SCHWARZWALD: Die kulinarischen Sterne über Baiersbronn

SCHWARZWALD: Die kulinarischen Sterne über Baiersbronn

Bild: Baiersbronn Touristik

In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit in den Schwarzwald.

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Bekannt ist das Gebirge für die dichten Wälder und bunten Dörfer. Häufig wird diese Landschaft mit den Märchen der Gebrüder Grimm in Verbindung gebracht. Der Schwarzwald ist in aller Welt natürlich durch seine Kuckucksuhren berühmt. Die Heilbäder und nicht zuletzt die einstige Schwarzwaldklinik im ZDF sind ein Werbeträger dieser Region. In dieser Sendung konzentrieren wir uns auf einen Ort voller Hochgenuss mitten im Nationalpark Schwarzwald: Wir sind in der Heimat der Sterneköche in Baiersbronn. Das Konzept dieser großen Urlaubsgemeinde erklärt uns im Radioreise-Interview Patrick Schreib, der Tourismuschef von Baiersbronn. Er überreichte uns zum Interview eine "Beziehungskiste", da wir nun ja auch eine Beziehung zu dieser Region haben...

 

Acht Michelin-Sterne glänzen über den rund 15.000 Einwohnern von Baiersbronn. Damit erreicht diese Gemeinde die höchste Sternedichte Deutschlands. Das hat sich inzwischen weit über die Grenzen des Schwarzwaldes herumgesprochen. Selbst in den USA kennt man dieses "culinary valley in the blackwood forest". Die hochdekorierten Drei-Sterne-Restaurants befinden sich in zwei der insgesamt drei Fünf-Sterne-Superior-Hotels in Baiersbronn. Da ist zum Beispiel das "Hotel Traube" mit Chefkoch Torsten Michel oder Claus-Peter Lumpp im Restaurant Bareiss des gleichnamigen Hotels. Wir besuchen in der Radioreise das Zwei-Sterne-Restaurant "Schlossberg" von Jörg Sackmann im familienbetriebenen gleichnamigen Romantikhotel. Hier steht Vater Jörg mit Sohn Nico gemeinsam in der Sterneküche. Zum Mund wässrig haben wir ein paar Gänge des Menüs im Bild festgehalten.....








Schon als Kind hatte Sohn Nico Kräuter Waldmeister oder Sauerampfer gesammelt und sich damit ein paar Groschen dazuverdient. Im Radioreise-Interview spricht er gemeinsam mit seinem Vater über die Arbeitsteilung in der Küche und die Philosophie ihres Restaurants. Zwei Küchenchefs, zwei Michelin-Sterne: Jörg und Nicko Sackmann.

Seit der Keltenzeit ziehen Rinder über die Wiesen des Schwarzwalds. So ist zum Beispiel das Hinterwälder Weiderind bekannt für sein robustes Wesen und gleichzeitig für das aromatische Fleisch. Es gilt als eine Delikatesse dieser Region. Oberhalb des Murgtals lädt der Seidtenhof ein in seine Hofstube ein. Inzwischen hat der Seidtenhof auf Biobetrieb umgestellt. Statt der Milchkühe weiden jetzt hier so genannte hornlose Pinzgauer, erklärt uns der Besitzer Mario Zimmermann. Er ist Landwirtschaftsmeister, hat nicht nur seine Thüringer Heimat verlassen, sondern hat auch seinen Handwerksberuf aufgegeben. Außerdem sprechen wir mit seiner Frau Cornelia, sie ist Meisterin in der Küche.


Im Radioreise-Interview spricht Cornelia über die so genannten "Baiersbronner Schätze". Der Food-Autor Hannes Finkbeiner aus Baiersbronn hatte sie entwickelt. Dazu zählen unter anderem die Schwarzenberger Lammspezialitäten, das Reichenbacher Waldhonigeis und die Buhlbachforelle. 
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Mehr als 500 Kilometer Wanderwege erstrecken sich rund um diese Sternegemeine. Die Wege führen unter anderem in den ältesten Bannwald Baden-Württembergs oder über die Grindenflächen, das Hochmoor und die Karseen aus der Eiszeit. Der 90 Kilometer lange Baiersbronner Seensteig wird sehr empfohlen und der 20 Kilometer längere Premiumweg Murgleiter gilt sogar als einer der besten Wanderwege Deutschlands. Es gibt außerdem ein großes Angebot an geführten Wanderungen, zum Teil mit kulinarischem Schwerpunkt. So sind beispielseise Wander, Bier- oder Schnapstour. Wir stellen Ihnen in der Radioreise die Wildkräuterwanderungen vor, die der Gastwirt vom "Rosengarten", Friedrich Klumpp, anbietet. 
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Die Geschichte des Forellenhofs Buhlbach reicht mehr als 100 Jahre zurück, wie uns der Fischwirt Sebastian Treß im Radioreise-Gespräch erzählt. Gezüchtet werden hier Regenbogenforelle, Lachsforelle, Bachforelle und Goldforelle und Saibling. Die Fische werden mit einem hochwertigen und artgerechten Forellenfutter ernährt. 


