IM LAND DER GÖTTER: VON ATHEN NACH SANTORIN

IM LAND DER GÖTTER: VON ATHEN NACH SANTORIN


In dieser Radioreise bringt Sie Alexander Tauscher auf eine Tour von Athen nach Santorin. Freuen Sie sich auf Urlaub im Land der Götter. 


Podcast anhören:
 

Podcast herunterladen.


Erleben Sie Griechenland at its best! Athen und ein Inselhopping im blauen Meer.


Wir starten in der Hauptstadt Athen, auf den ersten Blick keine schöne Stadt. Als ich vom Flughafen in Richtung Zentrum fuhr, sah ich eine große Steinwüste vor mir. Kaum ein grüner Fleck, alles wirkt recht grau in diesem Häusermeer.


Aber Athen muss man entdecken und so laufen wir in unserer Sendung mit meiner Namensvetterin Alexandra Leontarita durch die Plaka, die Altstadt von Athen, wo das Leben am meisten pulsiert, am Fuß der Akropolis, die über diesem Häusermeer thront.  




Links und rechts der Straßen und Gassen befinden sich kleine Geschäfte mit Gewürzen, mit Tee, mit Süßem. Es werden Souflaki oder Maiskolben gegrillt, es gibt Falafel und frischen Kaffee. Mancher Laden ist auch als Folge der Wirtschaftskrise geschlossen, manches Geschäft wirkt in die Jahre gekommen. In einer Bar mit dem angeblichen größten Angebot an Ouzo-Coctails in dieser Stadt lassen wir uns nieder. 


Schon vor 7.500 Jahren wurde Athen besiedelt. Auf so eine tiefe Geschichte kann kaum eine Stadt zurückschauen.



Unser guide zeigt uns auf dieser Tour einige der angesagtesten roof-top-bars der Stadt. Lässig hängen hier die Gäste in Shorts bei coolen Drinks ab...


Wir besuchen auch einen Ort, an dem jeden Tag mindestens ein Star zu Gast ist. Das jedenfalls sagt Marisa Svyridiadis, die Besitzerin des „Electra Palace“ an der Ermou Straße unterhalb des Verfassungsplatzes. Von der Dachterasse aus hat man den besten Blick auf die Akropolis. 


Fast an jeder Stelle in Athen suche ich den Blick zur Akropolis. 


Wir steigen hoch zu dem Ort, ohne den kein Athen-Besuch denkbar ist, wir steigen auf die Akropolis. Sie ist die bekannteste antike Stadtfestung, noch aus Jungsteinzeit. 


Die Akropolis war Sitz der Könige und wurde später im demokratischen Athen als Sitz der Götter ausgebaut.


 



Wir blicken von der Akropolis auch auf das antike Theater und denken an den guten alten Aristoteles, der einmal feststellte: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.



Als ich mit Alexandra von der Akrpolis abgestiegen bin, liefen wir zunächst durch einen ruhen Park und kamen im Vorübergehen an einer ganz großen Dame der griechischen Kultur vorbei, Melina Mercouri. In unserem mit Musik unterlegten Gespräch erinnern wir an diese Sängerin, Schauspielerin und Politikerin. Da darf natürlich ein Film nicht fehlen, mit dem sie dem internationalen Publikum bekannt wurde, der Streifen aus dem Jahr 1960 "Sonntags  nie". Für die Rolle der lebenslustigen Dirne Ilya gewann sie damals den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes und wurde für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Der Titelsong, komponiert von Manos Hadjidakis wurde weltweit von vielen Sängern gecovert. Bei uns in der Radioreise hören Sie  diesen Song in vielen Varianten, gesungen und instrumental.


Die Melodie "Ein Schiff wird kommen" ist ein Lied über die Sehnsucht nach der großen Reisewelt, das was auch unsere Sendung ausdrückt. In diesem Fall ist es der Hellas-Traum.


Wir laufen weiter zu einem Platz, der eine Zeit lang fast jeden Tag auch in unseren Nachrichten zu sehen war: Der Syntagma-Platz.


1837 wurde der Platz als Musenplatz angelegt und war das Zentrum der neuen Innenstadt. Durch die Revolution 1843 verkündete König Otto von einem Balkon des königlichen Schlosses seine Zustimmung zur konstitutionellen Monarchie. So erhielt der Syntagma-Platz seinen heutigen Namen. 


