MONTENEGRO - Urlaubsland für Entdecker

MONTENEGRO - Urlaubsland für Entdecker

[Bild: NTO Montenegro]
In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Montenegro eine Tour von den Bergen ans Meer. Freuen Sie sich auf ein Urlaubsland, dass noch nicht so entdeckt ist, wie zum Beispiel das benachbarte Kroatien. Reisen Sie mit uns durch tiefe Schluchten und auf hohe Almen.

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Der Balkanstaat bietet zerklüftete Gebirge, mittelalterliche Dörfer und kleine feine Strände entlang der Adriaküste. Montenegro bietet an vielen Stellen das Bilderbuch-Panorma. Ein Beispiel ist die Bucht von Kotor oder von Herceg Novi mit seinen vielen Kirchen und Festungen. Eine völlig andere Kulisse erleben wir im Durmitor-Nationalpark mit Bären und Wölfen. Montenegro steht für Kalksteingipfel, Gletscherseen und Schluchten.



Wir werden Montenegro in ganz kurzer Zeit so gut wie möglich kennenlernen und viel Zeit im Bus verbringen, auf unserer Reise von Nord nach Süd, von den Bergen ans Meer. Andri Stanovic wird uns auf dieser Tour begleiten. Er arbeitet für die Nationale Tourismus-Organisation Montenegros.


Unsere erste Station ist das Morača-Kloster an der gleichnamigen Schlucht zwischen Podgorica und Kolašin. Wegen seiner Fresken und und der Bergkulisse gilt es als eines der schönsten Kloster von Montenegro.


Das serbisch-orthodoxe Kloster aus dem 13. Jahrhundert trohnt auf einem natürlich entstandenen Felsplateau über einem spektakulären Wasserfall in der Morača Schlucht. Es zählt zu den wenigen Bauwerken aus dem Mittelalter, die in Montenegro vollständig erhalten sind.


Gemeinsam mit den Klöstern Ostrog und Piva zählt Morača zu den meistbesuchten religiösen Stätten des Landes. Im Klostergarten sitzen Gäste unter Bäumen mit Riesenpaprikas.


Auch kleine Vierbeine strecken hier gern ihre müden Glieder....


Von den Urwäldern der Biogradska Gora über die Gletscherseen und tiefen Schluchten des Durmitor-Gebirgens bis zu den schneebeckten Gipfeln des Prokletje-Gebirges reicht das Berg-Angebot Montenegros. Das Land ist ideal für Bergwanderer, die in den Alpen schon jeden Pfad erkundet haben und die einfach Ruhe wollen. Manche Regionen des Landes sind heute noch so unentdeckt, dass Wanderer hier manchmal sogar tagelang keinen anderen Menschen treffen.


Wir erreichen auf unsrerer Fahrt das Gebirge Bjelasica mit seinen sanften Bergen, die einst Vulkane waren. Hier finden Wanderer idyllische Seen, große Heidelbeerfelder und sie erleben das traditionelle Leben der Hirten auf den Almen. Das haben wir uns im Katun Vranjak angeschaut. Katun nennt man in Montenegro eine Alm.


Winzige Holzhütten stehen verteilt, dazwischen Schafe, Kühe und entsprechend viele Kuhfladen.
Das war unser Basis-Lager für die erste Nacht in Montenegro. Zwei Mann teilen sich eine winzige Hütte.

Unseren Reisebus ließen wir im Tal stehen und stiegen in recht betagte Jeeps ein. Sie brachten uns über eine sehr holprige Piste mit Schlamm und Steinen zu einer besonderen Alm.


Ich habe in Montenegro das erlebt, was ich auf vielen Reisen so nicht erlebt habe: Ein Abenteuer Wildnis! Eine Nacht in einer winzigen Holzhütte ohne Strom und Wasser, dafür mit dem Sternenhimmel als Kulisse.



Das „Eko katun Vranjak“ liegt auf einer Höhe von 1.800 Metern. Dieses Almdorf ist das erste Eco Village in Montenegro. Pferde und Schafe grasen hier friedlich zwischen den kleinen Holzhütten, die wie zufällig hingestreut in der Landschaft stehen. Manch eine Hütte sieht von weitem aus wie eine Hundehütte, so klein ist sie.



Alle Urlauber teilen sich drei spärliche WCs und ein Waschbecken.


