ONTARIO: Von den Niagara-Wasserfällen bis nach Ottawa

ONTARIO: Von den Niagara-Wasserfällen bis nach Ottawa


In dieser Radioreise bringen Sie Alexander Tauscher und Dominik Kollmann nach Ontario.
Freuen Sie sich auf eine Reise von den spektakulären Niagara-Wasserfällen bis ins liebliche Ottawa.

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Wir sind heute immer im Zeichen des Ahornblatts unterwegs.


Eine kleine Maschine hat uns nach Toronto geflogen, am großen Ontario-See. Von hier aus geht es gleich zum einem Ort, den fast jeder einmal im Leben gesehen haben will: Die Niagara-Wasserfälle. Sie sind nicht die größten, aber wohl die spektakulärsten Wasserfälle der Welt. Wir pirschen wir uns mit dem Boot ran. Sabrina und Jan sind an Bord und schildern ihre Erlebnisse ins Radioreise-Mikrofon. Wir alle schützen uns mit einer blauen Regenjacke vor dem feinen, aber intensiven Wassernebel.


Es ist einfach atemberaubend, wie sich das Schi dieser gewaltigen Wasserwand nähert.


Wir schauen vom Wasser aus auf die US-Seite der Niagara-Fälle.


Die kleine Taube beobachtet diese Naturgewalt, so wie wir, aus sicherer Entfernung.


Wir wagen den nächsten Nervenkitzel und fliegen mit dem Hubschrauber über die Niagara-Fälle.
Die Maschinen heben im fünf-Minuten-Takt ab, so dass wir richtig rennen müssen, um den Einstieg in den Hubschrauber zu schaffen.


Wir fliegen direkt über das Auge des Wasserfalls, direkt an der Grenze zwischen Kanada und den USA. Wir fliegen über diese gewaltigen Wassermassen.




Der Ausblick ist einfach nur "Wow"!


Der Flug über die Niagara-Fälle war einer der spektakulärsten Momente meiner gesamten Radioreisen.


Immer wieder zog der Hubschreiber seine Kreise über dem gewaltigen Fluss. Als sich mein Magen langsam zu Wort meldete, gab es zum Glück das „happy landing“auf einem Weingut. Für unsere Gruppe waren es unvergessliche Minuten an Bord.


Marta Jovanovix und Debbie Bratt kühlten unsere Flug-Hitze mit einem Glas kanadischen Eiswein ab. Es gibt in Kanada nur wenige Regionen, in denen Wein wachsen kann: In Teilen von Manitoba, British Columbia und hier an den Great Lakes. Der junge hübsche Winzer Jason schenkte uns die edlen Tropfen ein. Wie man den Wein richtig schlürft, hören Sie bei uns in der Show...


Ein besonderer Genuss ist der Besuch im Restaurant „Queens and hights“. Dieses Hauben-Restaurant liegt direkt an den Niagarafällen. Chefkoch Elbert Wersema sieht selbst aus seiner Showküche die gigantischen Wassermassen.



In Ontario gibt es sehr viel Wasser. Rund 250.000 Seen sowie Flüsse mit einer Gesamtlänge von mehr als 100.000 Kilometer prägen diese kanadische Provinz. Der Sankt-Lorenz-Seeweg macht die Schiffahrt vom Atlantik in die Thunder Bay möglich.



Wir fahren von den Niagarafällen entlang des Ontario-Sees nach Osten. Der Sees wirkt so groß wie ein Meer, das andere Ufer ist oft überhaupt nicht erkennbar. Dabei ist er der kleinste der fünf großen Seen. Bald taucht die Skyline von Toronto auf.


Knapp drei Millionen Menschen leben hier in der größten Stadt in Kanada. Diese Metropole liegt direkt am riesigen See, daher ist sie besonders im Sommer beliebt. Es gibt tolle Strände und Häfen mit teuren Yachten. Wir erleben Toronto vor allem kulinarisch  und folgen Andrew Court auf einem Rundgang über den St. Lawrence Market. Andrew ist Chefkoch in einem der besten Hotels der Stadt, dem Fairmont.




Einmal die Woche geht der Küchenchef auf diesen Markt. Er geht von Stand zu Stand und notiert sich, was er braucht. Später ruft er vom Hotel aus an und bestellt seine Ware, zum Beispiel deftigen Schinken, den so Peamal Bacon am Stand von Bob Biancolin.


Was ich vor der Reise nicht wusste: Kanada ist weltweit der wichtigste Produzent von Senf. Deswegen führte mich Andrew zum Stand von Kozlik-Senf.



Es gibt auf dem Markt auch gute Kräuter zu kaufen. Aber die holt Andrew meistens nicht hier, sondern vom Dach seines Fairmont-Hotels. Vom Kräutergarten hat er den Blick auf Toronto.



