BRÜSSEL - Hauptstadt Europas

Der Radioreise Podcast zu Gast in Brüssel

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit in die Hauptstadt der Europäischen Union, ins Herz des vereinten Europas. Freuen Sie sich auf einen Citytrip in die Hauptstadt Belgiens, auf einen Rundgang durch das facettenreiche Brüssel.


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Bild: Visit Brussels
Wir zeigen Ihnen zunächst die nicht so bekannten Seiten von Brüssel, wie zum Beispiel das Stadtviertel Molenbeek. Dabei kommen vielen gleich Assoziationen wie: "Schlupfloch für Islamisten" oder "Drogenquartier". Doch Molenbeek ist ganz anders als sein Ruf, inzwischen ein Bezirk, der sich zum Trendviertel in Brüssel entwickelt. Olaf Winkler, ein deutscher Architekt, der unter anderem in Brüssel arbeitet, läuft mit uns durch Molenbeek. An mehreren Orten zeigt er uns, wie sich Molenbeek vom einstigen Arbeiterbezirk zum Treffpunkt für Künstler und Kreative wandelt. Gleichzeitig zeigt er uns viele Orte, die zeigen, wie stark Molenbeek auch heute noch durch die Zuwanderr geprägt ist. Zog es um die Jahrhundertwende Spanier, Italiener und Portugiesen ins Viertel, waren es in den 50er und 60er Jahren Marokkaner. Fast die Hälfte der Bewohner hat heutzutage marokkanische Wurzeln, mehr als ein Drittel ist muslimisch.

Molenbeek

Das Zentrum von Molenbeek ist an manchen Orten ein großer arabischer Basar. So verkaufen die Händler zum Beispiel rund um die Art-Déco-Kirche Saint-Jean-Baptiste ihre Ware. Der Glockenturm der Kirche sieht einem Minarett ähnlicher als einem Kirchturm.

Déco-Kirche Saint-Jean-Baptiste

Multikulti lebt auch Pierre Orelian, der Pfarrer der Kirche, die Johannes dem Täufer gewidmet ist. Pierre erklärt uns im Radioreise-Gespräch seine Philosophie.

Pfarrer Pierre Orelian

Diese Mischung der Kulturen, der Sprachen, aber auch die Mischung der sozialen Schichten zeigt uns Olaf auf dem Weg in Richtung Zentrum. Es ist ein kleiner Sprung über den Kanal, ein großer Schritt vom Arbeiterbezirk Molenbeek in Richtung Börse.


Wir laufen über diese Brücke und nähern uns dem Grand Place. Das Straßenbild ändert sich nahezu mit jedem Meter.


Grand Place auf französisch oder Grote Markt auf flämisch ist der Name für das schöne Zentrum. Um diesen Platz reihen sich prächtig verzierte Häuser mit ihren barocken Fassaden und Giebeln. Seit 1998 ist der Platz in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.
Bild: Visit Brussels

Im 11. Jahrhundert wurde an dieser Stelle in Platz angelegt. 1695 griffen französische Gruppen Brüssel an und zerstörten die Grand Place. Die Brüsseler Gilden bauten den Platz daraufhin einfach wieder auf.

Grand Place in Brüssel

Auf dem meistbesuchten Platz in Brüssel, dem Grand Place, sollten Sie sich Zeit für ein kühles Getränk nehmen. Die Mikrobraurerei „Les Brasseurs de la Grand Place“ ist in einem der ältesten Cafés am Markt untergebracht. Hier können Biere verkostet werden, die nach alter Tradition in Kupfergefäßen gebraut werden. Das sind vier von insgesamt 500 Biersorten in Belgien – 500 Biersorten in einem Land, dass in etwa so groß ist wie Nordrhein-Westfalen. Nicht alles muss uns schmecken, wie zum Beispiel Bier mit Himbeer- oder Kirschgeschmack. Im Radioreise-Interview sprechen wir mit Jean Hammer, dem Chef im „Brasseurs de la Grand Place“.


