BREMER SZENE - Angesagte Orte in der Hansestadt

BREMER SZENE - Angesagte Orte in der Hansestadt


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit auf einen Streifzug durch die Bremer Szene.  Spüren Sie, wie Bremen leibt und lebt: Mal rauh, mal fein geschliffen, mal cool und lässig, mal gediegen. Auf jeden Fall echt!




Im ersten Teil der Reise werden uns sehr ausführlich im so genannten „Bremer Viertel“ aufhalten, zwischen Oster- und Steintor. Die Bremer sagen auch ganz kurz: "Das Viertel". Diese besondere Szene liegt nur wenige Gehminuten vom historischen Kern der Hansestadt entfernt. Unser guide ist Erich Bontenackels, der früher hier selbst als Student lebte. Er hat da auch intensive Tage und Nächte erlebt, wie wir in der Sendung zwischendurch ab und zu spüren werden. Wir erleben zunächst Vogel-Gezwitscher mitten in der Großstadt, auch das ist das Bremer Viertel. Als ich mit unserem guide an einem sonnigen Tag durch die kleinen Straßen des Viertels lief, standen wir vor einer Bank und setzen uns ein paar Minuten zum Verschnaufen und Plaudern hin. Eine kleine Bank unter einem Baum vor einem Hauseingang -sofort kam ein junger Mann aus der Türe und fragte ganz freundlich, ob wir denn auch eine Tasse Kaffee trinken wollten.  Wir staunten nicht schlecht  über diese nette Einladung und vor allem den Mann selbst. Denn der junge Mann kam halbnackt,  nur in hautenger kurzer Boxershorts aus der Türe.


Ein absolut durchtrainierter Typ, er könnte als Model arbeiten, dachte wir uns –  das hatte er wohl mal früher auch als Nebenjob gemacht. Jonas Jahn wohnt mit äußerst netten Mädels und Jungs in einer WG am sehr idyllischen Ort, alles sportliche junge Leute, weltoffen und einfach herzlich. Das Radioreise-Interview mit dieser WG sollten Sie sich nicht entgehen lassen.


Jonas Jahn erzählt uns im Interview über das besondere Lebensgefühl dieses Viertels.  Im Sommerhalbjahr springt er regelmäßig in die Weser, um sie einmal zu durchqueren. Das Schwimmen sei das warm up für sein Lauftraining. Als wir ihn zum Interview trafen, kam er gerade frisch vom Duschen nach dem Training. 


Das Bremer Viertel bietet durchaus internationales Flair: Ein vietnamesischer Imbiss befindet sich direkt neben einem arabischen Restaurant, dazwischen ein Öko-Laden und immer wieder Bars und Kneipen, weitgehend ohne Sperrstunde. Wer will kann hier also die Nacht zum Tag machen. Wir betreten in der Radiroeise unter anderem Holtors Heimathaven, der uns an ein Stück Kindheit erinnerte. Von der Inneneinrichtung ist es eine Mischung aus alter Apotheke und Tante Emma-Laden.  Düfte und Geschmäcker ferner Länder verbreiten auch hier das Gefühl der weiten Welt.

Entstanden ist eine Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie.


Im Viertel begegnen sich schrille Typen und graue Mäuse auf Augenhöhe. Der sportliche Student radelt entspannt neben der betagten Dame. Komisch ist nicht hier nichts. Nur überraschend, immer wieder die Blick-Perspektiven.


Am Ende dieses Rundgangs entspannen wir uns für ein paar Minuten an der Weser - mit Blick auf das legendäre Weserstadion.


Wir laufen vorbei an "Hal över", der auch schon legendären Fähre über die Weser. Sie ist das Synonym für die von diesem Unternehmen betriebene „Sielwallfähre“. Diese Fähre ist von März
bis Oktober zum Café Sand auf dem Stadtwerder im Ortsteil Huckelriede in Betrieb.



In der Freizeit ist die Weser für viele Bremer der Mittelpunkt vieler Aktivitäten. Ob es ein Spaziergang entlang des Deiches oder der vielen Promenaden ist, ein Besuch der zahlreichen Bars und Restaurants an der Schlachte oder der Überseestadt oder die ausgedehnten Grünflächen wie am Osterdeich, die zum Relaxen und Sonnenbaden einladen. Man trifft sich an der Weser und gönnt sich eine Auszeit.




Auch wir freuen uns über die Sonnenstrahlen, die nicht jeden Tag an der Weser selbstverständlich sind...


Unsere Reise durch die Bremer Szene setzen wir in der Übersee-Stadt fort: Seit Anfang der 2.000 er Jahre entsteht im Bremer Westen, wo einst die „großen Pötte“ und Containerschiffe anlegten, eines der größten städtebaulichen Projekte. Man nennt das auch Hafenrevitalisierung, ein alter Hafen bekommt neues Leben.


In den alten Hafengebieten schlug einst das Herz des Bremer Handels und der Industrie: Getreidemühle oder Holzhandel, Cornflakesfabrik und Kaffeekontore. Eines der drei großen Hafenbecken wurde mit mehr als drei Millionen Kubikmetern Sand zugeschüttet. Es schlägt nun ein neues Herz mit Kunst und Kultur, Restaurants und Bars, Wohnungen, Büros und Geschäften.


In der Übersee-Stadt entstehen neue Wohnungen, Fitness-Studios, Theater, Clubs. Aber etwas ist geblieben, auch nach Jahrzehnten.Das Hafen-Casino! Kein Casino, sondern eine bessere Baracke, aber mit ganz viel Herz. Rita und Heiner Otten betreiben diesen Imbiss seit den 90-iger Jahren. Obwohl beide schon an die Rente denken könnten, denken Sie daran nicht.


Meist von frühmorgens bis spätabends stehen die beiden Wirte in der Küche und hinterm Tresen dieser Kultkneipe. Das Motto heißt hier: "Futtern wie bei Muttern und flachsen mit Rita".


Viele, viele weitere Geschichten aus der Übersee-Stadt erzählt uns in der Radioreise Pierre Demirel. Zu diesem guide haben wir inzwischen ein echt freundschaftliches Verhältnis geschlossen. Pierre ist einfach ein dufter Typ von der Weser...


Oft ist die Bremer Szene eine Szene, die man entdecken muss. Denn etwas versteckt im Hinterhof  zwischen Überseestadt und Walle lädt das Hafenrevue-Theater ein. Den Besucher erwarten Programme mit Schlager, Chanson und Sketchen. Die Ensembles und Stars erzählen Geschichten von Lust und Leid, von Sehnsucht und Sünde, von leichten Mädels und schweren Jungs. Nicht jeder Witz ist sicher hoch-intellektuell und mancher Scherz ist reine Geschmacks-Sache. Aber leichte Kost passt ja ideal in das Ambiente des ehemaligen Hafens.


Viele Namen der Gebäude in der Überseestadt erinnern an die einst maritimen Zeiten hier, so auch der Speicher Elf. In dem Anfang des 20.Jahrhunderts gebauten Baumwollspeicher schufteten früher die Hafen-Arbeiter. Heute befinden sich hier Werkstätten und Räume der Hochschule für Künste.

Kern dieses neuen Speichers ist das Hafen-Museum.


Ganz am Ende bringt uns Pierre noch einen besonderen Schuppen, mit besonderen Autos. Die ganze Geschichte gibts nur bei uns in der Radioreise!



Auf ein Wiedersehen in der Bremer Szene!

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