BERGISCHES LAND - DIE GROSSE GRÜNE LUNGE IN NORDRHEIN-WESTFALEN
In dieser Radioreise stellt Ihnen Alexander Tauscher das Bergische Land vor. Freuen Sie sich auf einen akustischen Kurzurlaub in der großen grünen Lunge von Nordrhein-Westfalen. Man kann diese Region wandern, radelnd oder auf dem Wasser und immer mit vielen Erlebnissen erkunden. Alle drei Möglichkeiten besprechen wir mit tollen Protagonisten. Wastl Roth-Seefrid als Wegemanager Manager des Bergischen Wanderlandes skizziert ein paar der wichtigsten und schönsten Wege wie zum Beispiel den Bergischen Weg oder den Bergischen Panoramasteig. Über die Arbeit der Wegepaten spricht Andreas Hombach, der ehrenamtlich engagiert ist und damit seine Leidenschaft mit dem guten Dienst an der Sache verbinden kann. Wer nicht nur wandern will, sondern auch tief in die Natur eintauchen will, kann dies zum Beispiel beim Waldbaden oder beim Pilgerwandern tun. Darüber spricht Sabine Fuchs als Psychologin und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin. Sie verrät uns auch, welche Schätze sich auf dem Grund der Wuppertalsperre befinden, an deren Ufer wir uns trafen. Die Möglichkeiten, die Region auf dem Wasser und auf dem Rad zu erkunden, skizziert Stephanie Kröber, Kommunikationsmanagerin bei der Tourismusorganisation „Das Bergische“. Sie spricht auch über Campingurlaub an den Ufern einiger der in Summe 17 Talsperren dieser Region. Den Blick auf das Bergische Land aus der Vogelpersektive erleben wir am Panarbora. Hier verläuft der längste Baumwipfelpfad in NRW mit seinem spektakulären Aussichtsturm. Patrick Mielke als Teamleiter der Abteilung „Natur und Umwelt“ und Waldhüter auf Panarbora ist ein zertifizierter Natur- und Landschaftsführer aus Waldbröl. Er beschreibt die Naturerlebnisprogramme dieses Ortes und erklärt, wie man hier im Baumhaus übernachten kann. Den beeindruckenden Altenberger Dom stellt uns Bärbel Bosbach von der Touristinformation vor. Und über das Schloss Bensberg spricht unter anderem Jochen Mangold, Gastgeber im gleichnamigen Romantikhotel in Bensberg. Er plaudert über die gute Anbindung an Köln, über Radtouren bis nach Bonn oder Düsseldorf und erinnert an glorreiche Zeiten des 1. FC Köln, die mit seinem Haus verbunden waren. Viel Spaß im Bergischen Land!
Wir besuchen eine Region in Nordrhein-Westfalen, die nach dem historischen Territorium des Herzogtums Berg benannt ist und östlich des Rheins liegt. Sanft geschwungene Hügel, Wiesen, Wälder und abgelegene Täler mit Bächen und Talsperren sind die Kulisse im Bergischen Land. Wanderer treffen an vielen Orten auf Orte mit Geschichte.
In dieser grünen Kulisse liegen Dörfer und kleine Städte mit Fachwerkhäusern. Heimat- und industriegeschichtliche Museen, Schlösser, Burgen erzählen die Geschichte einer Region, die Wastl Roth-Seefrid kennt wie seine Westentasche. Er ist Wege-Manager des Bergischen Wanderlandes.
Gerne zitieren wir an dieser Stelle eine Zeile aus dem von Rudolf Hartkopf verfassten Heimatlied, aus seiner Hommage an das Bergische Land:
„Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt,
Die Berge hoch ragen, der Amboß erklingt,
Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein,
Die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain,
Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand:Da ist meine Heimat, mein Bergisches Land.“
Mit dem "Bergischen Weg" und dem "Bergischen Panoramasteig" verlaufen gleich zwei als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" zertifizierte Fernwanderwege. Durch Verbindungswege lässt sich der Wanderurlaub auf den Natursteig Sieg, den Rheinsteig, den neanderland STEIG oder den Sauerländischen Höhenflug ausdehnen. Auf Themenwegen können Wanderer neben Landschaft und Natur nebenbei auch kulturelle, historische oder naturkundliche Themen entdecken. Nebenbei entdeckt man den Naturpark Bergisches Land, in dem Wastl Roth-Seefrid angestellt ist und die Wegepaten betreut.
Insgesamt gibt es über 4.000 Kilometer gekennzeichnete Wanderwege im Bergischen Land. Die Strecken reichen von kurzen Spaziergängen über halbtägige Wanderungen bis hin zu ambitionierteren Tagestouren. Viele Wanderungen durch das Bergische Land verlaufen auch durch den Naturpark. Er ist umgeben von den Ausläufern des Sauerlandes im Osten, dem Westerwald im Süden, der Köln-Siegburger Bucht im Westen und den Städten Wuppertal, Remscheid und Solingen im Norden. Im Naturpark leben mehr als 700.000 Menschen. Er ist die Heimat vieler seltener Pflanzen und Tiere. Damit verbindet dieser Park Land- und Forstwirtschaft mit einer der ältesten Industrieregionen Deutschlands.
Über die Arbeit der Wegepaten sprach ich mit Andreas Hombach, der dies im Ehrenamt tut und damit seine Leidenschaft fürs Wandern mit einem wertvollen Dienst verbindet.
