel nackte Haut, viele schöne Menschen: Durchtrainierte Jungs, die ihre Luxuskörper zur Schau stellen.


Wir erleben Poser und werden immer wieder neidisch bei solchen athletischen Figuren.


Und wir erleben sehr viel gleichgeschlechtliche Liebe...


Die Tel Aviv Pride ist der rote Leitfaden in der Sendung. Unterwegs treffen wir viele Menschen dieser Szene in Tel Aviv: Künstler, Aktivisten, Helfer und gleich zu Beginn eine Drag-Queen:
Nona Chalant nimmt uns mit auf eine Fashion-Tour durch Tel Aviv.


Im Radioreise-Interview erzählt uns Nona, wie sie zur Draq-Queen wurde. Sie erzählt, wie sie in der israelischen Armee viele homosexuelle Freunde fand. Sie spricht über Tel Aviv, die Stadt, die sie so frei leben lässt.


Wir folgen der Drag-Queen Nona durch ihre Szene, die Szene der Künstler und Modegeschäfte. Dabei laufen wirdurch Tel Aviv, dass auch die „Weiße Stadt genannt wird. In den 1930er Jahren wurden in Tel Aviv rund 4.000 Häuser im Bauhaus-Stil errichtet. Später wurden viele abgerissen, um Platz für Wolkenkratzer zu machen. Doch jetzt ist das Bauhaus dank des Unesco-Weltkulturerbes geschützt. Bauhaus prägt das Stadtbild, vor allem am Rothschild-Boulevard und dessen umliegenden Straßen.


In einer der vielen Nebenstraßen treffen wir Thai Gourmet in seiner Boutique. Thai ist ein heiterer und natürlich auch heißer Typ. Der Schmuckdesigner glitzert in seiner Sprache genau so wie sein Geschäft.


Thai erzählt im Radioreise-Interview unter anderem, wie er sich in den Eurovision Song Contest verliebt hatte und wie er später selbst zehn Jahre lang Tänzer in der israelischen ESC-Dance-Formation war.


Heute tanzt Thai nicht mehr auf der großen Bühne, aber auf jeden Fall auf der Tel Aviv Pride. Und Thai tanzt immer beim warm-up der Parade, bei der großen schwulen Party im Wasser-Park von Tel Aviv.


Auch Ido Wolfgang ist bei dieser heißen Party mit dabei. Der junge Israeli bringt die Drag-Queen Nona mit seinen Fotos ins richtige Bild.


In dieser Radioreise gibt es viel Sonne, nackte Haut von lauter schönen Menschen. Denn die Pride Week und erst Recht der Wasserpark Tel Aviv ziehen einfach die durchtrainierten Typen an...


Die Schlabber-Badeshorts hat bei den meisten ausgedient. Knapp ist angesagt...


Manchmal auch knapp und extravagent...


Auf jeden Fall: knapp und lässig...


Allein schon das Eintreffen der Badegäste wird zelebriert wie auf der Showtreppe...


Diese Badegäste lassen sich sehr gern von hinten fotografieren...


Die Menschen in Tel Aviv sind absolut sportlich. Sie spielen im Wasser gern Paddelball, sie surfen oder sind mit dem Kajak unterwegs.


Am Strand halten sie sich unter anderem beim Beachvolley-Ball in Form. In den Fittness-Studios unter freiem Himmel stählen vor allem junge Männer ihre Körper.


Wer die Jungs an den Fitnessgeräten unter freiem Himmel beim Workout beobachtet, versteht, woher diese Traumbodys kommen.


Wenn Sie schon beim Boxen schwitzen, warum dann nicht gleich halbnackt in Badeklamotten...


Besser als bei jeder Turn-WM...


Ein Seitenumschwung am Reck - das beeindruckt die eigenen Freunde...


Dagegen wirkt der Liegestütz schon fast simpel...


Neben dem Muskel-Aufbau joggen sehr viele am Strand, die Promenade von Tel Aviv ist dafür predestiniert.




Die Sportboys joggen die Promenade vom alten Hafen bis kurz vor Jaffa. Sie laufen damit auch am Hilton-Beach vorbei, dem legendären Schwulen-Strand von Tel Aviv. Der Strand ist an den regenbogenfarbenen Pavillons zu erkennen, vor allem aber an seinen Strandgästen.


Der Hilton Beach hat sich zum inoffiziellen Hotspot der LGBT-Szene gemausert. Dieser Strandabschnitt ist nicht nur der liberalste aller Strände Tel Avivs. Er wartet auch mit den fittesten und braun gebranntesten Männer in den engsten Badehosen auf. Hier kann man Windsurfen, Paddel-Tennis spielen und den beeindruckenden Anblick des Meeres und der Beach-Bodies auf sich wirken lassen.


