GRAN CANARIA - Insel der Kontraste


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Gran Canaria. Freuen Sie sich auf das Kanaren-Feeling und auf die drittgrößte Insel dieses Archipels. Es erwartet Sie die Tour der Kontraste: Wir besuchen die berühmten Dünen von Maspalomas und wandern in den Pinienwäldern dam Roque Nublo. Wir laufen durch das pulsierende Las Palmas und besuche eine kleine Finca im Landesinneren. Dort entdecken wir die einzige Kaffeeplantage der Europäischen Union. Außerdem finden wir mystische Höhlen von Einwanderern aus Afrika.

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Nach Teneriffa und Fuerteventura ist Gran Canaria die drittgrößte der Kanarischen Inseln, die allesamt autonome Regionen Spaniens sind.  Gran Canaria ist von der Form rund wie ein Kreis mit einem Durchmesser von etwa 50 Kilometern.


Die Hauptstadt ist Las Palmas de Gran Canaria. Hier empfängt uns im Podcast unser Guide, die feurige Maria Lezcano. Schlendern Sie mit uns durch die Altstadt Vegueta.


In diesem beliebten Stadtteil befinden sich neben Bars, Restaurants und Geschäften auch wichtige Museen der Stadt wie das Columbus-Museum.



Im Zentrum erhebt sich die Kathedrale Santa Ana, deren Erbauung im 16. Jahrhundert begann. Sie wird von der Plaza Santa Ana mit bedeutenden historischen Gebäuden flankiert.


Die Kathedrale wird von der Plaza Santa Ana mit historischen Gebäuden flankiert. So zum Beispiel das Rathaus im neoklassischen Stil oder der Bischofspalast.


Gran Canaria befindet sich rund 200 Kilometer westlich vor der Küste Afrikas am äußersten Südende Marokkos. Doch klimatisch und kulturell unterscheiden sich die Kanaren deutlich vom afrikanischen Festland. Einen Hauch von Wüste spüren Sie im Süden von Gran Canaria, denn hier befinden sich die großen Sanddünen von Maspalomas. Sie sind eines der Hauptmotive der Insel.


Über eine Länge von sechs und eine Breite von zwei Kilometern erstreckt sich diese große Sandfläche zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm von Maspalomas.



Diese Naturlandschaft ist in Europa einzigartig, wobei Gran Canaria ja bereits geografisch zu Afrika zählt.


Die Sandwüste besetht aus großen Wanderdünen aus organischem Korallen- und Muschelkalk, die sich auf 5 bis 20 Meter auftürmen und in ihrer Mitte die Lagune von Maspalomas einschließen.


Über die Entstehung der Dünen gibt es zwei Theorien: Die eine besagt, dass die Dünen durch Erosion entstanden sind. Also dadurch dass Wind und Meeresbrandung die einstige Felsenküste zu feinem Sand zerrieben und anschließend durch Brandung und Gezeiten an Land gespült wurde. Diese Version erzählt uns Juana Rose Aleman vom Tourismusbüro Gran Canarias im Radioreise-Interview.


Die andere Theorie stellt die These auf, dass die Dünen im Jahr 1755 durch einen Tsunami entstanden sind, der sich nach einem Erdbebens in Lissabon gebildet hatte. Dadurch soll viel Sand an die Küste von Gran Canaria gespült worden sein. Diese These erklärt uns Maria im Radioreise-Interview.


Spazieren in den Dünen von Maspalomas im Süden von Gran Canaria – das waren früher romantische Momente gerade auch für die große Gay-Szene, die hier gern ihren Urlaub verbringt. Doch das ist jetzt nicht mehr überall so einfach möglich. Denn die Dünen sind Teil eines Naturschutzgebiets, das nun ständig überwacht wird.


Weil diese Traumlandschaft aus Sand einzigartig auf den Kanarischen Inseln ist und durch uns Menschen bedroht ist, werden die Dünen ständig von Beamten der Umweltbehörde und der lokalen Polizei überwacht. Rund 1.500 Poller kennzeichnen die erlaubten Wege durch die Dünen. Im Radioreise-Interview hören Sie dazu zwei Polizisten, die aufpassen, dass Einheimische und Touristen nicht vom rechten Pfad abkommen.


