RAS AL KHAIMAH - Das Emirat der Vielfalt

Radioreise Podcast in Ras Al Khaimah

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Ras Al Khaimah. Freuen Sie sich auf das abwechlungsreichste aller Emirate in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es ist ruhiger, grüner, die Geschichte reicht viel weiter zurück. Einen Eindruck davon bekommen Sie in unserer Sendung.


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Beim Falkner in den Emiraten

Wer an die Vereinigten Arabischen Emirate denkt, der denkt als Erstes sicher an Dubai, vielleicht noch an Abu Dhabi, doch dann ist das Halbwissen meist ausgeschöpft. Dabei gibt es sieben Emirate und Ras Al Khaimah gilt als das landschaftlich vielfältigste: 64 Kilometer lange Strände, umgeben von terrakottafarbenen Sanddünen in der Wüste und im Hintergrund ein Gebirge, dessen Gipfel bis knapp an 2.000 Meter heranreichen.
Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
Dazu bietet Ras Al Khaimah eine Kultur und Geschichte, die 7.000 Jahre zurückreicht. Der Archiologe und Reiseführer Christian Velder, der seit mehr als 20 Jahren in Ras Al Khaimah lebt, gibt zu Beginn der Radioreise einen kurzen Überblick.


Der treueste Freund des Arabers ist nicht der SUV mit besonders guter Klimaanlage. Es ist ein Tier, dass einst Fleisch, Milch, Wolle und Leder lieferte. Heute ist es vor allem Transportmittel und mitunter Touristen-Attraktion: das Kamel.

Alexander Tauscher mit Kamel.

Kamele sind bezüglich Hitze und Trockenheit härter im Nehmen als wir Menschen. In den heißen Sommermonaten können sie bis zu einem knappen Monat ohne Wasser auskommen. Dafür können sie in 20 Minuten bis zu 200 Liter Wasser trinken und speichern. In den Höckern der Tiere sind die Fettreserven eingelagert und werden für Notzeiten als Energiereserven benötigt. In aller Regel sind Kamele sehr zutraurlich...



Mitten in der Wüste von Ras Al Khaimah liegt die Aufzucht-Station von Masabbah Seead Al Khatri.Der Beduine hat bei einer Tasse arabischem Kaffee über sein Leben und das seiner Kamele geplaudert.


Ab und zu lässt der Beduine ein männliches Tier auf ein weibliches los, "to make Sex", wie er sagt. Das funktionere vor allem früh und abends gut. Wenn das Wetter kühler wird, haben die männlichen Kamele mehr Lust auf das heiße Abenteuer mit Frauen, berichtet Seead im Radioreise-Interview.


So ein Vergnügen kann zwischen fünf Minuten und 20 Minuten, teilte Seead auf Nachfrage mit.
Im Radioreise-Podcast hören Sie im Hintergrund immer wieder ein deutliches Stöhnen der Tiere.
Was die Kamele uns damit sagen wollen, erklärt uns der Beduine.


Auf den Kamelmärkten der Emirate bietet ein guter Einblick in die traditionelle Kultur Arabiens.
Dort werden junge arabische Kamele gehandelt, die sich künftig vielleicht zu Renntieren mausern, ebenso wie erwachsene Kamele, die sich ideal zum Züchten eignen.


Die Kamelrennen finden meist in den kühleren Monaten von November bis April statt. Seead Al Khatri klärt uns in der Radioreise auch darüber auf, ob man wirklich seine Frau gegen ein Kamel oder gar mehrere Kamele eintauschen kann.


Bei unserem Besuch zeigte uns der Beduine stolz seine beiden Söhne, die inzwischen selbst Kamele reiten. Und er lud Alexander Tauscher zu einem spontanten Kamelritt an. Das Aufrichten des Dromedares ist durchaus ungewohnt, daher auch die recht verkrampfte Haltung. Hier sehen Sie den Ritt in Zeitlupe:








Wir lassen die Farm hinter uns und ziehen mit der Karawane weiter.
Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
Der zweitbeste Freund der Golf-Araber ist neben dem Kamel wohl der Falke. Die Falknerei war nie Luxus, sie war notwendig, um in der Wüste zu überleben. Auch nachdem das Erdöl den Golfstaaten großen Reichtum brachte, sind viele ihren Falken treu geblieben. Mehr als 20.000 Falken soll es in den Emiraten geben. Falkner finden sich in allen Schichten, in der herrschenden Familie und bei einfachen Beduinen, unter den Reichen und den Armen. Am Rande einer Falkenshow mitten in der Wüste von Ras Al Khaimah trafen wir den Falkner Patrick von Wyk bei seiner "Flugshow".


Falken sind vollwertige Mitglieder der Familie. Es gibt für sie sogar eine eigene Klinik, erzählte uns Patrick.


Am Ende der Show darf jeder Besucher sich an der linken Hand einen Handschuh anziehen und so einen Falken selbst halten.


In der Nähe des Fischmarktes von Ras al Khaimah befindet sich eines der ältesten religiösen Bauwerke in den Emiraten: die „Mohammad Bin Salem Moschee“. Doch diese Moschee kann glatt übersehen werden, das typische Erkennungszeichen, das Minarette, sucht man hier vergeblich. Der Archiologe und Reiseführer Christian Velder zeigt uns den Ort, an dem heute wie schon vor hunderten von Jahren gebetet und gepredigt wird.


Laut Dokumenten soll an dieser Stelle schon im 16. Jahrhundert eine Moschee gestanden haben. Dafür gibt es zwar keine Belege. Der Archäologe stieß bei seiner Arbeit jedoch auf die Fundamente eines Baus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.




