SCHWEDEN - Östergötland

SCHWEDEN - Östergötland


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Schweden in die Region Östergötland.

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Freuen Sie sich auf eine Landschaft, die Sie vielleicht an Nils Holgerson oder die Filme von Astrid Lindgrön erinnert, auf auf Wälder, kleine Holzhäuser, auf Gänse Elche.


Wir sind etwa 200 Kilometer südlich von Stockholm. Östergötland grenzt im Süden an die historische Provinz Smaland, im Westen an Vöstergötland, im Norden an Närke und Södermanland und im Osten an die Ostsee.
Wir starten an zwei ganz verwunschenen Orten in der Nähe von Norköpping am Schloss Lövstad und treffen Henrique Stahl. Er wohnt in diesem Schloss und pflegt auch ein wenig den Garten und dann reisen wir weiter in die ganz tiefe Provinz auf das Landgut Gottenvik. Einst lebte hier der Graf Nikolai Stenbock, jetzt eine feine Dame namens Brigitta Nyberg. Ihre reizende Tochter Eva erinnert sich an ihre Kindheit.


Im Radioreise-Interview sprachen wir mit Eva Nyberg auf dem Herrenhof Gottenvik mitten in der schwedischen Provinz Östergötland. Das Gut liegt in traumhafter Natur direkt an den unberührten Schärengärten, die mit dem Kajak erkundet werden können.
Kleine kaum befahrene Straßen, kleine Dörfer – die Landschaft ist nicht spektakulär. Große Felder wechseln sich mit kleinen Wäldern ab. Darin versteckt finden sich immer wieder kleine farbige Holzhäuser.


Östergötland ist eine historische Region. Zeugnisse der ältesten Geschichte geben vor allem die alten Gräber und die Grabfelder, aber auch die Grabhügel und die Felszeichnungen. Wir gehen in der Radioreise nicht ganz so weit zurück. Gedanklich treffen wir im 19. Jahrhundert die Gräfin Magda Stenbock auf dem Landgut Gottenvik. Andreas Koch Emmery, ein Freund der heutigen Besitzer, erzählt uns von der altehrwürdigen Anlage.


Vom zweiten Stock diesen alten Herrenhauses blickt man über den großen Garten bis zum Wasser.


Diese kleinen, winzigen Inseln, die man Schären nennt, befinden sich nicht nur vor Stockholm. Auch an der Ostseeküste Östergötlands liegen viele Inseln, die einen Schärenhof bilden.

Bild: Visit Östergötland

Die Küste wird von tief in das Land gehenden Buchten eingeschnitten, vor allem an der Grenze zu Smaland und auf der Halbinsel Vikbolandet. Es ist eine Landschaft zum Träumen, vor allem eine Landschaft, in der man seine Freizeit wunderbar verbringen kann. Darüber sprechen wir in der Radioreise.


In Östergötland ist die Natur noch fast so, wie sie Astrid Lindgren einst liebte: Wild und blumig, moosig und schroff – der Nährboden für die Geschichten von damals. Mich hat die Landschaften auch an die „Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson“ erinnert: Der Junge, der mit den Wildgänsen dahinflog. Wir hängen uns in der Sendung musikalisch an die Wildgäne und landen auf einem Bauernhof bei Nick.


Im Westen grenzt die Provinz an den Vättern-See, der zweitgrößte See Schwedens, der in die Ostsee abfließt. Hier leben mehr als 30 Fisch-Arten. Für Radfahrer ist dieser See ein begehrtes Ziel: Jedes Jahr im Juni läuft hier eine Radrundfahrt um den Vättern, jeder kann mitmachen. Die Rundfahrt beginnt und endet in Motala und führt über eine Strecke von über 300 Kilometern. Dabei wird zwar offiziell die Zeit gemessen, aber es wird daraus keine Platzierung abgeleitet.Die Kleinstadt Motala ist der Start und das Ziel des Rennens.


Auf dem Weg zum Vättern-See besuchen wir den See Takern. Er gehört zu den bekanntesten Vogelseen in Schweden. Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte man, den See trocken zu legen, um mehr Platz für die Weide- und Ackerflächen der Bauern zu schaffen. Das hat dem See ziemlich Wasser entzogen, so dass er heute nur noch gut einen halben Meter tief ist. Deswegen friert er im Winter auch zu. Wir waren im Sommer dort und haben die hübsche Linea aus dem Besucherzentrum des Sees getroffen.