Die beiden Polizisten erklären uns die neuen Regeln auf den Sanddünen.


Das Naturschutzgebiet der Dünen von Maspalomas besteht aus drei Ökosystemen: der Palmenhain, die Lagune und die Dünen, die sich wenige Meter vom Meer entfernt entlang der Küste erstrecken. Der Strand hier ist natürlich ein Hotspot der Insel. Wir haben unweit von Maspalomas diesen idyllischen Meereszugang gefunden.




Wenn Sie einen urigen Strand mögen, dann empfehlen wir „Las Canteras“ in Las Palmas. Er befindet sich an einer langen Jogging-Strecke, an dem auch Fitness-Anlagen unter freiem Himmel aufgebaut sind, auf denen die Insulaner ihre Traumkörper formen.





Gran Canaria ist ein ganzjähriges Segelrevier. Sehr beliebt sind bei den Seglern vor allem die Wintermonate. In dieser Zeit bewegt sich das Thermometer immer noch zwischen 17 und 22 Grad Celsius.


Ölzeug und Gummistiefel sind beim Segeln garantiert nicht von Nöten, auch die Wassertemperatur liegt bei angenehmen 18 bis 23 Grad Celsius. Außerdem ist auch im Winter sehr oft Strahlemann angesagt.


In den meisten der Hotels lassen sich sogenannte Tagestörns buchen. Dabei geht es jedoch nicht darum, selbst Hand anzulegen, sondern vielmehr um eine entspannte Segeltour, um die Insel von der Meerseite aus kennenzulernen. Meist starten die Exkursionen in den Häfen im Südwesten der Insel.


Den Regenbogen am Himmel, den werden Sie auf der Insel selten sehen, weil Regen sehr selten ist. Die Regenbogen-Flagge allerdings öfter – denn Gran Canaria ist eins der beliebtesten Urlaubsorte für die Gay-Szene in Europa. Die Insel bietet eine große Auswahl von Hotels und Ferienwohnungen, die das Etikett „gayfriendly“ oder sogar „gay only“ tragen.


Die Insel ist - wie das gesamte Archipel - aus Vulkanen entstanden. Keine Angst, die Vulkane auf Gran Canaria sind bereits weitgehend im Ruhestand oder zumindest im Vorruhestand. Sie haben ein schönes Lebenswerk hinterlassen, zum Beispiel den Roque Nublo. Der Gipfelfels erhebt sich etwa 65 Meter über einem kleinen Plateau.


An dessen Fuß wandern wir in der nächsten Etappe der Radioreise. Zunächst geht es mit dem Auto von der Küste in Las Palmas ein paar Kilometer auf der Autobahn. Dann biegen wir ab und mit uns biegen und winden sich die Straßen. Sie führen über unzählige Kurven, durch Dörfer und winzige Siedlungen, durch die Trockentäler, die hier Barrancos genannt werden. Schnell haben wir den Dunst und die Passatwolken der Küste uns gelassen, der Himmel strahlt blau wie im Prospekt.



Der Roque Nublo liegt im Zentrum der Insel und ist umgeben vom gleichnamigen Naturschutzgebiet. Etwa vier Kilometer östlich liegt der 1949 Meter hohe Pico de las Nieves, der höchste Berg der Insel.


Das Plateau des Roque Nublo ist ein beliebtes Wanderziel und über gut ausgebaute Wanderwege leicht erreichbar. Vom Gipfelplateau aus reicht die Aussicht bis zum Pico del Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa.


Auf dieser Wanderung begleitet uns Wanderguide Jamilet. Wir unterlegen das Gespräch mit der Hymne von Gran Canaria, die dem Roque Nublo gewidmet ist: „Sombra del Nublo“ (Schatten des Wolkenfelsens). Denn der Roque Nublo war zur Zeit der Ureinwohner ein heiliger Berg.


Als Wanderinsel ist Gran Canaria bisher eher ein Insider, dabei steigt das Netz der Wanderwege von Jahr zu Jahr.




Einige Hotels, wie dieser Parador, liegen direkt in den Bergen. Ein Pool mit Traumblick für traumhafte Momente...


Auf dem Weg zurück zur Küste durchfahren wir einige der vielen Mikro-Klimazonen der Insel, weswegen Gran Canaria auch als „Miniaturkontinent“ beschrieben wird. Vor Las Palmas tauchen wir wieder in die Passatwolken ein.


