SÄCHSISCHE SCHWEIZ - Ein Märchen aus Stein

Bild: Tourismusverband Sächsische Schweiz
In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit in Deutschlands schönste Schweiz, in eine Landschaft mit majestätischen Felsen und einem mächtigen Fluss. Wir erleben Weitblicke, Waldluft und Wanderwege. Freuen Sie sich auf die Sächsische Schweiz, auf das Elbsandstein-Gebirge. Den Schwerpunkt legen wir diesmal auf die Winter-Aktivitäten hier, aber wir haben natürlich viele Tipps für den Ganzjahres-Urlaub.


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Unsere Reise startet am Tor zur Sächsischen Schweiz: Eingebettet im Elbtal zwischen Dresden und dem Elbsandsteingebirge liegt Pirna. Die Stadt wurde von Kriegsschäden weitestgehend verschont. Somit gibt es in der historischen Altstadt noch Plätze, deren Silhouette über Jahrhunderte erhalten geblieben ist, wie zum Beispiel der Marktplatz. Die Bilder des italienischen Malers Canaletto machten nicht nur Dresden, sondern auch Pirna weltberühmt. Einen akustischen Rundgang durch Pirna unternehmen wir im Radioreise-Interview mit Katja Riedel. Sie war vor knapp zehn Jahren sächsische Weinkönigin und ist heute Gastgeberin im Romantik Hotel Deutsches Haus in Pirna.

Radioreise Podcast in der Sächsischen Schweiz im Interview mit Katja Riedel

Katja Riedel bietet gemeinsam mit ihrer Mutter Regina im Sommer Weinwanderungen durch das Sächsische Elbtal an, im Winter laden sie zu Glühweinwanderungen ein.
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Gestärkt mit einem Glas Goldriesling machen wir uns auf den Weg von Pirna ins gleich angrenzende Elbsandsteingebirge.
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Vor 144 Millionen Jahren bedeckte ein Meer dieses Gebiet. Auf dem Meeresgrund sammelten sich Rückstände. Später hob sich diese Platte und zerbrach, das Meer zog sich zurück und durch Wind und Erosion entstanden die bizarren Formen des Elbsandsteingebirges. Viele Millionen Jahre später stieß aus dem Erdinneren Magma nach oben und formt diese Kegelberge. Daraufhin grub sich die Elbe etwa 300 Meter tief in den Sandsteinsockel ein. So entstand, im Zeitraffer gesprochen, das Naturwunder, das heute die Kulisse unseres Kurzurlaubs ist.
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„Wegweiser durch die Sächsische Schweiz“ hieß der erste Reiseführer, der vor weit mehr als 200 Jahren hier gedruckt wurde. Den hatten scheinbar auch die Künstler der Romantik gelesen, die Anfang des 19. Jahrhunderts die Schönheit des Elbsandsteingebirges entdeckten. Caspar David Friedrich zeichnete eines der berühmtesten Gemälde der Romantik: „Der Wanderer über dem Nebelmeer“. An diesen Wanderstrecken entstanden Wirts- und Gasthäuser. Die erste Schänke öffnete an der heute weltberühmten Basteibrücke. Heute befindet sich hier unter anderem ein Vier-Sterne-Hotel, das inzwischen Kai Reiße leitet. Im Radioreise-Interview erzählt uns Kai, dass er 16 Jahre im Ausland tätig war, zuletzt im noblen St. Moritz in der Schweiz. Nun ist er zurück zu seinen Wurzeln gekehrt und leitet das Berghotel und das Panoramarestaurant auf der weltberühmten Bastei.

Alexander Tauscher und Kai Reiße

Die spektakulären Naturlandschaften der Sächsischen Schweiz ziehen seit Jahrhunderten Menschen an. Im Mittelalter waren es die Burgherren, die sich niederließen. Zunächst sollten die Burgen die Handelswege schützen. Viele Burgen entwickelten sich später zu Raubritter-Burgen, die im 15. Jahrhundert von den sächsischen Landesherren zerstört wurden. Mitte des 18. Jahrhunderts besuchten zwei Schweizer Künstler die Region. Weil die Landschaft sie an ihre Heimat erinnerte, sagten sie: Das ist die Sächsische Schweiz.

