RHEINHESSEN - UNTERWEGS ZWISCHEN BINGEN, MAINZ UND WORMS
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Bild: Dominik Ketz |
Der gute Vater aller deutschen Flüsse ist diesmal unser Begleiter, der Rhein. Hinzu kommt sein Bruder, der Main. Dort, wo der Main in den Rhein fließt, dort beginnt unser Urlaub. Wir starten in Mainz, der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz, und erleben eine Mischung aus Geschichte und Moderne.
Am Rheinufer sprechen über den langen Rheinradweg, der in Mainz von vielen Joggern genutzt wird.
Die Stadt bietet beeindruckende Bauwerke wie den Mainzer Dom, gemütliche Weinstuben entlang der Altstadtgassen und Veranstaltungen das ganze Jahr über.
Mainz-Stadtführerin Judith König begleitet uns akustisch in den ersten vier Etappen der Radioreise. Der Weg führt vom Rheinufer über den Markt bis zum Dom. Untermalt von Lobgesängen auf diese Stadt sorgen wir im Podcast für das passende Mainzgefühl.
Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz hat sechs berühmte kleine Erdenbürger. Ihre Namen sind Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen.
Wir alle kennen diese Trickfiguren, jedoch nicht unter ihren Einzel-Namen, sondern der lustigen Bande: Die Mainzelmännchen. Sie sind die berühmten Werbetrenner des in Mainz ansässigen ZDF und flimmern seit Jahrzehnten über den Bildschirm. Wolf Gerlach war ihr Schöpfer und diese kleinen lustigen Männchen sieht man in Mainz auch als Ampelmännchen. Die Idee, eine Mainzer Ampelanlage mit einem Mainzelmännchen-Konterfei anstelle der normalen Signalfiguren auszurüsten, kam im August 2013 auf. Anlässlich ihres 50. Geburtstages verlieh die Landeshauptstadt Mainz Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen in einer humorig angelegten Feier die "Mainzelmännchen-Ehrenwürde".
Auch in so manch einem Hotel schmücken die ZDF-Figürchen die Lobby...
Unser Stadtrundgang mit Judith König führt uns weiter zum Marktfrühstück der Mainzer Winzer. Es zieht an Samstagen vom März bis in den November viele Menschen aller Generationen in die Innenstadt.
Im Radioreise-Podcast erfahren Sie, was es mit "Weck, Worscht un Woi" als beliebtes Frühstück aufsich hat. Gemeint sind Brötchen, Wurst und Wein.
Judith König erklärt uns ein paar kulinarische Vorlieben der Mainzer wie die "Fleischworscht", die typische Mainzer Wurst, die kalt oder heiß serviert wird. Wir sprechen auch üeber "Handkäs mit Musi". Der Käse wird in der Regel in Essig, ÖI und Zwiebeln eingelegt. Im Magen kann das nach dem Genuss zu "Musik" führen. Aber auch da haben die Mainzer mit lokalpatriotischen Toiletten vorgesorgt.
Seit der Römerzeit ist Rheinhessen eine Kulturlandschaft am Rhein. Die Dome in Mainz und Worms stehen für die damalige Bedeutung dieser Region. Der Wormser Dom ist der kleinste und schlankste der drei rheinischen Kaiserdome.
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| Bild: Dominik Ketz |
Der Mainzer Dom besticht durch den roten Sandstein, in dem er erbaut wurde und die mehr als 60 Grabmonumente der Mainzer Erzbischöfe und Bischöfe an den Wänden.
Als Herzstück des „Heiligen Stuhls von Mainz“ unterstreicht der Bau die historische Bedeutung der Stadt als Machtzentrum des Römischen Reiches.
Jahrhundertelang hatte das Erzbistum Mainz eine enorme Bedeutung. Dem Mainzer Erzbischof unterstanden bis zu 15 Diözesen, von Verden an der Aller im Norden über Würzburg und Augsburg bis Chur im Süden und von Straßburg im Westen bis Prag und Olmütz im Osten. Damit war Mainz die größte Kirchenprovinz der lateinischen Christenheit.
Im Radioreise-Rundgang erzählt Judith König von der Bedeutung der Stadt für das Judentum. Sie erklärt, wie Mainz das Zentrum der Aschkenasen wurde. Sie sind heute die größte etno-religiöse Gruppe im Judentum.