Über Serpentinen und entlang tiefer Schluchten führt uns die nächste Etappe der Radiroeise. Wir steuern auf den Fels Montaña del Gallego zu. Er liegt versteckt und ist kaum zu erkennen - der Kornspeicher "Cenobio de Valerón", die wohl bedeutendste archäologische Ausgrabungsstätte der Insel. „Cenobio de Valerón“ war ein von den Ureinwohner in den Felsen gehauener Speicher. Es wurden knapp 300 Waben mit Werkzeugen aus Stein und Holz in den Felsen gehauen.


Forscher gehen davon aus, das Cenobio de Valerón vor mindestens 800 Jahren entstanden ist, sagt unser Guide Consuelo Maredo im Radioreise-Interview. 


Nur ein paar Kilometer weiter in Gáldar befindet sich die Höhle „Cueva Pintada“. Auch sie ist ein Zeugnis der Ureinwohner von Gran Canaria und zeigt vor allem die Kunst der ersten Insulaner. Das Zentrum von Gáldar wurde inzwischen unter Denkmalschutz gestellt.


Die Hauptkirche Santiago de Gáldar zählt zu den schönsten Kirchen der Kanarischen Inseln. Sie schlägt eine Brücke zwischen dem Barock und der frühen Neoklassik des Archipels. Im Zentrum der große Platz mit hunderten Lorbeerbäumen und Araukarien.


Ein Baum spielt die erste Geige und präsentiert sich in einem eigenen Garten im Innenhof des Rathauses. Genau genommen ist er auch kein Baum, sondern eine Pflanze: Der Drachenbaum - der älteste der Insel.


Gáldar war vor der spanischen Eroberung neben Telde eine von zwei Hauptstädten der Canarios.


Wir waren absolut überrascht, dass auf Gran Canaria auch Kaffee angebaut wird, nicht in großem Umfang, aber auf einer kleinen Farm im Agaete- Tal im Landesinneren.


Die Finca „La Laja“ ist der einzige Ort in Europa, an dem man Kaffee-Pflanzen wachsen können. „La Laja“ bedeutet so viel wie „die Platte“. Der Name stammt von einem gigantischen Felsbrocken aus Vulkangestein um den herum die Finca errichtet wurde.


Das Tal von Agaete zählt zu den ältesten Besiedelten Teilen Gran Canarias. 


Auf der 12 Hektar großen Farm wird einheimisches Obst angebaut, wie Organe, Mango, Guave, Papaya, Weintrauben und Avocado. 350 Sonnentage pro Jahr versprechen reife Früchte....


Kanarischer Wein aus Vulkanerde und der Sonnengarantie hat einen eigenen, oft krätigen Geschmack.

 

Gäste können das Anwesen für Feiern nutzen. Unvergleichbar schön ist eine lange Festtafel im Grünen...

 


Die Weine haben bereits auch zahlreiche und wichtige Auszeichnungen der Kanarischen Inseln gewonnen.  Vor der „Bodega Los Berrazales“ traf ich mich mit dem Betreiber der Farm Victor zum Radioreise-Interview.


Warum die charmante Maria zwar diese Fianca, aber nicht den Besitzer übernehmen würde...das erfahren Sie im Radioreise-Interview. Außerdem beantwortet sie uns am Ende die wichtigste Frage: Warum heißt die Insel Gran Canaria und ist nur die drittgrößte Insel des Archipels?


Nach diesen tollen Tagen müssen wir schweren Herzens zurück zum Flughafen. Die Masken werden wir hoffentlich bald wieder fallen lassen...


Sicher sind die Kanaren sicher....


Deswegen verlängern Sie doch bitte Ihren Kanaren-Urlaub. Wir haben einiges im Angebot, zum Beispiel eine Reise nach Lanzarote.  
Lanzarote - die Insel geboren aus Feuer und Wasser

Wandern Sie mit uns auf La Palma:
REISELUST - La Palma

Oder fliegen Sie mit uns quer über die Kanaren:
Kanaren-Reise von La Palma bis La Graciosa

Auf ein Wiedersehen auf dem Archipel des ewigen Frühlings!