KONTRASTREISE von den Malediven bis Moskau

KONTRASTREISE von den Malediven bis Moskau


In dieser Radioreise nimmt Sie Alexander Tauscher mit auf eine Tour voller Kontraste. Wir erholen uns auf der Trauminsel, wir erleben die aufregende Metropole, einen coolen, jungen Spitzenkoch und wir erholen uns im idyllisches Almdorf. Von den Malediven bis in die Marken führt uns diese Tour.

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Und am Ende der Tour erholen wir uns im Almdorf in den Kärntner Nockbergen.


Wir starten auf den Malediven, dem großen Inselreich mitten im Indischen Ozean. Es ist ein Archipel aus rund 1.200 Inseln. Eine davon heißt Kandima-Island. Sie ist rund drei Kilometer lang und etwa 200 Meter breit. Man kann sich also nicht so schnell verlaufen. Man könnte den Insel-Koller hier bekommen, aber dafür ist es einfach zu schön: Weißer Sand und die blaue Lagune. Das Wasser im Ozean ist stetig um die 30 Grad warm.


Wer hier Urlaub macht, der kann getrost vom Paradies sprechen. Wer hier arbeitet, der hätte es auch schlechter erwischen können. Laura Hawkins kam nach einer langen Arbeitsreise hierher auf Kandima Island. Die Britin hatte als Fernseh-Reporterin ihre britischen Soldaten begleitet, von Belise bis Kanada – von Afgahnistan bis Zypern. Gerade die Zeit in Afghanistan war für sie die aufregendste. Dann aber kam ein hat sie einen absoluten Kontrast im Berufsleben gemacht: Sie wechselte von der Kriegsreporterin in Afghanistan zur Marketing-Chefin des Urlaubs-Ressorts, von den Soldaten an der Front zu den Urlaubern am Strand. Im Radioreise-Gespräch erzählt sie ihre Kontrastreise:


Nikola Spehar kam über einige Umwege nach Kandima-Insland ins Presse-Team von Laura. Er hatte in Dubrovnik studiert, machte ein Praktikum in Brüssel bei der EU-Komission. Dann wollte er das Polarlicht fotografieren, hatte in Lappland am Polarkreis gearbeitet. Das war ihm zu kalt und so zog er an den Äquator. In unserer Sendung erzählt der Neu-Insulaner, wie er die Sprache der Insulaner lernt und wo er gern privat abtaucht.


Tauchen ist auch die große Leidenschaft von Kathrin Gifford, die es deswegen auf die Kandima-Insel zog. Während Nikola aus dem Norden auf die Malediven kam, reiste sie aus dem tiefen Süden an. Die gebürtige Südafrikerin spricht bei uns in der Radioreise über das Hobby, dass sie zum Beruf machen konnte.


Von den Malediven machen wir uns nun auf den Weg nach Nordwesten. Wir fliegen tausende Kilometer. Wir überfliegen die arabische Halbinsel, den Iran, Armenien, Georgien, wir überfliegen den Kaukasus und lnden in Moskau.


Ich bin nun wieder einmal dort, wo meine Seele ein zweites Zuhause hat. In Moskau wuchs meine verstorbene Mutter auf, hier verbrachte ich die schönsten Wochen meiner Kindheit. Hhier zieht es mich auch jetzt noch einmal im Jahr hin, meist rund um den 9. Mai.


Der 9. Mai, der größte Feiertag Russlands, der Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus, das Ende des zweiten Weltkrieges. Darum drehen sich in dieser Sendung ein paar der Geschichten, die wir in der Show mit viel Pathos, auch musikalisch, garnieren.


Wir starten im Zentrum von Moskau, in der Petrovich Bar. Das ist ein uriger Club nahe der Metro-Station Christije Prudij. Hier geht am Abend des 9.Mai immer eine besondere Party ab: Eine Siegerfeier!



Es gibt kostenfrei Wodka und Buchweizenbrei, ganz nach russischer Tradition, alles andere muss bezahlt werden, schließlich ist die Zeit des Kommunismus vorbei. Kostenfrei spielt das Ensemble rund um den Sänger Alexej Genatschik und die Einheizerin Ludwiga Nosowitsch. Alle im Outfit der sowjetischen Armee, sie im Kostüm und im Gesicht wie aus dem Museum....


Spätestens als das Lied "Den Pobedeij" gespielt wird, stehen alle und klatschen. "Den Pobedij" das Lied aller Lieder in Russland zum Tag des Sieges. Es besingt das Lange Warten und den blutigen Kampf der Sowjetunion bis zum Sieg über den Hitlerfaschismus. Schließlich hat die Sowjetunion 27 Millionen Opfer dieses Krieges zu beklagen, so viel wie kein anderes Land. Im Radioreise-Interview spricht Ludwiga über ihre Gefühle an diesem historischen Tag.


Bei einem meiner Moskau-Besuche fiel mir im Park des Sieges eine Gruppe Schülerinnen auf. Sie sangen in Armeekleidung einige Lieder des zweiten Weltkrieges. Nach dem Konzert sprach ich die Schülerinnen an. Sie erzählten von ihrem Chor, von ihren Auftritten, ihrer Tradition. Daraus entwickelte sich über Facebook ein beständiger Kontakt zur Direktorin der Schule Nummer 799 in Moskau, zur charmanten Larissa Samadurwo.