Schließlich erreichen wir den Omberg liegt in Östergötland am Ufer des Vätternsees. Es ist die artenreichste Waldlandschaft Schwedens mit vielen seltenen Naturmilieus. Der wackere Buchenwald am Hang zum Vättern, die Rieseneichen in der Weidelandschaft und die bunten Mähwiesen sind nur drei Beispiele. Ein kilometerlanges Steilufer prägt in großem Maße die Landschaft. Besucher können die fantastische Aussicht vom Hjässan, Ombergs höchsten Punkt, geniessen. Sie können zwischen Rieseneichen und mehr als hundertjährigen Tannen wandern oder in Ombergs Kalkmooren schöne Orchidéen bestaunen. Wir haben es entspannter angehen lassen, beim gepflegten Lunch in Ombergs Touristhotel.


Mit der charmanten Gastgeberin sprachen wir über die Mischung aus traditioneller schwedischer Küche mit modernen Einflüssen. Die schwedische Küche gilt als unkompliziert und einfach. Sie wird geprägt von Fisch und Fleisch wie Rentier oder Elch. Beeren, Pilze und Kräuter spielen eine große Rolle. Ganz bekannt ist Kötbullar mit Kartoffelpüree.


In der Radioreise besuchen wir posthum eine große Diva, die weit über die Grenzen Schwedens ein Star war: Die Schauspielerin und Sängerin Zarah Leander!


Folgen Sie uns auf einem Besuch im Zarah Lenader Museum in Häradshammer, etwa 30 Kilometer östlich von Norrköping entfernt. Im Jaher 2007 wurde es eröffnet, damals wäre die Diva 100 Jahre alt geworden.



Das Museum wird von Brigitte Petterson geführt. Sie war die langjährige Sekretärin und vor allem gute Freundin von Zarah Lander. Mit ihr sprachen wir nicht nur über Zarah Leander Filmstar, als Diva auf der Bühne, als eine Königin der Operette und als Ikone der Schwulen. Wir sprachen mit Brigitte Petterson vor allem darüber, wie sie als großer Fan dann die engste Mitarbeiterin der Leander wurde. In einem bewegenden Zeitzeugen-Gespräch plaudert Petterson über die besondere Erlebnisse mit dem einstigen Star.


Zarah Leander war nicht nur Schauspielerin, Sängerin und Film-Diva. Nebenbei "funktionierte" sie noch als Ehefrau und Mutter. Kaum jemand kannte den Star so gut wie Brigitte Pettersson als enge Vertraute. Zwischen 1966 und dem Tod von Zarah Leander im Jahr 1981 waren die beiden Frauen nahezu unzertrennlich. Und auch Jahrzehnte nach dem Tod von Zarah Leander ist sie bei Brigitte Pettersson fest im Gedächtnis verankert, wie wir im Radioreise-Interview feststellen.


Anfang der 1960er Jahre zog Zarah Leander nach Schweden, auf die Insel Lönö. Auch über diese Zeit spricht Petterson bei uns in der Sendung.


Wir umrahmen das Gespräch mit Musik von Zarah Leander aus "Tauschers Plattenkiste", einer weiteren Produktion von Alexander Tauscher. Inzwischen ist diese Sendung eine Kultserie auf vielen Wellen.



Damit ihre Erinnerungen und Sammlungen auch für die Nachwelt erhalten bleiben, hatte Petterson im Jahr 2007 ein kleines Zarah Leander-Museum ins Leben gerufen, in dem sie selbst den Besuchern Geschichten aus ihrem Leben mit der schwedischen Schauspielerin erzählt. Darüber hinaus gibt es natürlich auch zahlreiche Kleider, Möbel und andere Erinnerungsstücke zu sehen.



Das Museum ist samstags zwischen 11 und 14 Uhr sowie im Sommer mittwochs zwischen 17 und 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 40 Schwedische Kronen, das sind umberechnet knapp vier Euro.


Im Juni 1979 gab Zarah Leander ihren endgültigen Abschied von der Bühne bekannt. Auch an die letzten Jahre erinnert sich Brigitte Petterson. Als die Diva bereits im Sterben lag und Petterson sie am Sterbebett besuchte, öffnete Leander kurz ihre Augen.


Dieses Radioreise-Gespräch im Museum in Häradshammer in Schweden bleibt uns unvergessen.

Auf ein Wiedersehen in Östergötland in Schweden!

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