Ausblicke in der Sächsischen Schweiz

Fast zwei Millionen Besucher zieht die Bastei jedes Jahr an. Von ihr bieten sich die Traumblicke zu jeder Jahreszeit.


Kai Reiße schwärmt im Radioreise-Interview von den Tagen im Herbst und im Winter auf der Bastei. Dann sei es hier besonders romantisch, wenn sich beispielsweise Nebel um die Felsen hüllt.


Als wir die Bastei besuchten, hatte sich ein dünnes, weißes Kleidchen auf die Bäume und Felsspitzen niedergelassen.


Dauerhaftes Eis im Winter garantiert das benachbarte Königstein mit seiner Eislaufbahn. Königstein ist bekannt für die gleichnamige Festung auf dem Plateau eines Tafelberges. Darüber spricht im Radioreise-Interview Chiara Gasparini. Die Italienerin fühlt sich inzwischen pudelwohl in der Sächsischen Schweiz.


Tafelberge und freistehende Sandsteinfelsen prägen das Bild der Sächsischen Schweiz. Durch das schluchtenreiche Tal schlängelt sich die Elbe als ein blaues Band, vorbei an Städten und Kurorten. Auf der Elbe schippern die Schiffe der größten und ältesten Raddampferflotte der Welt entlang.
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Die großen Schlingen der Elbe betrachten wir nun von oben: Oberhalb von Königstein ragen aus dem Wald die Felsen des Papststeins hervor. Darauf steht eine der wohl gemütlichsten Hütten der Region, zu der man in Sachsen Baude sagt: die Bergwirtschaft Papststein.
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Besonders urig wirkt die Baude an Winterabenden.


Der Aufstieg ist für Alpinisten nichts mehr als eine Erwärmung, für nicht geübte Wanderer ein kleiner Sport. Die vielen Treppen lohnen sich, denn der Blick und die Stimmung am Papststein sind einfach nur überwältigend.


Uwe Henkenjohann ist der Betreiber der Bergwirtschaft Papststein. Er ist wie auch Kai Reiße ein Sachse, der Erfahrungen "im Westen" sammelte und diese nun in seiner Heimat nutzt. Uwe arbeitete einige Jahre im Allgäu und erzählt im Radioreise-Interview von der recht schweren Arbeit, eine Hütte in so exponierter Lage zu betreiben.


Die Fondue-Abende auf dem Papststein sind Erinnerungen an seine Zeit im Allgäu, betont der Unternehmer.
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Für Naturliebhaber empfiehlt sich zum Beispiel der berühmte Malerweg durch die Sächsische Schweiz. Diesen Weg entdeckten Naturliebhaber und Künstler im 18. Jahrhundert auf der Suche nach besonderen Erlebnissen. Inzwischen ist der Weg neu gestaltet und führt auf 112 Kilometern durch das Elbsandsteingebirge. Der Malerweg gilt als Flaggschiff der Wanderregion Sächsische Schweiz und zählt zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands. Gerade im Winter bietet dieser Weg aus dem Wald heraus Ausblicke, die im Sommer verdeckt sind. Winter-Erlebnisse in der Sächsischen Schweiz bietet auch das Aktiv Zentrum Sächsische Schweiz mitten in Bad Schandau. Tourismuschefin Gundula Strohbach macht uns im Radioreise-Interview Lust auf die so genannten Glühwein-Wanderungen im Winter.