Baiersbronn ist die größte Tourismusgemeinde Baden-Württembergs und von der Fläche fast so groß wie Stuttgart. Jedoch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Mehr als 80 Prozent des Gebiets ist bewaldet. Baiersbronn erstreckt sich über neun Ortsteile zwischen dem Schliffkopf und Ruhestein an der Schwarzwaldhochstraße bis nach Schönmünzach an der Grenze von Baden zu Schwaben.
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Während wir uns meistens nur bei gutem Wetter in die Natur begeben, ist Torsten Bernauer bei Wind und Wetter im Schwarzwald unterwegs. Als Biologe kümmert er sich um den Baumbestand, er beobachtet Pilze, seltene Pflanzen, Tiere und muss all dies genau dokumentieren. Für so einen Job braucht man nicht nur Fachkenntnis, sondern eine große Portion Liebe. Im Radioreise-Gespräch erzählt Torsten über seine Arbeit im Nationalpark Schwarwald.


Der Nationalpark im Schwarzwald war politisch umstritten. Christ- und Freidemokraten, Vertreter der holzverarbeitenden Industrie, aber auch Teile der Bevölkerung hatten ihn abgelehnt. SPD, Grüne und die Naturschutzverbände plädierten für die Gründung des Nationalparks am 1.1.2014.
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In dieser Radioreise möchten wir auch Heinrich Riethmüller erinnern. Er war Komponist und nicht zuletzt auch musikalischer Leiter der Fernsehshow "Dalli Dalli" von und mit Hans Rosenthal. Riethmüller schrieb sehr viele Titel-Musiken fürs Shows, die heute noch Musik in den Ohren sind. "Wer fragt gewinn", Allein gegen alle" oder "Spaß muss sein". Im Jahr 2006 starb Heinrich Rietmüller in Baiersbronn im Schwarzwald. Auf dem Friedhof in Baiersbronn fand dieser große Musiker seine letzte Ruhe.


Von den Bergen rund um Baiersbronn sieht man bei gutem Wetter das Münster von Straßburg. Wir sind nah an der Grenze zu Frankreich. Viele Urlauber aus Frankreich kommen in den Urlaub in diese Sterne-Gemeinde. Wir unternehmen zum Schluss einen kurzen Abstecher vom Schwarzwald über die Hochrhein-Ebene ins Elsass. Wir besuchen das Herz Europas in Straßbourg.


In Straßburg sitzen viele europäische Institutionen, darunter der Europarat, das Europa-Parlament oder der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Deswegen versteht sich Straßburg auch als „Hauptstadt Europas“. In der Radioreise hängen wir uns an eine Besuchergruppe durch das  imposante Parlamentarium Simone Veil.


Straßburg ist  im europäischen Gedächtnis  ein umkämpfter Ort mit einer turbulenten Geschichte. Dort, wo sich früher Imperien aneinander rieben, arbeiten heute  Europäer auf geschichtsträchtigem Boden zusammen. Beim Besuch des Europäischen Parlaments tauchen Besucher in die anregende Atmosphäre des größten transnationalen Parlaments der Welt ein.


Ein Besuch im Europäischen Parlament, der politischen Vertretung und Stimme der Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union, ist eine hervorragende Gelegenheit, seine Arbeit kennenzulernen und herauszufinden, wie sich diese in Europa und weltweit auswirkt.


Auf dieser Tour bleibt uns nur ein ganz flüchtiger Bummel durch die Innenstadt von Straßburg.



Von Straßburg aus fahren wir über die Rhein-Brücke zurück nach Kehl und überqueren eine Grenze, die keien mehr ist. Möge das immer so bleiben!


Auf ein Wiedersehen im Schwarzwald!
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