Dieses Mal lud mich Larissa ein, um ein paar der Mädchen zu treffen. Ich dachte es wird ein kleines Treffen. Die Überraschung war riesig: Ich stand plötzlich vor einer großen Aula voller Schüler.





Eine Stunde stellten mir die Schüler alle möglichen Fragen. Fragen zur Radioreise, zu meinem Leben, zu Deutschland, zum Verhältnis zu Russland.




Alle saßen wie gebannt und lasen von meinen Lippen ab und fragten mir Löcher in den Bauch. Darunter waren auch ganz praktische Fragen: Ob denn die Autos aus München besser seien als die aus Stuttgart. Ein paar der Schüler habe ich anschließend für die Radioreise interviewt. In unserem Podcast hören Sie die Gespräche.


Der wohl bewegendste Augenblick dieses Tages in der Schule Nummer 799: Als Schülerinnen in festlicher Kleidung für mich sangen, darunter mein Lieblingslied von den Moskauer Nächten.


Wie ein Ehrengast durfte ich anschließend einige der Schüler für ihre Leistungen in einem Lernwettbewerb auszeichnen.



Ein unvergesslicher Tag in dieser Schule. Ich darf mich stolz fühlen, dass für die Radioreise so ein großer Empfang bereitet wurde.


Nach dem Empfang lud mich Larissa zu einem Besuch im Kosmonauten-Museum der Schule ein.




Erinnern wir uns: die sowjetische Raumfahrt begann mit dem Start des ersten Erdsatelliten Sputnik im Jahr 1957. Vier Jahre später flog Juri Gagarin erster Mensch ins Weltall. Es gab hier wie auch in den USA große Erfolge und große Fehlschläge. Hier im Kosmonauten-Museum der Schule Nummer 799 wird natürlich mit viel Pathos an die sowjetische Raumfahrt erinnert. Geleitet wird das Museum von Juri Sefarimowitsch. Er hatte früher Kosmonauten in der Nähe von Moskau ausgebildet.


Am Ende durfte ich mich für die Radioreise im Ehrenbuch der Schule verewigen.


Was für ein Tag! Was für eine Stadt! Was für Momente! Es gibt für mich Orte, an die es mich immer hinziehen wird, auch wenn ich schon hunderte Male hier war.



Die Gesänge dieses Konzertes und die Geschichte dazu - ebenfalls in unserer Show. Auf ein Wiedersehen in Moskau.



Mit diesen vielen Emotionen machen wir uns auf den Weg nach Italien, in die Region Marken. Doch wir sind mitten in Münchens Gastroszene….


Im Münchner Restaurant Eataly treffen wir jetzt einen besonderen Koch: Andrea Giuseppucci. Er hat in seinen jungen Jahren eine beeindruckende Laufbahn hinter sich. Im Jahr 2014 hatte er ein eigenes Restaurant in Tolentino in den Marken eröffnet und bekam dafür schon viele Auszeichnungen. Doch dann zerstörte das schreckliche Erdbeben im Oktober 2016 einen Teil des Hauses, noch viel schlimmer aber: Es zerstörte seine Existenz. Doch der Anfang 20-Jährige krempelte die Arme hoch und hatte ein tolles Konzept entwickelt: „Le mie Marche“ – auf Deutsch: „Meine Marken“. So wandert der Gast-Koch durch verschiedene europäische Metropolen.


Die Gastro-Szene der Marken, in die Welt gebracht von einem jungen fast schon Spitzenkoch. Ein ganz lässiger Typ, mit hochgekrämpelten Jeans, sportlich, cool. Wenn man ihn sieht, würde man ihn gar nicht als einen Koch einstufen. Das Interview mit Andrea Giuseppucci ist Teil unserer Kontrastreise.


Von Italien, von den Marken, machen wir uns jetzt auf den Weg nach Norden – Slowenien erreichen wir das Bundesland Kärnten in Österreich – dort erholen wir uns nach den bisherigen Etappen dieser Kontrastreise. Wir reisen ins Almdorf, mitten in den Nockbergen von Kärnten.




Wir schlafen in Hütten aus gesundem Zirbenholz, erleben das historisches Hüttenfeeling inmitten von Natur und Ruhe – und trotzdem im Luxus.




Das Almdorf sieht aus wie vor Jahrhunderten gebaut. Entstand aber erst im Jahr 1995: Almhütten und Chalets auf zwei sonnigen Plateaus der Nockberge, auf rund 1.400 Metern Höhe. Ein Dorf mit viel Romantik, auch zum Kuscheln.


Hier fühlen sich die Hasen besonders wohl....


Die süßen Langohren muss man gleich knuddeln....



In unserem Radioreise-Gespräch erzählt unter anderem Prinz von Liechtenstein, der große Investor in diesem Almdorf, seine Vision eines Friedensdorfes. Was darunter zu verstehen ist, hören Sie im Podcast:


Das Almdorf liegt mitten im größten UNESCO geschützten Biosphärenpark Österreichs. Ein paar Ausflüge in die Berge in dieser Sendung, später in unserer Reise von den Nockbergen bis nach Ischgl mehr.





Die Nockberge, die Marken, Moskau, die Malediven - was für Kontraste heute....

Und überall hoffen wir auf ein Wiedersehen!

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