Das Atomium ist das wohl bekannteste Wahrzeichen Brüssels! Dieses imposante Kugelgebilde stellt ein Eisenmolekül in 165-milliardenfacher Vergrößerung dar. Es wurde Ende der 50-iger Jahre zur Weltausstellung eröffnet und noch heute strahlen die neun glänzenden Kugeln. Besucher entdecken die futuristischen Röhren und Kugeln, die verschiedenen Ausstellungen von Wissenschaft bis Design. In der oberen Kugel schweift der Blick über die Brüsseler Skyline.
Bild: Pixabay
Die meisten Institutionen der Europäischen Union befinden sich im Europaviertel von Brüssel: Das ist der inoffizielle Name der Gegend im Dreieck zwischen dem Brüsseler Park, dem Parc du Cinquantenaire und dem Leopold Park.

Im Europaviertel von Brüssel

Die Europäische Kommission und der Europäische Rat befinden sich im Zentrum des Europaviertels am Rond-Point Schumann. Das Europäische Parlament befindet sich gleich neben dem Place du Luxembourg. Das Viertel war ursprünglich eine Wohngegend. Nach und nach wurden alte Gebäude durch moderne Bürokomplexe ersetzt. Heute sagen einige Kritiker, dass das Viertel als administratives Ghetto isoliert vom Rest der Stadt begriffen werden kann.
Bild: Visit Brussels
In Brüssel geben sich die Staats- und Regierungs-Chefs der Europäischen Union oftmals die Klinke in die Hand. Hier tagen die Außenminister, die Finanzminister; hier verhandeln die Unterhändler, es tagen diverse Gremien – hier wird Politik für einen ganzen Kontinent gemacht.
Bild: Visit Brussels
Was in Brüssel entschieden wird, das hat indirekten und sehr oft auch direkten Einfluss auf unser Leben. Deswegen versuchen viele Verbände oder Kammern ihre Interessensvertreter in Brüssel zu verankern. Für das bayerische Handwerk ist Carolin Kosel regelmäßig in Brüssel. Die Radioreise traf die Europa-Expertin der Handwerkskammer für München und Oberbayern zum Gespräch. Kosel ist eine profunde Kennerin der Themen europäischer Wirtschaftspolitik, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. In der Radioreise spricht sie vor allem über die Arbeit in ihrem zweiten Zuhause. Und Carolin versucht, einige Klischees über Brüssel zu widerlegen. Selbstredend spricht die charmante Dame inzwischen fließend französisch und ist eine Netzwerkerin erster Klasse. 
Bild: Carolin Kosel privat
Zum Schluss widmen wir uns - leider zu kurz - der Kulinarik und landen unweigerlich bei Pommes Frites. Die sind einfach Pflicht in Brüssel! Maison Antoine ist die wohl berühmteste Frittenbude in der belgischen Hauptstadt.Der Laden auf dem Brüsseler Place Jourdan gilt als der Nabel der Pommes Fites-Welt.Angela Merkel stand hier schon im Fettdunst, und auch König Albert der Zweite feierte seinen Siebzigsten mit Fritten des Maison Antoine. Übrigens: Auch wenn die Flamen und Wallonen oft zerstritten sind, auf die Pommes frites sind sie gleichermaßen versessen. Mark Anthieurens von Visit Brussels, versucht in der Radioreise den Kult um die Frites zu erklären. Und auch dem Münchner Kameramann Andre Schmitt schmecken die Frites...


Nach dem kurzen Rundgang durch Brüssel empfehlen wir Ihnen die Urlaubsverlängerung in den Benelux-Ländern.

Folgen Sie uns nach Amsterdam:
Charmant unterwegs in Amsterdam

Und fahren Sie von da aus weiter nach Luxemburg:
Luxemburg das einzige Groherzogtum der Welt

Für all diese Städtetouren eignet sich wunderbar das europäische Projekt Interrail - ein Ticket fü rden ganzen Kontinent. Das Ticket ist besonders bei jungen Menschen beliebt, die ihre Europa-Reise spontan und individuell gestalten wollen.

Bild: Pixabay
Interrail wird immer wieder von der EU promotet: Bis zu 30 Tage lang kostenlos Züge und sogar Busse und Fähren nutzen, um andere Länder kennenzulernen - die EU hatte erst Ende 2018 wieder insgesamt rund 12.000 kostenlose Reisepässe verlost. Damit können die Gewinner im  Sommer 2019 über den Kontinent reisen.

Bild: Interrail
Ob mit dem Zug, mit dem Flugzeug oder zu Fuss unterwegs über den vereinten Kontinent -
auf ein Wiedersehen im Herzen Europas!
Bild: Visit Brussels