MALTA – Insel zwischen Orient und Okzident

MALTA – Insel zwischen Orient und Okzident


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit nach Malta. Freuen Sie sich auf ein kleines Archipel mit drei Inseln, kommen Sie mit in den äußersten Süden Europas.

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Zunächst bleiben wir auf der Hauptinsel Malta und laufen durch die Stadt, deren Silhouette sicher alle kennen. Es ist im Prinzip das Bild aller Bilder von Malta, die Hauptstadt Valletta.  Sie ist die älteste auf dem Reißbrett geplante Stadt Europas.


Wir starten im Zentrum auf der Straße der Republik und unterlegen das Gespräch mit unserem guide Visnia mit der stolzen Hyme dieses kleinen Landes.







Über Valletta schreibt das Urlaubsprospekt: "Die Schöne und das Meer! "


Die Geschichte von Malta reicht mehr als 7 Tausend Jahre zurück. Diese Inseln erlebten in der jüngeren Steinzeit ein goldenes Zeitalter, von dem heute die mysteriösen Megalith-Tempel zeugen.
Wir laufen derweil weiter durch Valletta.


Später herrschten die Phönixer, die Karthager und die Römer. Und es kamen für ein paar Jahrhunderte die Araber. Doch die Ritter des Malteser-Ordens führten Malta im 17. und 18. Jahrhundert zu einer Hochburg der europäischen Zivilisation.


Wir sind in Valetta, in der prächtigsten Kathedrale der Insel. Manche sagen sogar die prächtigste Kathedrale Europas. Die St. Johns Co-Cathedral, die Ende des 16. Jahrhunderts erbaut wurde.
Von außen gibt sich die Kathedrale eher unscheinbar, im Inneren raubt einem die prunkvoll-goldene Einrichtung fast den Atem.

Wir laufen durch eine Kirche, die aus Sandkalkstein gebaut wurde, mit hunderten Marmorplatten,  unter denen Ritter des Johanniterordens beigesetzt wurden. Die Stars der damaligen Zeit liegen hier faktisch im Boden.


In der Radioreise besuchen wir ein Palais, dass die Heimat des neunten Marquis de Piro und seiner Familie ist. Es ist ein kleiner Palazzo mitten in der Altstadt, der Mitte des 16.Jahrhunderts gebaut wurde.

Der Marquis und seine Frau führen hier immer wieder Gäste durch. Es sind zwölf private Räume, die den Eindruck eines Museums vermitteln. Der Besucher sieht zum Beispiel eine private Familienkapelle und viele kostbare Kunstwerke und Sammlungen aus der Zeit der Malteserritter.


Höhepunkt der Tour ist ein unterirdischer Tunnel der in einer großen Höhle endet. In dieser Höhle konnten sich im Zweiten Weltkrieg mehr als 100 Menschen vor den Bomben-Angriffen schützen.
In diesem Haus und an anderen Orten auf Malta: Immer wieder kommen wir auf die Ritter zu sprechen....


Valletta ist eine äußerst dicht besiedelte Stadt. Freien Flächen sind kaum zu finden.

Valletta besteht immer noch so, wie es damals auf dem Reißbrett entworfen wurde: Schmale Gassen, Barockfassaden, Wappen, Heiligenstatuen, Holzbalkone, prächtige Springbrunnen und Denkmäler.


Der Malteserorden investierte in manchen Jahren mehr Geld in das Ausschmücken der Kathedrale als für ihr Waffenarsenal.


Der „Grand Harbour“ diente immer schon als Kulisse für Maltas bewegte Geschichte: Die Römer und die Ritter nutzten ihn bereits als Drehkreuz für den Handel. Dort im Hafen warten wir auf einen Schuss aus der Kanone, hunderte Menschen warten immer auf diesen Schuss, zum ersten Mal mittags um 12 Uhr.  


An den Salutkanonen „Saluting Battery", einer von Maltas beliebtesten Besucherattraktionen, erwacht täglich die Geschichte zum Leben. Hoch über Vallettas östlichen historischen Befestigungsmauern bieten sie unvergleichlich spektakuläre Ausblicke auf den Grand Harbour und die umliegenden befestigten Städte. Sie sind wahrscheinlich die ältesten noch genutzten Salutkanonen der Welt. 


Fast 500 Jahre lang haben sie den Hafen vor Schiffsangriffen geschützt. Dank ihrer prominenten Lage wurden sie zum Haupt-Salutierplatz der Insel. Von hier aus wurden Salutschüsse zu den verschiedensten Anlässen, Jubiläen und Feiertagen abgegeben, sowie zum Gruß an Schiffe und prominente Besucher. Seit den 1820er Jahren wurde außerdem um 12 Uhr mittags ein Schuss abgefeuert, um die exakte Zeit anzugeben, an der die Seeleute ihre Chronographen an Bord ausrichteten. Diese wurden bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Navigation genutzt.


