LONDON - die etwas andere City-Tour

LONDON - die etwas andere City-Tour


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach London. Freuen Sie sich auf eine Metropole, die jeder mindestens einmal gesehen haben will. Wir erkunden die britische Hauptstadt heute aus ungewohnter Perspektive: Eine ehemalige Obachlose zeigt uns ihre Stadt und ein russischer Diplomat erzählt von seinen Eindrücken an der Themse. Dank Interrail reisen wir heute preiswert und bequem nach England. 


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London hat sich gerade am östlichen Stadtrand in den vergangenen Jahren sehr verändert. An kaum einem Ort ist das besser zu erkennen als in den neuen Docklands. Liutaras Vaitkeviciu leitet hier das goodhotel. Dieses Hotel auf dem Wasser war früher ein Jugendgefägnis in Amsterdam. Mit dem Schiff zog dieses ganze Haus übers Wasser nach London. Der junge dynamische Mann erzählt uns über dieses Haus und über das, was sich in den Docklands verändert hat.



Liutaras zeigt uns die Klassiker in London, aber auch ein paar Orte, die garantiert nicht jeder London-Besucher als erstes ansteuert. Sein Tipp ist unter anderem die Seilbahn, die die Docklands mit North Greenwich verbindet.



An einer Metro-Station in Covent Garden holt uns nun unser guide Vivi ab. Sie ist kein gewöhnlicher guide. Schon äußerlich erkennt man, dass Vivi recht unkonventionell ist. Ihre  Kleidung ist etwas heruntergekommen, die Haare nur notdürftig gekämmt. Die wenigen Zähne lassen erkennen, dass sie aus der sozialen Unterschicht kommt. Jahrelang lebte Vivi auf der Straße, nun zeigt die einst Obachlose gern Touristen ihre Stadt aus einer für die meisten ungewohnten Perspektive.



Auf diesen Bänken in den Inner Temple Gardens hatte Vivi als Obdachlose geschlafen. Mit einer beeindruckenden Leichtigkeit spricht sie in der Radioreise über diese Zeiten. 


In der Radioreise hören wir von den Kinks das Lied vom Waterloo Sunset. Der Sonnenuntergang von der Waterloo-Bridge ist ganz sicher romantisch für Besucher der Brücke. Unter dieser Brücke zu leben, das ist ein ganz anderes Leben. Ich sah Oddachlose am Rand von Wasserpfützen, eingehüllt in alte Mäntel und große Decken. Die Unterwelt von Waterloo Bridge ist in lauter, dreckiger Ort. Es riecht nach einer Mischung aus Abgasen und Urin.


Vivi lächelt sehr oft, auch wenn sie uns diese Schattenseiten von London zeigt. Insofern sind diese Fotos kein Kommentar des Gesagten, sondern emotionale Schnappschüsse....




Mit unserem guide Vivi sind wir einen langen Nachmittag im Bezirk Covent Garden unterwegs, einer beliebten Einkaufs- und Touristenattraktion. Tolle Geschäfte, viele Restaurants und Pubs machen Covent Garden zu einem urbanen Stadtteil mit auch gemütlichen Ecken.




Höhepunkt dieser Tour ist ganz sicher der Besuch im legendären Savoy. Der Platz vor dem Hotel ist die einzige Straße im Königreich, auf der rechts gefahren werden muss.


Das Savoy Hotel ist es eines der prestigereichsten und opulentesten Hotels Londons mit sieben Restaurants. Der Name des Hotels stammt vom Savoy Palace, das einst an dieser Stelle gestanden hat.



Das Savoy war lange Zeit für seine erfinderischen Chefköche berühmt. In seiner Küche wurde zum Beispiel der legendäre Pfirsisch Melba erfunden, benannt nach der Sängerin Nellie Melba. Viele berühmte Menschen haben im Savoy Hotel übernachtet. Ob Charlie Chaplin oder Marilyn Monroe, ob Louis Armstrong oder Harry Trumann. Es ist ein bemerkenswerter Bild-Kontrast, mit Vivi durch  dieses Edel-Haus zu laufen.


Vivi empfiehlt übrigens ausdrücklich die Toiletten im Savoy. Denn die sind kostenfrei und nach ihrer Einschätzung die besten in London.


Als wir aus den Toiletten rauskommen, trauen wir unseren Augen nicht: Rod Stewart läuft ganz leicht und locker an uns vorbei.


In Zehntel von Sekunden überlege ich: War er es wirklich? Ist das Rod Stewart oder ein Double?


Ja, er ist es! Rod Stewart trifft sich mit Freunden an einer Bar im Savoy. Ein Weltstar ist gerade ganz unauffällig an uns vorbeigelaufen.


Rod Stewart, live, in Farbe, fast zum Anfassen. Das war ganz sicher für mich das Highlight des Nachmittags. Unsere Vivi zeigt sich völlig unbeeindruckt. Schließlich hatte sie in ihrer Zeit als Obachlose auch öfter einen Harry Potter-Filmstar getroffen.


Die ganze Geschichte hören Sie bei uns in der Radioreise!



Kein London-Besuch ohne Big Ben: Es ist der Kurzname für „großer Benjamin“. Gemeint ist die fast 14 Tonnen schwere Glocke im berühmten Uhrturm am Palace of Westminster. Auch der große Big muss gelegentlich mal saniert werden....


Hier am Big Ben treffen wir Andrey, einen Mitarbeiter der russischen Botschaft, der sich um Investitionen britischer Firmen in Russland kümmert. Mit dem netten blonden jungen Mann aus Moskau laufen wir durch seine neue Wahlheimat.


Wie fühlt sich Andrey in London? Was ist für ihn der größte Unterschied zwischen seiner Heimatstadt Moskau und London? Spürt er persönlich im privaten Umgang die politischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und Großbritannien? Wie verbringt er seine Freizeit? Fragen, die uns Andrey in der Radioreise beantwortet.


Andrey empfiehlt übrigens eine Fahrt mit dem neuen London Eye: Es ist eine ganz ruhige Fahrt, fast schon meditativ. Die Kabinen bewegen sich so langsam, dass man es kaum merkt. Eine Runde dauert 40 Minuten. Die Kuppel von St. Paul's Cathedral ist ganz gut zu erkennen und plötzlich ist der Besucher auf einer Höhe mit dem Ziffernblatt von Big Ben.


Natürlich erreichen Sie London bequem mit dem Flugzeug. Die britische Metropole ist mit mehreren Flughäfen ausgestattet. Wir empfehlen Ihnen aber diesmal, London mit dem Zug anzusteuern – auf einer Cityreise durch Europa. Die Fahrt mit dem Eurostar durch den Ärmelkanal ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Verbinden Sie das doch mit einer Städtereise nach Brüssel oder Paris, von da braucht der Schnellzug nur etwa zwei Stunden.


Dafür eignet sich das Angebot "InterRail" einfach am besten. Es ist ein Bahnticket für die erste oder zweite Klasse zu einem Pauschalpreis. Sie sind im bestimmten Zeitraum fast unbegrenzt kreuz und quer durch Europa unterwegs. Als Fahrkartenvarianten gibt es den "InterRail Global Pass“ für 30 europäische Länder und den „InterRail One Country Pass“ für einzelne Länder. Die Preise sind unter anderem nach Altersgruppen geregelt. Mehr darüber erfahren sie im Radioreise-Gespräch mit  Nadine Koslzer von "InterRail".


Bahnfahren ist und bleibt einfach die schönste Form der Reise. Auf ein Wiedersehen in London!

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