Während des 20. Jahrhunderts war er von Kaffeehäusern in den umliegenden Gebäuden geprägt, die auf den Platz Tische und Stühle stellten. In den 1960er und 1970er Jahren hatten viele Fluggesellschaften am Platz ihre Büros. Am 10. Mai 1974 kettete sich Günter Wallraff als Delegierter des „Ausschusses Griechenland-Solidarität“ am Platz an einen Laternenmast und verteilte Flugblätter gegen die griechische Junta. Und in den letzten Jahren war dieser Platz immer wieder Schauplatz von großen Demonstrationen gegen die Sparpolitik der griechischen Regierungen. Immer wieder brach hier auch Gewalt aus. 


Die Wachablöse der Soldaten vor dem Parlamentsgebäude von permanent von vielen Touristen verfolgt.


Zeigt her Euer Hinterteil:


Die Wachabslöung vor dem Parlamentsgebäude – die Soldaten sind es gewohnt – trotz der vielen Touristen mit ihren Kameras ganz ernst zu bleiben – und immer die gleichen Schritte zu gehen...


Wir kommen zu einem Ort, bei dem kommt es vor allem auf die Schrittgeschwindigkeit an. Es ist ein Ort, der wahrlich Olympia-Geschichte geschrieben hatte. Denn hier liegen die Wurzeln der Weltfestspiele des Sportes. Südlich des Nationalgartens befindet sich Stadion mit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit.



Von der Millionenmetropole geht es jetzt raus aufs Wasser, zu einer Schifffahrt in die Insel-Welt der Ägäis. Wir starten am legendären Hafen von Piräus mit dem schon erwähnten Lied, dass hier einfach kommen muss.


Wir fahren von Piräus in die Inselwelt des Saronischen Golfs, zu den Inseln Hydra, Poros und Egina. Damit die Zeit an Bord auch fröhlich ist, gibt es an Bord einen Sirtaki-Tanz-Kurs, der am Ende als Polonaise übers ganze Schiff lief. Diese Kenntnisse kann der Urlauber später im Urlaub gern vertiefen.


Während die Passagiere sich an Bord den Magen am Buffet voll schlugen, spielten die beiden Bord-Unterhalter auf der Gitarre und der Bouzouki, Evergreens und natürlich die großen griechischen Lieder. Die beiden Sänger sind im reiferen Alter, sahen äußerlich vielleicht sogar etwas bieder aus, können aber auf eine sehr aufregende und lange Karriere zurückschauen, wie mir Nyckos im Radioreise-Interview stolz erzählte.


Wir erreichen die Felseninsel Hydra. Hier hängen die Häuser an den Bergen über dem Hafen und sind gesichert wie eine Festung. Das erinnert an die einst prächtige Seemacht im 18.Jahrhundert, wie Konstantinos Skarmoutos beim Rundgang erklärt.


In den engen Gassen tragen die Menschen ihre Sachen mit Schubkarren, Wagen oder auf dem Rücken der Esel in ihre Häuser. Warum das ist, erklärt Ihnen unser guide in unserem Podcast.



Unsere nächste Station ist die Insel Poros. Schon die Ankunft ist ein Erlebnis, denn die Fähre schlängelt sich ganz langsam durch die Meeresenge und legt später direkt vor den Häusern an der Uferstraße an.


Der Blick vom Hafen nach oben zeigt besonders, wie sich die Häuser übereinander stapeln. An so einem Hang stand ich mit der Wahl-Insulanerin Marianne Strasser.



Durch Napflion führt uns Thanos Kaloussis. Der Grieche hat viele Jahre seiner Kindheit und Jugend in Deutschland verbracht und ist nun wieder zurück in seine Heimat gekehrt. Hier würde er eigentlich als Architekt arbeiten, aber wegen des Jobmangels führt er Touristen als guide durch eine der schönsten Städte auf dem Peloponnes. Napflion ist die Stadt mit den drei Festungen, die im 19. Jahrhundert zu ersten Hauptstadt Griechenland.





Und auch auf das kitschige Sonnenuntergangs-Foto müssen Sie in Napflion nicht verzichten.



Nach dem Rundgang durch Nafplion halten wir es mit Platon: "Nimm deine Gedanke an die Zügel - und du wirst sehen, dass sie sich ganz nach Wunsch lenken lassen."