Maltas Hauptstadt Valletta mit ihrer mehr als 450jährigen Geschichte kann nun ein weiteres Kapitel aufschlagen. Denn Valletta ist Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2018.


Natürlich hat so ein Kulturhauptstadt-Jahr immer viele besondere Veranstaltungen. Doch was bleibt nach so einem Jahr? Cathrine Tabone verspricht, dass Malta viel behalten wird, weil viel nachhaltig entwickelt wurde. In unserer Radioreise hören Sie das komplette Gespräch mit ihr.


Seit langem ist Malta einer der begehrtesten Drehorte für Film- und Fernsehproduktionen.
Als Beispiel seien hier „Game of Thrones“ oder „Gladiator“ genannt.


Besonders prächtig zeigt sich Valletta abends.



Besonders farbenfroh präsentiert sich Valletta in der Vorweihnachtszeit, wobei Adventsstimmung bei 20 Grad in Shorts gewöhnungsbedürftig ist.



Wir erreichen eine kleine Perle auf der Hauptinsel Malta, die Stadt Mdina. Schon in der Bronzezeit wurde dieser Ort auf dem Hügel besiedelt. Die Phönixer bauten ihn als Festung aus und nannten den Ort Malet, was so viel wie Zufluchtsort bedeutet. Die Römer nannten den Ort später Melita und als die Araber kamen gaben sie den heutigen Namen Mdina.




Wenn Sie auf die Hauptinsel kommen, dürfen Sie bitte keine einsamen Sandstrände erwarten. Es ist schon ein großer Luxus, wenn das Hotel einen winzigen Zugang zum Meer hat. Eine kleine Strandperle auf Malta haben wir dennoch gefunden.


Wir sind oberhalb von Popeye Village. Hier wurde 1980 der Robert-Altman-Film „Popeye – der Seemann mit dem harten Schlag“ gedreht. Und das kleine, schräge Dörfchen, eigentlich bloß als vorübergehende Kulisse aufgebaut, ist inzwischen ein kleiner Freizeitpark.


Die schöneren und ruhigeren Strände bieten die beiden Nachbarinseln Gozo und Comino.



Auf dem Archipels sind auch Extremsportarten wie Klettern möglich. Aber am häufigsten ist es der Wassersport – Taucher schwärmen von den Unterwasserhöhlen an den Steilküsten. Und auch Segler und Windsurfer kommen auf ihre Kosten -Sie können hier Yachten mit und ohne Skipper mieten.


Das Leben auf der kleineren und ländlicheren Insel Gozo ist viel ruhiger. Hier leben die Menschen vor allem vom Fischfang und der Landwirtschaft. Die Landschaft wirkt mal lieblich, mal rau. Dörfer, Festungen und Kirchen säumen die Straßen. Leider gibt es hier auch viele Bausünden: Nicht fertiggestellte Häuser oder kahle Betonbauten.




Im Frühjahr und Herbst ist die Insel grüner und damit kommen die Barock-Kirchen und alten Bauernhäuser besser zur Geltung.


Auf Gozo lebten schon im 5. Jahrtausend v. Chr Menschen, die wahrscheinlich aus Sizilien eingewandert sind.



Noch vor der Mitte des 4. Jahrtausends errichteten sie auf dem Plateau südlich des heutigen Ortes Xagħra eine neolithische Tempelanlage, eine der ältesten des Archipels.


Dreitausend Jahre später gaben die Phönixer der Insel den Namen „Göl“, die nachfolgenden Griechen und Römer machten daraus „Gaulus“, und erst ab dem 14. Jahrhundert n. Chr. ist der heutige Name bekannt.





Am Ende unserer Reise stehe ich mit dem Direktor von Malta-Tourismus an einem der schönsten Häfen von Malta: Das kleine Fischerdorf Marsaxlokk lockt vor allem mit seinen kulinarischen Highlights. Viele kleine Restaurants bieten leckere Fischgerichte und auf dem großen Wochenmarkt kann man den bekannten maltesischen Honig und weitere lokale Produkte erstehen. Der entspannte Fischerort ist außerdem bekannt für die bunt bemalten Boote, die in seinem Hafen liegen.


Auf ein Wiedersehen in Malta!


Wir empfehlen übrigens einen tollen Blog unserer Reisekollegin Katja unter:
https://wellspa-portal.de/mythos-malta-die-insel-der-geheimnisse/

Mehr Infos zu Malta und vielen anderen Zielen der Radioreise auch auf der Reise- und Freizeitmesse
https://www.free-muenchen.de/
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