BEST OF SWITZERLAND: Mit dem Zug und dem Schiff durch die Schweiz

BEST OF SWITZERLAND: Mit dem Zug und dem Schiff durch die Schweiz


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit in die Schweiz. Per Bahn, Gondel, Schiff, Bus und Elektroauto erleben Sie ein "Best of Switzerland".


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Im wahrsten Sinne des Wortes erfahren wir die Schweiz auf allen Wegen. Damit reisen wir durch eine der spektakulärsten Landschaften Europas.


Uns ruft heute ein Berg, der die ganze Welt ruft. Alle wollen ihn mindestens einmal sehen: Das Matterhorn! Also machen wir uns Schritt für Schritt auf den Weg rund um diesen Berg, zunächst mit den Gondeln hoch zum "Klein Matterhorn". Wir müssen mehrfach umsteigen, fahren zuerst mit Matthias Müller und dann mit Kurt Lorentz in der Gondel. Im Radioreise-Gespräch beschreiben uns beide diese spektakuläre Auffahrt.


In wenigen Minuten absolvieren wir eine Reise der Rekorde. Wir erreichen die höchstgelegene Bergbahnstation Europas auf 3.883 Metern. Die Gondel hat uns ins Matterhorn-Glacier-Paradise gebracht. Ein irdisches Paradies, aber sehr nah am Himmel.


Von hier aus starten Alpinisten den Aufstieg über das ewige Eis zum Breithorn. Für viele Bergsteiger ist das der erste 4 Tausender ihres Lebens.


Den meisten Besuchern des Gletscherparadiess geht schon die Luft aus, wenn sie aus der Seilbahn aussteigen und die Treppen zur Aussichtsplattform hochsteigen. Auf knapp 4.000 Metern Höhe ist die Luft recht dünn. Ein paar schwere Atemzüge hören Sie im Radioreise-Interview mit Valerie Biner von Zermatt Tourismus, dass wir bei schönstem Wetter auf dieser Panorama-Fläche aufgezeichnet haben.


Von hier aus sehen wir die "B-Seite" des Matterhorns, es ist der Anblick, der sich von Italien aus auf diesen majestätischen Berg bietet. Kaum erkennbar scheint das Matterhorn, wenn man es mit dem Postkartenmotiv von Zermatt aus vergleicht.


Auf dem "Matterhorn Glacier Paradise" ist die Radioreise dem Himmel so nah wie selten zuvor.


Das Matterhorn ist faszinierend und ringt uns allen viel Respekt ab. Denn viele Bergsteiger haben ihr Leben an diesen Felsen gelassen. Viele Geheimnisse und Mythen ranken sich um diesen Berg. Daher ist es mehr als sinnbildlich, wenn sich die Spitze des Matterhorns meist in Wolken hüllt. Selbst an dem sonnigen Tag, als ich am Fuss des Berges war, schwebte stets ein kleiner Watteballon um die Spitze.


Am Matterhorn Glacier Paradise kann der Besucher den Gletscher von innen erleben, aus der Perspektive einer Gletscherspalte. Mitten in den Gletscher wurde eine beeindruckende Grotte geschlagen.



Schritt für Schritt ins ewige Eis.


An diesem Ort versinkt man freiwillig und mit sicherem Gefühl in der Gletscherspalte.


Skulpturen aus Eis - eigentlich gedacht für die Ewigkeit. Ob diese Steinböcke den Klimawandel überleben?


Und ob dieses Auto sich nicht irgendwann in Wasser auflöst?


Das ewige Eis – möge es ewig bleiben! Wir Menschen haben es selbst in der Hand. US-Präsident Trump sollte sich mal nachdenklich auf diesen Königsstuhl setzen....! Vielleicht aber geht ihm der Allerwerteste ohnehin auf Grundeis....?


Wir verlassen die kalte Grotte, jeder Schritt fällt schwer bergauf in dieser dünnen kalten Luft. Die Gondel bringt uns wieder hinab ins wohltemperierte Zermatt.


Doch zum Aufwärmen bleibt wenig Zeit, denn wir nähern uns dem Matterhorn von einer anderen Seite, mit der Gornergrat-Bahn.


Von Zermatt aus schlängelt sich diese Bahn in beeindruckendem Tempo und mit einem extremen Anstieg auf den Gornergrat, von rund 1.600 Meter in einer guten halben Stunde bis auf rund 3.000 Meter Höhe.