Toronto ist eine sehr moderne Stadt. Besonders trendy angezogen sind die Leute in Stadtteilen wie High Park oder in Ossington, hier ist die Hipster-Dichte noch höher. Tolle Restaurants und Galerien liegen vor allem im Westen der Queen Street, vielleicht vergleichbar mit Williamsburg in New York.


Von diesem Garten sieht man das Zimmer einer weltbekannten Frau, die in Kanada noch immer eine gewisse Macht hat. Wer das ist, erfahren Sie in unserer Radioreise.


Die Sommer – die sind in Toronto oft sehr heiß und sogar sehr karibisch. Hier geht immer der Caribbean Carnival über die Bühne. Überall versammeln sich Gruppen in schillernd bunten Kostümen zur Parade entlang des Lake Shore Boulevards. Blaue und türkisfarbene Miniröcke flattern im warmen Wind. Rote lange Federn auf den Köpfen schwarzer Männer schwingen beim Laufen mit. Mit einem letzten Blick von der Dachterasse des Fairmont-Hotels nehmen wir langsam Abschied von Toronto.


Wir erreichen die Hauptstadt dieses zweitgrößten Landes der Erde, wir erreichen Ottawa.


Ottawa liegt im Osten der Provinz Ontario, am Fluss Ottawa. Wenn Sie über die große Brücke laufen, dann sind Sie bereits in der Provinz Quebeck, denn auf der anderen Seite des Flusses liegt die Zwillingsstadt Gatinau. In Ottawa sprechen die meisten Englisch, etwa 15 Prozent französisch. Auf der anderen Seite ist es ziemlich umgedreht.


Unsere erste Station in Ottawa ist das Parlamentsgebäude auf dem Parliament Hill. Es besteht aus drei Teilen: Der Souverän, also derzeit die britische Krone. Die Königin wird vertreten vom Generalgouverneur von Kanada. Die zweite Säule ist der Senat und die dritte das Unterhaus.




"Oh Kanada" sangen am 1. Juli 2017 auch viele tausende Menschen hier vor dem Parlamentsgebäude, als Kanada seinen 150. Geburtstag feiert. Kanada feiert sich als junges, multikulturelles Land, möge es so bleiben!


Das Regierungsviertel gilt als Hauptsehenswürdigkeit in Ottawa.



Ich empfehle ansonsten die Kathedrale Notre Dame, die älteste Kirche in Ottawa. Mein wichtiger Tipp ist eine Bootsfahrt auf dem Rideaux-Kanal, um diese grüne Stadt vom Fluss aus zu sehen.
Im Vergleich zu Toronto wirkt Ottawa viel entspannter, viel ruhiger, viel kleiner, viel gemütlicher.


Im Ottawa-Fluss liegen mehrere kleinere Inseln. Vor einer stauen sich die rund 60 Meter breiten Wasser-Fälle auf einer Höhe von 15 Metern. Diese natürlichen Wasserfälle werden heute zusätzlich künstlich gestaut, um Strom zu erzeugen. Das gesamte Stadtgebiet ist vergleichsweise weitläufig und in Summe ist die Fläche sogar größer als die des Saarlandes.


Die Küche im Bundesstaat Ontario ist generell bodenständig, aromatisch und deftig. In den meisten Gourmet-Restaurants stehen Wild, vor allem Elch, auf der Karte. Um den Ahornsirup werden Sie in Kanada nicht drumrum kommen. Er ist Dauerbrenner bei Süßspeisen aller Art. In Ottawa sind das zum Beispiel die Butter Tarts. Einen kurzen Rundgang durch die kanadische Küche erlebt der Tourist am besten auf dem Byward Market direkt im Zentrum. Sie können hier allein schlendern, oder eine geführte Tour buchen. Eine der Touren trägt den wohlklingenden Namen „Cest ci bon“.



Wir haben zum Schluss noch das süße Ende....etwas Britisches. Denn  nach dem Feinschmecker Vormittag auf dem Markt sind wir ganz vornehm beim „afternoon tea“ eingeladen. Es ist im Prinzip ein „high tea“. An einem regnerischen Nachmittag saß ich ganz gemütlich mit Dennen Perren in einem edlen Hotel im feinen Salon. Die dezente Kellnerin servierte neben dem Tee immer wieder kleine Leckereien.



An meiner Seite saß der äußerst unterhaltsame junge Kulinarik-Journalist Jan Michael Stümpert.


Ein äußerst gemütlicher Tee-Nachmittag mit unserer unvergesslich-charmanten Gruppe....


Auf ein Wiedersehen in Ontario, auf ein Wiedersehen in Kanada!

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