Die Hautpflege durch das gegenseitige Eincremen mit Sonnencreme wird hier extensiv gepflegt..


Wie Ölsardinen liegen sie nebenbeinander, aber das macht ja für die meisten hier den Reiz aus...



An den Hilton Beach kommen sie von überall her, auf der Suche nach dem heißen israelischen Mann.


Mitunter verirrt sich auch mal eine Strandschöne an diesen Beach...


Immer wieder legen DJs am Rand des Hilton Beach auf. Dann verwandelt sich die kleine grüne Wiese zur Tanzfläche.


Und immer wieder Liebe am Strand...


Den ganzen Tag strömen die Badegäste hierher an den Hilton-Strand.

In ist, was drin ist...


Und auch wir testen diesen Strand. Zugegeben, diese Menschenmessen sind nicht ganz so unsere Sache...


Der Verfasser dieser Zeilen hat sich am Strand einen leichten Sonnenbrand geholt. Wäre er doch lieber erst abends am Wasser gewesen...


Abends entfaltet sich an der Strandpromenade von Tel Aviv ein besonderes Flair.





Jedes Jahr im Juni begrüßt Tel Aviv besonders viele Schwule, Lesben, Trans- und Bisexuelle und deren Freunde aus aller Welt. Sie kommen zum Pride-Festival mit dem Höhepunkt, der Pride Parade.


1998 fand die erste CSD-Demo in Tel Aviv statt, seitdem feiert die Mittelmeer-Metropole mit immer mehr Besuchern unter dem Banner des Regenbogens. Über diesen Rückblick sprachen wir mit Lior Meyer, er ist der Deputy CEO der Organisation Tel Aviv Global.


Höhepunkt der Feiern ist die alljährliche Pride-Parade, die durch die Innenstadt in Richtung Strandpromenade führt: Morgens um 10 Uhr macht sich der bunte Tross aus Aktivisten, Partyfans und Sympathisanten auf den Weg.


Und wir fangen mit dem Radioreise-Mikro den Ton ein.


Die Parade zieht mit zahlreichen geschmückten Wagen und lauter Musik durch die Stadt. Inzwischen zählen die Veranstalter mehr als 200.000 Teilnehmer. Dabei sind die Wagen mehr oder weniger politisch gestaltet.



Draq-Queens haben an solchen Tagen Hochkonjunktur in Tel Aviv...




Mit Ballons und Regenbogenfahnen ziehen und tanzen die Teilnehmer durch die Straßen.



Auf vielen Balkonen entlang der Strecke tanzen und feiern die Menschen die Parade.


Tel Avivs Bürgermeister Ron Chuldai sagte am Rande der Parade: „Wir werden die gesetzlichen Mauern durchbrechen, damit alle Menschen gleich sind.“


Das Motto der Parade im Jahr 2008, dem 20-jährigen Jubiläum, hieß „The Community makes history“.


Im Anschluss an das farbenfrohe Spektakel findet die große Party statt, auf der im Jahr 2018 auch Popsängerin Netta auftrat. Sie hatte kurz zuvor das Finale des Eurovision Song Contests in Lissabon gewonnen.


Die Teilnehmer feierten 2008 neben 20 Jahre Gay Pride in Tel Aviv auch 70 Jahre Unabhängigkeit des Staates Israel.


Während der Parde verwandeln internationale Top-DJs den Strand in eine riesige Open-Air-Tanzfläche und parallel bringt das „Tel Aviv International LGBT Film Festival“ Filme und Künstler aus aller Welt auf die Bühne.


Man hört immer wieder: Tel Aviv ist nicht Israel, sondern eine Blase. Vieles ist hier möglich, was im konservativen Jerusalem nicht möglich ist – gerade auch mit Blick auf Schwule und Lesben. Wie offen sind eigentlich die Jüdischen Gemeinden in Israel? Darüber sprach ich mit Zehorit Sorek. Sie hat die Organisation Religiöse LGBT gegründet, das Interview hören Sie in unserem Radioreise-Podcast. Darin hat auch unsere Nona immer wieder ihren Auftritt...


In dem Radioreise-Interview erfahren wir, dass die israelische Armee Schwule und Lesben sehr gut integriert. Denn die Armee braucht jeden, in einem Land, dass nicht gerade von vielen Freunden umgeben isst. Das klare Bekenntnis der LGBT zur Armee haben wir in vielen Interviews deutlich herausgehört.


Tel Aviv sieht sich als Leuchtturm für die Rechte von Schwulen und Lesben. Denn unweit in den palästinensischen Autonomiegebieten werden Schwule und Lesben oft verfolgt oder zumindest benachteiligt. Ähnlich geht es homosexuellen Paaren im benachbarten Jordanien und Ägypten, von Syrien nicht zu sprechen. Das liberale Beirut ist eine Ausnahme im Libanon. Im Iran droht Schwulen sogar die Todesstrafe.