Statt des Minaretts steht vor dieser Moschee eine Gebetstreppe. Moscheen mit Minaretten haben sich erst im Laufe der Zeit zum Beispiel in Jordanien oder Syrien entwickelt, erklärt uns Velder.


Direkt neben der Moschee liegt der Fischmarkt von Ras al Khaimah sowie das Geschichts. Frühmorgens, wenn der frische Fang in den Hafen gebracht wird, herrscht hier emsiges Treiben.
Später im Laufe des Tages dümpeln die Boote auf dem Wasser und bieten schöne Fotomotive. Wer sich ansehen will, wie die Tradition der Perlenfischer gelebt wird und wie die Perlen heute kultiviert werden, sollte die Suwaidi Perlenfarm besuchen. Mehr über die Geschichte des Emirates erzählt auch das Museum, dass sich direkt neben der vorhin besuchten Moschee befindet.


Das kleine Emirat Ras al-Khaimah lockt Urluaber mit langen Stränden, warmem Wasser und familienfreundlichen Hotels. Auf künstlichen Halbinseln wie zum Beispiel Marjan-Island entstehen riesige Hotelanlagen.


Badeurlaub in Ras Al Khaimah ist auch deswegen familientauglich, weil das Meer ganz langsam abfällt und sich nur selten größere Wellen bilden.



Es gibt auch kleinere Anlagen mit separaten Villen am Strand. Über den Bade-Urlaub in diesem Emirat sprachen wir mit Anne Kathrin Reusch, Rezeptions-Chefin im Hilton Ras Al Khaimah.


Allerdings kann es vorkommen, wie im Bild zu sehen, dass auch mal ein Regen in der Wüste niedergeht. Die Radioreise hatte das große Glück, einen der wenigen Regentage im Emirat zu erleben. Kreisverkehre verwandeln sich wegen fehlender Kanalisaton schnell zu einem kleinen See.


Nach solchen Regenfällen feiern die Emiratis gern das kühle Nass mit einem gemeinsamen Picknick in der Wüste.


Ras Al Khaimah ist nicht nur ein Sonne-und-Strand-Ziel am Persischen Golf, sondern auch ein Ziel für Menschen, die gern Adrenalin austoßen. Damit lockt die neue Rekord-Zipline am Gipfel des Berges Jebel Jais. Bislang hielt die Zipline „The Monster“ auf Puerto Rico mit 2.200 Metern den Weltrekord. Doch die Seilrutsche hat sich den Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde gesichert.

Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
Die Zipline überwindet 2830 Meter und besitzt zwei parallel verlaufende Kabel. So können sich die Wagemutigen bei einer Geschwindigkeit von bis zu 150 km/h quasi ein Rennen über eine Schlucht liefern. Es ist eine frei hängende Fahrt vom Gipfel des fast 2.000 Meter hohen Jebel Jais, der zugleich der höchste Berg der Emirate ist.
Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
In der Radioreise hören Sie dazu ein Interview mit Haitham Mattar, der bis 2019 einige Jahre CEO der Ras Al Khaimah Tourism Development Authority war. Die charmante Regina Bopp, die die Zipline selbst getestet hat, übersetzt uns dieses Gespräch, in dem wir auch den atemberaubenden Klettersteig Via Ferrata erklären.
Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
Drei verschiedene Parcours mit unterschiedlichem Anspruch stehen zur Auswahl. Auf dem Standardparcours Ledge Walk wechseln gemäßigte Kletterpartien mit Zip-Line Abschnitten von 50, 60 und 300 Metern Länge ab. Pro Runde sind bis zu acht Abenteurer unter der Anleitung von Profis ungefähr vier Stunden unterwegs. Die Bewältigung der technisch anspruchsvolleren Route Middle Path mit vertikalen Abschnitten, horizontalen Überschreitungen und zwei Überhängen dauert circa dreieinhalb Stunden. Danach geht es auf die Standardroute mit den drei Seilrutschen. Die höher gelegene senkrechte Strecke Julphar Scare ist die anspruchsvollste Tour. Ein 120 Meter hoher Aufstieg über fünf steile Abschnitte mit Leitern führt in anderthalb Stunden auf direktem Weg zur längsten Seilrutsche.
Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
Das Mindestalter für die Teilnahme ist zwölf Jahre. Die Gewichtsbegrenzung beträgt 41 bis 98 Kilogramm. Teilnehmer müssen sich zuerst auf dem Standardparcours beweisen, bevor sie die technisch schwierigeren Routen angehen können. Alles kann, nichts muss. Sie können sich natürlich auch im Wasser austoben.
Bild: Ras Al Khaimah Tourism Development Authority
An dieser Stelle verlängern wir gern Ihren Urlaub in den Emiraten. Wie wäre es mit einem Abenteuer in Dubai? Besuchen Sie mit uns den größten zusammenhängenden Freizeitpark des Nahen Ostens:
DUBAI - Das große Abenteuer in der Wüste

Die Luxusreise nach Dubai bringt Sie in ein edles Ressort auf der neugeschaffenen Palmen-Insel:
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In der Atlantis-Reise besuchen wir das legendäre Hotel auf der Palmen-Insel:
ATLANTIS - Auferstanden auf der riesigen Palme in Dubai

Unsere Golfreise bringt Sie im Schnelldurchlauf durch mehrere Emirate, auch Ras Al Khaimah:
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Auf ein Wiedersehen in Ras Al Khaimah!