Im Radioreise-Rundgang sprechen wir auch über die Mainzer Fastnacht. Im 19. Jahrhundert gründeten sich die ersten Karnevalsvereine. Damals entwickelte sich die Mainzer Fastnacht als politisch-literarische Gegenbewegung zu Militarismus und Obrigkeit. Judith König erinnert zudem an die Bedeutung der Lieder von Ernst Neger nach dem Zweiten Weltkrieg. Er griff damals das alte Lied "heile, heile Gänsje" auf und interpretierte es neu - als Lied, dass in schweren Zeiten Mut machen sollte.
Ab der fünften Etappe der Radioreise verlassen wir Mainz und werden aktiv sowie weinselig. Auf dem Rheinterrassen-Weg lässt es sich bequem von Weinort zu Weinort wandern – immer mit Blick auf die Kulturlandschaft entlang des Rheins.
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| Bild: Georg Müller |
Die neun Hiwweltouren sind als zertifizierte Rundwanderwege das Aushängeschild der Weinregion. So wurde im Jahr 2022 die Hiwweltour Aulheimer Tal vom Wandermagazin auf den zweiten Platz als Deutschlands schönster Wanderweg gewählt.
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| Bild: Marcus Gloger |
Über die Wander-Angebote der Region spricht Silke Guttandin von der Rheinhessen-Touristik. Karen Jäger von der Rheinhessen-Touristik beschreibt das große Angebot für Radfahrer.
Der Rheinradweg, auch Euro Velo 15 genannt, ist einer der modernsten Radwege der Welt und vereint Europas landschaftliche Vielfalt. Auf knapp 1.500 Kilometern schlängelt er sich von den Schweizer Alpen bis an den Nordseestrand. Er führt auf rund 90 Kilometern ab Worms von Dom zu Dom durch Rheinhessen. Die Strecke verläuft durch Auenlandschaften über Mainz bis zum Rhein-Nahe-Eck in Bingen.
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| Bild: Dominik Ketz |
Karen Jäger empfiehlt auch den Selztal-Radweg als Entschleunigungs-Tour. Man genießt den leichten Schwung der rheinhessischen Hügel und zugleich die Ruhe der Selz in dem Gebiet, in dem sie sich ihren Naturraum zurückerobert. Die Route führt vom Rhein übers rheinhessische Hügelland bis zum Nordpfälzer Bergland.
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| Bild: Dominik Ketz |
Man kann getrost behaupten, dass der Wein in Rheinhessen zu Hause ist. In erster Linie sind hier Riesling und Müller-Thurgau zu nennen. Die breite Auswahl ab guten Tropfen der Region kann man zum Beispiel in den Vinotheken kaufen, die sich „Rheinhessen-ausgezeichnet“ nennen.
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| Bild: Dominik Ketz |
Ellen Kneib von der Rheinhessen-Touristik erklärt im Radioreise-Gespräch die Bedeutung dieses Gütesiegels.
In diesem größten deutschen Weinbaugebiet bauen mehr als 6.000 Winzer in 24 Groß- und 432 Einzellagen ihre Spitzenweine an. Kenner schätzen den Rheinhessen-Wein vor allem, weil er fruchtig und mild daherkommt.
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| Bild: Dominik Ketz |
Im Selztal ist das Traditions-Weingut Braunewell verwurzelt.
Wir sprachen mit dem Winzer Stefan Braunewell auch über die vielen Weinfeste der Region.
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| Bild: Martin Kämper |
Mainz und Worms sind die beiden großen Städte. Nicht zu vergessen ist das schmucke Bingen, in dem mein Artur Frank als Geschäftsführer von Radio Rhein FM lebt und arbeitet. Bingen wird auch als “Tor zum Mittelrheintal“ bezeichnet. Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit ist der Binger Mäuseturm. Das rund 25 Meter hohe Gebäude diente einst unter anderem als Zollturm. Im Radioreise-Gespräch spricht Artur Frank auch über die Schiffstouren von Rheinhessen durch das Mittelrhein-Tal.
Mehr Infos zum Urlaub in Rheinhessen finden Sie unter https://www.rheinhessen.de/
Auf ein Wiedersehen im schönen Rheinland-Pfalz!
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| Bild: Dominik Ketz |
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