Die Gornergratbahn führt über eindrucksvolle Brücken, durch ein paar kurze Galerien, vorbei an Wäldern mit Lärchen und Arven, vorbei an Steinschluchten und Bergseen.   

 
Diese Zahnradbahn ist nach der Jungfrau-Bahn die zweithöchste Bergbahn in Europa. Sie war die erste, voll elektrifizierte Zahnradbahn der Schweiz.


Der Gornergrat zählt zu den Top-Ausflugszielen der Schweiz. Es ist wieder ein Ort mit spektakulärer Aussicht, dabei muss jeder mit dem Wort spektakulär sparsam umgehen. Doch was bleibt einem anderes übrig bei diesem Rundumblick...



300 Sonnentage pro Jahr verspricht das Gornergrat. Ich hoffe, Sie erleben einen dieser 300...


Thomas Marbach leitet das Kulmhotel Gornergrat. Im Radioreise-Gespräch beschreibt er das Arbeiten auf über 3.000 Meter. Er sagt, dass es für ihn zum Arbeiten keinen schöneren Ort geben könnte. Doch vor dem Berg-Koller sei nicht jeder sicher.


Gute Umsätze sind ihm bei Traumwetter sicher. Denn wer möchte nicht auf dieser Restaurantterasse wenigstens einen Kaffee trinken?


Schweren Herzens verlassen wir den Gornergrat, denn uns ruft Zermatt, die Legende in den Bergen – untrennbar mit dem Matterhorn verbunden. Darüber spreche ich mit Valerie Biner vom Tourismusbüro.


Die Kirchenglocken von Zermatt können ab und zu die Ruhe unterbrechen. Aber garantiert werden Sie keinen Automotorenlärm hier ertragen müssen. Sie müssen auch keine Abgase einatmen, denn Zermatt ist eine ökologische Stadt. Hier fahren nur Elektroautos Vom Abrollkipper über das Hoteltaxi bis zum Ortsbus: Alles fährt bateriegetrieben. Die Fahrzeuge sehen aus, wie fahrende Würfel, ein ziemlich ulkiges Bild.


Bruno Imboden aus Zermatt entwickelt und produziert diese Elektro-Autos – alle in Einzelfertigung, mit entsprechendem Preis, wie er in unserem Interview einräumte.


In Zermatt habe ich etwas erlebt, was ich sonst noch nie erlebt habe: Schon früh am Morgen und spät abends stehen dutzende, oft hunderte Touristen an einer Brücke und schauen voller Bewunderung auf einen Berg – eben auf das Matterhorn.


An der Kirchbrücke in Zermatt stehen sie oft in Trauben – die Touristen mit Kamera oder Smartphone und starren auf diesen Berg, in der Hoffnung, dass die Wolken die Spitze des Matterhorns nicht bedecken.


Was ich auch beobachtet hatte: Schon früh um sieben machen sich hunderte Wanderer auf den Weg in die Berge. Und die dritte Beobachtung: mittags und abends lassen sich die Touristen sehr gern einen Walliser Teller servieren.


Was in Zermatt kulinarisch angesagt ist, erzählt im Radioreise-Gespräch der Chef der Pinte im Hotel Pollux, Jonatan Taugwalder. Mit ihm sprechen wir auch über das legendäre Käse-Raclette.



Es gibt nichts Schöneres als Zermatt, sagt uns Jonathan, der nach etlichen Stationen in der Welt wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist.


Bevor auch wir uns in Zermatt verlieben, verlassen dieses Bergdorf in Richtung St. Moritz.


Denn auf uns wartet etwas ganz Tolles: Der Glacier Express.


Wir fahren im langsamsten Schnellzug der Welt. Aber niemand beschwert sich, wenn dieser Zug langsam fährt. Wer hier mitfährt, der hat keine Eile.

Wer hier im Zug fährt, für den ist der Weg das Ziel.


Wir fahren in einem Zug, den wollen viele wenigstens einmal im Leben auch erleben – die Bahnfreunde sowieso. Mit an Bord ist Christoph Leu, er vermarktet den Öffentlichen Verkehr der Schweiz in Deutschland beim Swiss Travel System. Im Radioreise-Gespräch erzählt er über die flexiblen Möglichkeiten für Urlauber und die Schweizer selbst. Er erzählt vom Genuss auf den rollenden Rädern und lässt uns einen besonderen Showact der Kellnerin vorführen.