Abends treffen sich alle Gäste im kleinen Gemeinschaftsraum einer etwas größeren Holzhütte. Dort serviert die Bäuerin Katharina Bulatovic den Gästen selbstgemachte Suppe und ihren Käse. Wie das Nationalgericht Kacamak hergestellt wird, hat sie uns gezeigt. Katharina betreibt diese Alm gemeinsam mit ihrem Mann Darko, den wir für die Radioreise ebenfalls interviewt haben.


Die Berge Montenegros sind das Gegenteil von Lärm und Stress, gerade im Nationalpark Durmitor. Dort erreichen wir den Gletschersee „Crno Jezero“, übersetzt "Schwarzer See". Er ist der größte und einer der bekanntesten der insgesamt 18 Gletscherseen in diesem Nationalpark.



Den Weg zum See säumen unzählige Händler mit selbst gepflückten Pilzen und Früchten, mit selbst hergestellter Marmelade und Hochprozentigem.



Montenegro ist ein ideales Land, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs sein will, allerdings braucht man schon stramme Wadeln bei den vielen Bergen.

Bild: NTO Montenegro
"Abenteuer mal woanders" – so das Motto, dass zum Beispiel auch fürs Rafting im Tara-Fluss gilt. Im Prospekt liest man: „Am Anfang ist der Tara-Fluss in liebes Mädchen, sorglos und fröhlich, umgeben von sanften Wäldern, Plateaus und Obstgärten. Dann entwickelt er sich allmählich in eine Bergschönheit, unvorhersehbar und stark, kräftig und mächtig.“ Mit unserem guide Andri Stanovic stehen wir vor diesem schon erwähnten tiefsten Canyon Europas.




Ich empfehle Ihnen immer ausreichend Platz auf Ihrem Fotospeicher zu haben. Die schönsten Foto-Motive bieten sich zum Beispiel, wenn Sie von den Bergen um das älteste Dorf des Landes, Njeguschi, runter in Richtung Bucht von Kotor fahren. Dort führt eine Straße mit mindestens zwei Dutzend Serpentinen von den Bergen ans Meer, mit extrem steilen Abgängen.



Ich musste mich im Bus extrem festhalten, so sehr hat mich die Höhenangst gepackt – aber die Bilder sind einfach nur großartig – gerade abends, wenn die Sonne über dem Meer untergeht.


An Fotomotiven wird es bei Ihrem Urlaub in Montenegro nicht mangeln.

Bild: NTO Montenegro

Montenegro ist ein im europäischen Vergleich relativ dünn besiedeltes Land mit viel Wald im Gebirge. Diese unzugänglichen hohen Berge werden durch steile abweisende Canyons durchzogen. Bezogen auf die Größe des Landes und dessen Einwohnerzahl, dürfte es kaum ein Land in Europa, womöglich auf der ganzen Welt geben, das so viele Schluchten besitzt wie eben Montenegro.

Bild: NTO Montenegro

Flach ist es ist nur im Südosten des Landes, zum Beispiel am Richtung Skutarie-See mit seinen vielen Vogelarten.





Ein absolutes Muss für jeden Montenegro-Urlauber ist die Bucht von Kotor. Manche sagen auch, es ist der südlichstes Fjord in Europa. Diese Bucht ist wie eine Symphonie aus schroffen steilen Hängen, kleinen Dörfern und Städten am Ufer und den Hängen sowie der smaragdgrün glitzernden Adria. Manche sagen sicher nicht zu Unrecht: Die Bucht von Kotor ist das schönste Fleckchen an der Adria-Küste.


Gemeinsam mit der Bucht von Risan zählt sie inzwischen zum Weltnaturerbe der UNESCO.


Auf dem Weg nach Kotor machen wir Rast in Perast, einer kleinen Stadt am Fuß des Berges des Heiligen Ilja.







Kotor liegt gut geschützt im hintersten Winkel der Bucht. Ihre Lage und ihre kultur-historischen Baudenkmäler brachten der Stadt 1979 einen Eintrag im Weltkulturerbeliste der UNESCO ein.


Die roten Dächer Kotors schmiegen sich an den Fuß des des „Heiligen Iwan”, ein Berg mit dichten Wäldern. Sie stehen in starkem Kontrast zu den Segelyachten und Kreuzfahrtschiffen, die im Hafen von Kotor vor Anker liegen.


Liebespaare flanieren am Hafen zwischen all den Kreuzfahrttouristen....