Sie werden in Griechenland, ob Sie wollen oder nicht, immer wieder auf antike Ausgrabungen stoßen. Nicht vor jedem alten Stein müssen Sie halten, aber ein paar Orte empfehle ich Ihnen, zumindest für einen kurzen Besuch. Dazu zählt zum Beispiel die Burg von Mykene, denn die gab einer ganzen Epoche der griechischen Geschichte ihren Namen, die mykenische Zeit. Wir reden hier von einer Zeit, die 1.600 vor Christus begann. In unserer Radioreise starten wir unseren Rundgang am legendären Löwentor, dass von der Wehkraft damals zeugt. Allein der Tür-Sturz soll um die 20 Tonnen wiegen. Darüber ist ein Steinblock. Auf der Frontseide befinden sich zwei Löwen aus Stein – dahinter liegen die von Schliemann entdeckten Königsgräber. Mit viel Phantasie lassen sich Umrisse und die Struktur des Palastes erkennen.


Wir sprechen auch über Spa-Anlagen vor tausenden Jahren. Sie sahen damals in etwa so aus..


In der antiken Kulturstätte Epidauros lebten schon vor mehr als 5.000 Jahren die ersten Menschen, natürlich nicht in klimatisierten Ferienwohnungen wie wir sie heute in Griechenland benötigen. Doch wenn Sie glauben, Wellness-Hotels und Kurorte seien eine Erfindung der Neuzeit, dann haben Sie sich getäuscht. Durch diesen Wellness-Park der alten Zeit führte mich die charmante Theano. Sie hat beim Rundgang mir zuliebe eine meiner griechischen Lieblings-Melodien gesungen. sto perigiali. Das Ergebnis hören Sie bei uns in der Show.


Wir verschnaufen zwischendurch auf Sitzen einer Jahrtausende alten Arena.


Ich gebe zu, unter der heißen Sonne entlang historischer Ausgrabungen zu laufen, ist nicht ganz entspannend. Aber mit unseren guides macht es einfach Spaß. Und immer wieder locken diese Panoramen.




Uns begleitet geschichtlich und als Ohrwurm in der Sendung: ,Das schöne Mädchen aus Arcadia". Und wir erinnern uns an den alten Pythagoros. Dessen Satz mussten wir alle früher in der Schule in Mathematik lernen, haben ihn sicher längst vergessen. Daher merken wir uns diese schlaue Erkenntnis von ihm: Die kürzesten Wörter, nämlich ja und nein, erfordern das meiste Nachdenken.


Vom Festland des Peloponnes steuern wir wieder raus aufs Meer in Richtung Santorin. Mitten im Archipel der Kykladen liegt die idyllische Insel Naxos. Von ihr schwärmt uns der Münchner Gastronom und Bankettleiter Babis Konstantinidis. Schließlich erreichen wir Santorin.


Kostas Sakawaris führte mich über die Hauptinsel mitten im Wasser, auf der Wasser war sehr rar ist, die aber sehr stolz auf ihren Wein ist.


Kostas hat mich in ein Dorf namens Megalofori geführt, dass wirklich noch sehr ursprünglich ist.
Hier saßen die Einheimischen unter sich gemütlich in einem Cafe unter schattigen Bäumen, hier kamen kleine Kinder aus der Schule, hier kochte die Mutter das Essen. Griechenland, wie man es sich vorstellt.


Es gibt 16 Dörfer auf der Insel, sagte mir unser guide Kosta, 15 davon sind nicht an der Küste gebaut. Deswegen tummeln sich in dem einen Dorf all die Touristen, gerade wenn hier mehrere Kreuzfahrtschiffe parallel anlegen.


Am Ende unserer Reise steuern wir den Punkt an,  auf den ich mich am meisten gefreut habe: Fira. Das große Dorf hoch auf dem Felsen über dem Meer. Der Serpentinweg vom Hafen Ormos Firo bis zum geht über fast 600 Stufen. Sie sind hier garantiert nicht allein, denn hier werden die Touristen per Esel oder Muli hoch gebracht.



Es riecht hier gerade in der Hitze sehr pikant, weil die Esel gern etwas auf dem Weg hinterlassen.... Deswegen empfiehlt sich auch die Seilbahn, die brauchte ganze zwei Minuten und ist ebenso ein Erlebnis. Schauen wir zum Schluss von oben aufs  Meer, auf die Inseln, auf die Schiffe, die ihre weißen Linien im Wasser ziehen.


Auf ein Wiedersehen in Griechenland, zwischen Athen und Santorin!

Teilen auf Google Plus