Im Radioreise-Interview erinnern wir an die schweren Hochwasser der Elbe, die dem Tourismus immer wieder Rückschläge versetzten. Das Wasser ist und bleibt die große Unbekannte in der Sächsischen Schweiz. Im Jahr 2002 ragten in Bad Schandau nur noch die Dächer der Häuser aus der Elbe. Im Dürresommer 2018 war der Fluss knietief leicht zu durchlaufen.
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Millionen Wanderer, Kletterer, Radler, Camper und Paddler kommen im Sommer in diese einzigartige deutsche Felsenlandschaft. Im Winter ist die Sächsische Schweiz eher noch ein Geheimtipp für Romantiker, Genießer und Menschen, die aus der Stadt flüchten wollen. Ein Fluchtpunkt liegt kurz vor der Grenze nach Tschechien: das Winterdorf Schmilka!

In der Mühlenstube gibt es deftige Speisen für Leib und Seele, dazu ein dunkles Bio-Bier aus der Braumanufaktur Schmilka. Bei einer Brauereiführung können Besucher den Meistern des Handwerks über die Schulter schauen. In der Bio-Bäckerei wird frisches Mühlenbrot gebacken. Für heiße Typen lädt die Panoramasauna mit Blick über den geschmückten Mühlenhof zum gemeinsamen Schwitzen ein.
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Absoluter Hotspot ist der beheizte Badezuber. Ganze Familien oder befreundete Paare verbringen hier heiße Stunden, so wie Gott sie geschaffen hat.
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Regelmäßig lädt der Bademeister zum Bierbadetag. Bier habe eine wohltuende Wirkung, sagt der Bademeister. Eine wohltuende Wirkung für die Haut...
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Das Winterdorf Schmilka bringt etwas mehr Leben in das doch sonst stille Leben im Winter der Sächsischen Schweiz. Erlebnisse in der Natur werden hier ergänzt durch Vorträge oder Lesungen.
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Was gibt es Schöneres, als sich nach einer Wanderung hier aufzuwärmen.


Sven Erik Hitzer aus Cottbus kam vor rund 30 Jahren in diese romantische Ecke Sachsens. Für ihn sei Schmilka das Alaska des Ostens, verrät er im Radioreise-Interview.


Gern hätten wir selbst das heiße Becken getestet, aber das ist in der Hochsaison, also der kalten Zeit, gut gebucht... So blieb uns ein schöner Poolplatz...


Die Sächsische Schweiz ist untrennbar mit der Böhmischen Schweiz verbunden. Gleich hinter Schmilka verläuft die Grenze nach Tschechien. Der Grenzort Hrensko ist bei Deutschen nicht nur wegen des günstigen Benzins und billiger Zigaretten beliebt, sondern auch als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Kamnitzklamm zum Prebischtor.


Über die grenzenlose Ferienregion Sächsisch-Böhmische Schweiz spricht Nicole Hesse vom Tourismusverband Sächsische Schweiz bei uns in der Radioreise. Ein begeisterter Tagesgast, Ronny aus Pirna, gibt in der Sendung das akustische Sahnehäubchen. Wenn Sie Ronny hören, wird er Ihnen ganz sicher ans Herz wachsen. Mögliche Ähnlichkeiten zu einer Frau Bähnert aus Pirna sind rein zufällig.
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Von der Sächsischen Schweiz ist es nur ein Katzensprung nach Dresden. Dorthin begleitet Sie eine schöne Radioreise, die wir Ihnen an dieser Stelle gern als Urlaubsverlängerung empfehlen.
DRESDEN - Reise nach Elbflorenz

Elbabwärts hinter Dresden schließt sich das Sächsische Elbland an. Diese wunderbare Region haben wir zwischen Radebeul und Meißen besucht.
SÄCHSISCHES ELBLAND

Sie können mit uns auch den Urlaub im sächsischen Erzgebirge verlängern, auf schönen Wanderungen zwischen Crottendorf und dem Fichtelberg.
ERZGEBIRGE - mit schöner Mundart durch eine liebliche Natur

Mehrere Sendungen bringen Sie ins angrenzende Tschechien, zum Beispiel nach Prag.
Tschechien: Von Prag nach Ostböhmen

Oder Sie entspannen an den Heilquellen von Karlovy Vary.
KARLOVY VARY - Die Perle der böhmischen Heilbäder

Auf ein Wiedersehen in der Sächsischen Schweiz!
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