MOSKAU - Eine Zeitreise

MOSKAU - Eine Zeitreise


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit auf eine Zeitreise durch Moskau. Es ist die Stadt, in der er schon als kleines Baby mit seiner Mutter gereist ist, die dort geboren wurde. Es ist die Stadt, die Alex seit Jahren regelmäßig besucht. Freuen Sie sich also auf ganz besondere Geschichten aus der russischen Hauptstadt, Geschichten rund um den 9. Mai - den Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus.




Die Radioreise ist heute zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wagt ab und zu den den Blick in die Zukunft Russlands. Wir sprechen über das Verhältnis zwischen Deutschen und Russen, historisch und politisch, aber auch ganz privat. So wie Alex´ Vater Ralf Anfang der 1960-iger Jahre seine Frau Irina in Moskau kennenlernte, so ging es auch dem jungen Tom Semmler. Der in Plauen Geborene fand seine große Liebe in Moskau. Irina, die Liebe seines Lebens, die er in Moskau heiratete. Toms kleine Liebesgeschichte ist der Auftakt unserer großen Zeitreise durch Moskau.
Bild: Tom Semmler
Heute ist es ganz normal, dass sich ein junger Deutscher in eine junge Russin verliebt und beide heiraten. Vor einem halben Jahrhundert, als Alex´ Vater seine Irina heiratete, war das nicht selbstverständlich. Vor mehr als 70 Jahren, als die Sowjetunion gegen die Faschisten kämpfte, war es undenkbar. Dieses unglaubliche Leid, dass Deutsche damals den Russen angetan haben bleibt unvergessen in Russland. Der Sieg über Hitlerdeutschland ist heute der größte und wichtigste Feiertag in Russland. Den erleben wir in dieser Radioreise mit viel Atmosphäre und Pathos, in bewegenden, zu Tränen rührenden Geschichten und Liedern.




Im Zweiten Weltkrieg, der in Russland "Großer Vaterländischer Krieg" genannt wird, hatte die Sowjetunion mit 20 Millionen Toten die größten Opfer gebracht. Fast jede Familie verlor einen lieben Menschen. Daher ist es inzwischen eine Tradition, dass Menschen in ganz Russland am 9. Mai über die Straßen ziehen, mit Bildern ihrer gefallenen Angehörigen, mit Bildern von Verwandten, die im Krieg dienten und später starben. Beim "Marsch der Unsterblichen" beteiligen sich allein in Moskau jedes Jahr rund drei Millionen Menschen. Sie ziehen über die Twerskaja Straße zum Roten Platz.






Es ist kein stiller Marsch, nein es ist eine ausgelassene Stimmung mit Jubelrufen und Gesängen. Aus den Lautsprechern ertönen Lieder aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Unter all diesen Millionen Teilnehmern sprachen wir mit dem kleinen achtjährigen Aljoscha. Was fühlt er an diesem Tag als kleines Kind - 70 Jahre nach dem Krieg geboren -über die Tradition?


Der kleine Aljoscha lief stolz mit bei diesem Marsch der Unsterblichen. Sein Bruder Andrey hielt ihn immer wieder auf den Schultern, während Aljoscha ein Gedicht aus dem Zweiten Weltkrieg über die Blockade von Leningrad zitiert. Es nennt sich „Tage der Blockade“.


Der Feiertag des 9. Mai wird in Russland mit vielen patriotischen Veranstaltungen und Konzerten begangen. Nicht nur ältere Menschen ziehen an dem Tag über die Straßen. Auch viele junge Menschen, für die ist es ganz normal ist, an das Kriegsende zu erinnern halten Blumen für die wenigen verbliebenen Veteranen in den Händen. Sie verneigen sich vor den Veteranen des Zweiten Weltkrieges.



Vor der Bühne im „Park des Sieges" trafen wir eine Gruppe von Schülerinnen, die im feierlichen Kostüm alte Kriegslieder sangen. Die Vize-Direktorin ihrer Schule, Larissa Samadorowa,hatte die Schüler begleitet. Dieses Treffen war der Grundstein für einen sehr intensiven Austausch in den folgenden Jahren und für einige herzliche Treffen mit Larissa in Moskau.



In der Radioreise hören Sie exclusiv ein Prosit auf die Lebenden, a capella gesungen für die von Schülerinnen aus dem Moskauer Stadtteil Iwanowo, aufgezeichnet auf einer Bühne vor dem ewigen Feuer im Park des Sieges in Moskau.


Ein paar Meter entfernt stand ein blonder junger Mann, ein bekannter Schlager-Sänger in Russland: Artium Mischinkow. Er sang an diesem Tag natürlich auch Lieder der alten Zeit. Im Radioreise-Gespräch erzählt er über seine Gefühle am 9. Mai.


Die Musik, der Pathos, die Weltanschauung und vor allem die Bilder: Vielleicht klingt das für unsere westliche Ohren nach einer Zeitreise weit zurück?







Wie denken junge Russen über die jüngere und ältere Geschichte, über die Gegenwart und die Zukunft? Das fragte ich den Deutschlehrer Wadim Vinachodow. Das Gespräch hören Sie bei uns im Podcast.


Ich habe diesen Abend des neunten Mai in einem sehr gemütlicher Moskauer Keller-Club verbracht, im Schagall-Restaurant. Hier sang Michael Altschuller, ein Russe mit jüdischen Wurzeln, mit seiner Klemzer-Band.


Michael sang vor allem Lieder des Zweiten Weltkrieges, nicht ganz gewöhnlich für so eine Formation. Und so fragten wir ihn unter anderem, was für ihn dieser Feiertag bedeutet wie sich Juden heute in Russland fühlen ?


Das Nachtleben von Moskau ist riesig und berüchtigt, glaubt man dem Dschingiskhan-Schlager "Moskau"... Vadim Vinachodow hat ganz andere Vorlieben in den Moskauer Nächten. Lassen Sie sich in der Radioreise überraschen...


Wir machen Ihnen hier schon mal Lust auf die Lichter der Millionenmetropole...




Unsere Zeitreise durch Moskau erhebt überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Moskau kennen wir so gut wie kaum eine andere Stadt, daher gibt es hier mit ein paar Bildern ein paar Tipps für besondere Erlebnisse in der russischen Hauptstadt. Wir empfehlen zum Beispiel eine Fahrt auf dem Maskwa-Fluss, vom Gorki-Park beginnend.













Die Sperlingsberge sollten nicht fehlen - der Ort mit dem besten Blick auf Moskau.





Architektonisch eine Zeitreise: Ein Besuch im legendären Kremlpalast.



Wenn Sie das Glück haben, ein Festkonzert um Umfeld des 9. Mai zu erleben, dann wird dies für Sie künstlerisch und musikalisch garantiert eine Zeitreise, zurück in Sowjetzeiten. Hier ein paar Bilder...














Völlig neu im Design präsentiert sich das Haus der Musik in Moskau - aber auch hier steht Anfang Mai stets die musikalische Zeitreise auf dem Programm. Dieses Konzert stellen wir Ihnen in unserer Sendung "Nostalgiereise" vor. Ein Geheimtipp, den wir eigentlich für uns behalten wollen (...) der Adend des 9. Mai in der Moskauer Petrovich-Bar. Diese Bilder sprechen für sich...



Wir haben Sehnsucht nach einer neuen Reise nach Moskau, Sehnsucht nach den vielen netten Menschen, die wir in Moskau trafen...



Auf ein Wiedersehen in Moskau!

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