Auch Radfahrer kommen im Bergischen Land auf ihre Kosten. Es gibt nicht nur sportlich anspruchsvolle Radwege, sondern auch gemütliche Touren mit nur geringen Steigungen. Der westliche Bereich in Richtung Kölner Bucht bietet mehr flache Radtouren als im östlichen recht hügeligen Teil der Region. Mehrere ehemalige Bahntrassen und Fluss-Radwege laden zu ausgedehnten Touren mit wenig Steigung ein. Das Bergische Land hat 17 Talsperren.
In einigen von ihnen darf man Baden und Wassersport betreiben. An den Brauchwasser-Talsperren befinden sich auch teilweise Campingplätze, erzählt Stephanie Kröber. Sie ist Kommunikationsmanagerin bei der Tourismusorganisation „Das Bergische“.
Ein Wald und ein Strand haben wenig gemein, außer, dass man an beiden Orten Baden kann. Im Wald geht das auch ohne Badehose, das Wichtigste ist die Lunge. Waldbaden stammt aus Japan und hat sich längst bei uns etabliert. Man taucht tief in die Atmosphäre des Waldes ein und versucht, so viele Sinne wie möglich dafür zu öffnen. Das baut Stress ab, senkt idealerweise den Blutdruck und stärkt das Immunsystem durch das Einatmen von Terpenen.
Am Ufer der Wuppertalsperre trafen wir Sabine Fuchs. Sie ist Psychologin und zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin. Sie erklärt die Idee des Waldbadens und spricht auch über geführte Pilgertouren. Außerdem verrät sie im Radioreise-Podcast, welche Schätze sich auf dem Boden dieser Talsperre befinden.
Am Rande des Naturparks Bergisches Land, nur 50 Kilometer östlich von Köln, liegt die Jugendherberge Waldbröl inmitten des Naturerlebnisparks „Panarbora“. Auf einer Fläche so groß wie elf Fußballfelder eröffnet sich den eine Kombination aus Naturerlebnis und außergewöhnlichen Unterkünften.
Zum Park gehört unter anderem ein 500 Meter langer Baumwipfel-Pfad in bis zu 23 Metern Höhe.
Höhepunkt im wahrsten Sinne ist der 40 Meter hohe Aussichtsturm, für den insgesamt 700 Kubikmeter Holz verbaut wurden.
Patrick Mielke ist Teamleiter der Abteilung „Natur und Umwelt“ und Waldhüter auf Panarbora. Er ist ein zertifizierter Natur- und Landschaftsführer aus Waldbröl. Im Radioreise-Interview erklärt er, welche sportlichen Wettkämpfe an diesem Turm ausgetragen werden.
Als Übernachtungsmöglichkeiten stehen Gästen neun Baumhäuser, drei Dörfer mit jeweils sechs Hütten und ein Gästehaus zur Verfügung. Sinnesrundweg, Spieletunnelsystem, Abenteuerspielplatz, Tiergehege und Kräutergarten runden das Angebot ab. Panarbora möchte eine umwelt- und erlebnispädagogische Vielschichtigkeit anbieten.
Wer im Bergischen Land einen beeindruckenden Dom sehen will, muss nicht nach Köln fahren. Etwa 25 Kilometer erhebt sich mit dem Altenburger Dom die prachtvolle Kirche eines ehemaligen Zisterzienserklosters aus dem zwölften Jahrhundert.
Seit 1259 prägt die Abteikirche das Ortsbild und fasziniert Besucher mit ihrer klaren gotischen Architektur. Die Klosterlandschaft Altenberg trägt inzwischen das Europäische Kulturerbe-Siegel.
Es gibt in Deutschland zurzeit nur 50 Stätten, die damit ausgezeichnet sind.
Bärbel Bosbach von der Touristinfo Altenberg erklärt im Radioreise-Gespräch die Geschichte dieses Ortes.
Der "Klosterlandschaftsweg" informiert auf einer Strecke von gut 13 Kilometern über das Leben der Zisterzienser in der Region.
Das Basis-Camp dieser Reise ist das Romantik Waldhotel Mangold in Bensberg, vor den Toren von Köln. Mit der Straßenbahn ist man in weniger als einer halben Stunde aus der Rheinmetropole im Grünen. Über die idyllische Lage des Ortes und des Schlosses sprachen wir mit Gastgeber Jochen Mangold.
Im Radioreise-Gespräch kommen wir auch auf eine kulinarische Tradition dieser Region zu sprechen - die traditionelle „Bergische Kaffeetafel“. Dabei kommen mit süßen und herzhaften Leckereien ganz unterschiedliche Speisen auf den Tisch. Zu besonderen Anlässen wurde früher alles aufgetischt, was der Hof zu bieten hatte. Schon damals wussten man das in Köln oder Düsseldorf zu schätzen und so kam an gerne und häufig ins Bergische Land. Im Waldhotel wird diese Kaffeetafel in deutlich abgespeckter Version auf Wunsch serviert. Ingesamt hat man sich in diesem Michelin-Restaurant einer leichteren Küche verschrieben.
Im Radioreise-Gespräch mit Jochen Mangold erfahren die Fans des 1. FC Köln, welche Verbindung dieses Haus zum Verein einst hatte.
Mehr Infos zum Urlaub im Bergischen Land finden sich unter www.dasbergische.de
Auf ein Wiedersehen im Bergischen Land!






