Doch auch im demokratischen Israel gibt es viele Familien, die die Homosexualität ihrer Kinder nicht akzeptieren wollen. Und noch schlimmer: Die Kinder werden deswegen ausgesperrt oder verprügelt. Oft müssen Kinder deswegen fliehen.Gut, dass es am Stadtrand von Tel Aviv das House of Freedom gibt, es nennt sich "Beit Dror" und ist eine Hilfseinrichtung für die LGBT-Jugend in Israel. Adig hilft hier als eine von Freiwilligen und erzählt in der Sendung über die Arbeit dieser Organisation. Für zunächst drei bis sechs Monate werden die Jugendlichen hier aufgenommen. Derweil bemüht sich das Haus um Kontakt mit den Eltern. Denn im Idealfall sollen die jungen Leute zurück in ihre Familien. Manchmal aber funktioniert das nicht. Mehr zu diesem spannenden Thema bei uns im Podcast.


Und währen dieses Pressegesprächs entstanden bei einigen Zuhörern gleich ganz intensive Freundschaften...


Die Pride Parade führt in Tel Aviv am Strand entlang und damit auch fast am Eingang zum großen Carmel –Markt. Er wie auch der Levinsky-Markt stehen für frisches Essen. Ein Gemüsestand reiht sich an den nächsten. Es gibt frisches arabisches Weisbrot, Humus, Oliven oder Käse.Wir führen Sie akustisch über diese leckere Zone und bieten hier Fotos zum Hungrigwerden...






Der Markt ist ein kulinarischer Schmelztigel der Einwanderer nach Israel. Libysche Spezialitäten finden sich neben georgischen.


Man spricht auch Russisch auf diesem Markt...


Unser guide erzählt uns, dass Meinungsforscher sehr gern auf diesen Markt kommen, um die Stimmung des Volkes zu hören. Selbiges gelte für Politiker, vor Wahlen jedenfalls...


Ein frischgepresster Saft vom Markt gibt Kraft für den weiteren Stadtrundgang durch Tel Aviv.


Auf dieser Reise trafen wir so viele Urlauber, die sehr beeindruckt von den Menschen in Israel waren. Wie sagt es einmal ein Touristiker: After beeing in Israel you will never be the same. In der Schluss-Etappe der Radireise setzen wir noch ein paar Worte voller Pathos drauf, unter anderem mit dem US-Showmaster und Botschafter der Pride, Andy Cohan.


Viele weitere Eindrücke unserer Reise hören Sie bei uns in der Sendung. Doch dies war nur ein Bruchteil Tel Avivs, den wir hier vorstellen konnten. Hören Sie gern auch in unsere Tour durch die Sportstadt Tel Aviv rein.



Aufregende, bewegende, unvergessliche Tage in Tel Aviv liegen hinter uns. Zu viele Eindrücke für unsere Sendung. Vieles sahen wir nur kurz im Vorübergehen:


Der Tag begann mit dem morgendlichen Blick aus dem Fenster auf die Skyline von Tel Aviv.




Und dann folgte das leckere israelische Frühstück. Die Kulinarik ist ohnehin ein wichtiger Grund, Israel zu besuchen.



Immer beim Frühstück dabei: Schakschuka, eine Spezialität der nordafrikanischen und israelischen Küche. Das Gericht wird aus pochierten Eiern in einer Sauce aus Tomaten, Chilischoten und Zwiebeln zubereitet.


Die Regenbogenflagge hat uns die ganze Reise begleitet.




Lustige Typen in unserer Reise-Gruppe, wie dieser brasilianische Fernsehmoderator und Youtuber.


Ulkig ist auch der Hundestrand mit Hundedusche.


Der Waterpark war eines der heißesten Erlebnisse...



Die kurze Pride-Pressekonferenz war etwas anders, als wir bei uns Pressekonferenzen gewohnt sind.


Gern wären wir noch länger über den Rothschild-Boulevard und die anderen Alleen der Stadt gelaufen.



Nette laue Frühsommerabende wie hier in einem spanischen Restaurant am alten Bahnhof.


Und immer wieder die Menschen dieser Reise...


Viele einzelne Individien, einzelne Selbstdarsteller und doch in Summe eine tolle Gruppe.


Eine Gruppe, die wuchs und wuchs, die ich früher verlassen musste.

:
Shalom heißt Frieden. Dieses Wort kann man nicht oft genug sagen, im heiligen Land und in der ganzen Welt. Shalom Aleichem ist ein hebräischer Gruß, der Friede sei mit Euch bedeutet. Als Antwort darauf hört man meist Aleichem Shalom, Frieden auf Euch.


Auf ein Wiedersehen in Tel Aviv!

Teilen auf Google Plus