Aus der Ferne zielt sie perfekt ins Schnapsglas! Dieses "Servieren" ist ein festes Ritual an Bord des Glacier-Express.


In Andermatt verlassen wir den Glacier-Express und fahren zehn Minuten mit einem Regional-Zug bis Göschenen. Die Strecke geht äußerst steil nach unten. Fast im Schritt-Tempo fährt der Zug, hörbar mit angezogener Handbremse. In Göschenen steigen wir in den Gotthard-Panorama-Express ein – wieder so eine Legende auf der Schiene.


Reinhard Kieliege erklärt als Reiseleiter den Gästen der Ersten Klasse persönlich die Highlights entlang der Strecke - und er erklärt Sie uns im Radioreise-Gespräch.


Die alte Gotthard-Bergstrecke ist inzwischen Nostalgie, seitdem der Gotthard-Basistunnel die Fahrgäste unter den Alpen hindurch von Norden nach Süden und in Gegenrichtung bringt.


Vom Zug direkt aufs Schiff! Das geht in der Schweiz problemlos. Nicht einmal 50 Meter müssen wir laufen, um vom Bahnsteig zum Anlegepunkt am Vierwaldstättersee zu gelangen.



Die Fähre bringt uns nun in Richtung Luzern über diesen majestätischen See in der Zentralschweiz, eingebettet zwischen hohen Bergen. Es ist ein See, der es in sich hat: Bis zu 400 Meter ist er tief und er hat gefährliche Strömungen. Vor allem aber steht der Vierwaldstättersee für den Ursprung der Schweiz.


Wir fahren vorbei an der sagenumwobenen Rütli-Wiese. Auf dem Grund der Urner Gemeinde Seelisberg am Ufer des Urnersees, einem Arm des Vierwaldstättersees. Hier auf dieser Wiese soll der Legende nach das Bündnis der drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden geschlossen worden sein – der so genannte Rütlischwur.


Evelyn Kramis von Luzern Tourismus und Christoph Leu begleiten uns auf dem Weg nach Luzern und schwärmen und den vielen Aktivmöglichkeiten rund um Luzern.


Bei bestem Sonnenscheinwetter fahren wir entlang von prächtigen Villen, Hotels und kleinen Badebuchten.




Kurz vor Luzern werden es immer mehr Menschen am Ufer. Sie baden in eigenen Bädern und einfach wild am Ufer. Ich beobachte, wie zwei Mädels im Bikini sich am Bootssteg sonnen und nicht zur Seite weichen wollen, als der Matrose das Ankerseil wirft. Das nenne ich Gelassenheit.


Wir erreichen das malerische Luzern.


Gern verweisen wir hier auf unsere spezielle Luzern-Sendung auf dieser Website.
  


Wir erleben diesmal Luzern im Frühsommer: Luzern wirkt entspannt, sportlich, südlich, lebensfreudig, einfach einladend.




Luzern, eine junge Stadt. Viele sportliche Leute begegnen uns am Ufer, viele Liebespaare.


Was fehlt noch auf dieser Schweiz-Reise? Zürich! Auch hier haben wir eine eigene Sendung als Podcast:

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Damals hatten wir Zürich im Winter besucht. Nun eine Stippvisite im heißen Frühsommer.


Der beste Ort an heißen Tagen ist natürlich der Zürichsee mit seinen Strandbädern.


Gerade rund um das Utoquai-Bad präsentieren sich gern die sportlichen Typen.


Übrigens gibt es hier neben einer gemischten Sonnenterrasse auch getrennte Bereich für Männer und Frauen. Gerade die Männer-Liegebereiche sind der Treffpunkt der Gays in Zürich.



Die schwimmenden Bade-Inseln im Zürichsee sind an sonnigen Tagen die ideale Flirtplattform.


Viel zu kurz war unser somerlicher Ausflug nach Zürich. Vorbei am Limmat mit seinem Frauenbad laufe ich zurück zum Hauptbahnhof.



Ein letztes Mal laufe ich unter einem Fahnenmeer entlang - der Ausdruck für den Nationalstolz der Schweizer.




Auf ein Wiedersehen in der Schweiz!



Wir wollen nicht nur reinbeißen - wir wollen es Wiedersehen...

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