Wir erreichen das Eingangstor Montenegros aus Richtung Kroatien, Herceg Novi, eine Stadt mit üppigem Grün. Hier finden Sie auch außerhalb des botanischen Gartens eine blühende Flora mit Palmen, Eukalyptusbäume, Zypressen, Agaven, Magnolien und Mimosen. Da sind Pflanzen, die die Kapitäne von Herceg Novi von ihren langen Reisen mitgebracht haben. Uns empfing eine Klapa-Musikgruppe der Stadt. Diese a capella-Gesänge sind typisch auch im benachbarten Kroatien.



Mitten in der Altstadt von Herceg Novi traf ich mich zum Radioreise-Gespräch mit Dalibor Vukovic vom Tourismusbüro der Stadt.


Herceg Novi war einst Teil der venezianischen Provinz namens Albanien Veneta und zu dieser Zeit wurde die Stadt Castelnuevo genannt. Verschiedene Völker hinterließen in der Stadt eine große Mischung an Baustilen. Sehenswert ist unter anderem die Festung Forte Mare, vom bosnischen König Tvrtko I im 1382 erbaut. Außerdem ist der Uhrenturm, von den Türken im 17. Jahrhundert errichtet, sehr geliebt - ebenso die Festung Kanli-Kula und die serbisch-orthodoxe Kirche des Erzengels Michael auf dem Hauptplatz Belavista, auf dem wir unser Gespräch führten.




Herceg Novi ist heute auch die Stadt der Schriftsteller und bildenden Künstler. Der jugoslawische Staatschef Tito hatte hier eine seiner größten Villen. Herceg Novi ist ebenso eine Stadt des Wassersports. Die Montenegriner sind im Wasserball sehr stark und trainieren hier am Hafen sehr gern.


Die Stadt kann ideal zu Fuß erkundet werden. Allerdings sind auch hier stramme Waden hilfreich, wegen der vielen Treppenstufen. Deswegen sind die Einwohner für ihre kräftigen, schönen Beine bekannt, erzählt Dalibor im Radioreise-Gespräch.


Unser Gastgeber Dalibor hat eine Privat-Yacht für einen ganzen Nachmittag gemietet….
Also fühlen wir uns mal wie die High Society - im Sommer von Montenegro….



Viele Urlauber mieten sich ein Boot für einen Ausflug zur Insel Mamula. Die Insel ist für ihre Festung bekannt, die im 19. Jahrhundert unter der österreich-ungarischen Monarchie erbaut wurde. Sie sollte die Stadt vor Feinden schützen und diente später als Gefängnis.




Unser charmanter Adri beglückte die Damen auf dem Deck der Yacht mit feinen Canapes.




Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir die Blaue Grotte, die von den Einheimischen Plava Spilja genannt wird. In der Grotte befinden sich mehrere Anlegestellen. Mittlerweile ist die Blaue Grotte zur Touristenattraktion avanciert, die viele Urlauber aus nächster Nähe bewundern möchten.

Das von außen in die Grotte kommende Tageslicht wird unmittelbar unter dem Meeresspiegel reflektiert. Dadurch entsteht im dunklen Hohlraum der Grotte die Illusion, dass in der Höhle blau-türkis gefärbtes Wasser hin und her plätschert.


Das Wasser ist an der Grotte besonders warm und badetauglich. Deshalb springen hier viele aus denm Booten und schwimmen oder schnorcheln.


Es empfiehlt sich, die Blaue Höhle mit ihren zwei Eingängen vormittags zu besuchen. Zu dieser Tageszeit ist das Farbspiel besonders ausgeprägt.


Nach dem Sprung ins erfrischende Nass wärmten wir uns mit Sonne auf....


...und mit Wein....
Der größere Teil der montenegrinischen Weinberge befindet sich in den südlichen und Küstenregionen des Landes. Montenegrinische Weine werden aus einer breiten Palette von Rebsorten wie Krstac, Cabernet Sauvignon, Chardonnay und Vranec hergestellt. Wir haben auf dieser Reise zwei ganz verschiedene Weinkeller besucht – zunächst die große industrielle Fertigung bei Sipcanik in der Nähe von Podgorica.



Später besuchten wir das Weingut Savina in Herceg Novi, wo uns die charmante Natascha empfing.




Dies tollen Buchten Montenegros haben inzwischen auch die großen Kreuzfahrtschiffe für sich entdeckt.





Der Kurzurlaub in diesem traumhaften Land ging viel zu schnell zu Ende...

Bild: NTO Montenegro
Auf ein Wiedersehen in Montenegro!

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