SÄCHSISCHES ELBLAND

SÄCHSISCHES ELBLAND


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit ins Sächsische Elbland. Wir sind in einer Kulturlandschaft mit barocken Städten und Weinbergen.

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In Meißen halten wir uns am längsten auf. Diese kleine Perle am Elbradweg ist eine Stadt, die in aller Welt berühmt ist und die sehr oft auf festlichen Tafeln zu Gast ist. Meißen ist seit 300 Jahren bekannt für sein edles Porzellan. In Meißen wurde erstmals in Europa Porzellan hergestellt. Lange war Meißen die führende Manufaktur.


Die einst „Königlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ ging Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem Besitz der Krone in das Eigentum des sächsischen Fiskus über. In der DDR war die Manufaktur volkseigen, jedoch nur vom Namen her. Das Volk hat recht selten das Porzellan bekommen, dafür der Klassenfeind im Westen umso häufiger. Seit der Wende gehört die Manufaktur dem Freistaat Sachsen. Das Schokoladenmädchen, bekannt als Pastell-Malerei im Porträt eines Stubenmädchens, wird uns leibhaftig durch die Manufaktur führen. Brigitte Lustig schlüpft in die Rolle des Schokoladenmädchens.


Das Schokoladenmädchen erinnert uns daran, wie einst Porzellan in Deutschland entstand:
Johann Friedrich Böttger hatte Anfang des 18. Jahrhunderts behauptet, dass er aus wertlosen Materialien Gold herstellen könne. Der sächsische Kurfürst August der Starke bekam glänzende Augen, ließ Böttger in der Jungfernbastei einsperren, damit er Gold herstellen konnte. Er hatte hin und her geforscht und irgendwann kam das europäische Porzellan heraus. Die Chinesen hatten zu dieser Zeit längst Porzellan erfunden, wollten jedoch das Geheimnis nicht verraten. Heute machen es die Chinesen umgekehrt....


Zum Symbol für die Manufaktur sind die gekreuzten Kurschwerter geworden. Die Schwertermarke hatte sich ab 1731, als alle Porzellane aus Meißen mit einer Marke versehen sein mussten, gegen die AR-Marke („Augustus Rex“) und den Merkurstab durchgesetzt. In unserer Sendung schauen wir einigen Handwerkern über die Schulter.


Die gekreuzten blauen Schwerter haben Meißen weltberühmt gemacht. Aber auch die Albrechtsburg ist berühmt, jene Burg, die die Wettiner ab Ende des 15. Jahrhunderts bauen ließen, als erstes Schloss im deutsch-sprachigen Raum. Zweimal wurden Sachsen hier auf der Burg gegründet, im 10. Jahrhundert und 1990, als sich Deutschland vereinte.


Schon vor mehr als 400 Jahren gingen hier die ersten Burgfestspiele über die Bühne. Die Landesbühnen Sachsen leben diese Tradition nun weiter. Über die Idee, über den Beginn und die Zukunft der Burgfestspiele spricht in unserer Sendung Manuel Schöbel, der Intendant der Landesbühnen.


Wir reisen weiter durch das Elbland, durch naturbelassene Täler, entlang von Schlössern, Gutshöfen und Weinbergen.


Der sächsische Weinwanderweg verbindet ganz entspannt das barocke und moderne Dresden mit Pirna, aber auch mit der Garten- und Villenstadt Radebeul und weiter bis zur Porzellan-Stadt Meißen.Über den Urlaub im sächsischen Elbland sprach ich mit Kerstin Rosenbaum vom Tourismusverband.


Auf unserer Radioreise machen wir natürlich auch Station auf Schloß Wackerbarth in Radebeul.


Früher residierten hier die Grafen und August der Starke feierte rauschende Feste. Heute ist es Europas erstes Erlebnis-Weingut, vor der Kulisse eines barocken Schlosses und des Gartens. 


Das Weingut gehört heute dem Freistaat Sachsen, der damit auch den Auftrag der Kulturpflege hat. Neben der  historischen Anlage steht auch der Neubau der Wein- und Sekt-Manufaktur dem Publikum offen. Die hauseigenen Produkte werden verkostet und verkauft, die zugehörige gläserne Produktion kann besichtigt werden. Auf den Freiflächen rund um die Gebäude können auch Beispielweinstöcke der angebauten Rebsorten besichtigt werden. Das höher gelegene Belvedere ist die ideale Kulisse für Trauungen. Aber Schloss Wackerbarth ist nicht das einzige große Weingut hier im sächsischen Elbland. Kerstin Rosenbaum gibt uns in der Sendung viele weitere Tipps zu Ausflüge in historische Weingüter.


Kestin Rosenbaum spricht über Urlaub beim Winzer, über die Straußenwirtschaften und die vielen Feste entlang der Weinstraße.


Wer Urlaub im sächsischen Elbland macht, der entdeckt die Wiege Sachsens. Meißen war einst sächsische Residenzstadt. Torgau gilt als eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands und ist Lutherstadt. Die Kirche von Schloss Hartenfels war der erste von Luther geweihte protestantische Kirchenbau Deutschlands. Radebeul ist untrennbar mit Karl May verbunden und Dresden glänzt mit Kunst und Kultur von Weltrang. Und die Elbe verbindet all diese Orte.


Auf ein Wiedersehen im Sächsischen Elbland!


Fotos: Tourismusverband Sächsisches Elbland / Alexander Tauscher, Radioreise
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