Thessaloniki - Liebe auf den zweiten Blick!

Thessaloniki - Liebe auf den zweiten Blick!


In dieser Radioreise stellt Ihnen Alexander Tauscher Thessaloniki vor. Sie werden öfter die Kurzform Saloniki hören. Diese nordgriechische Metropole werden die meisten nicht auf den ersten Blick in ihr Herz schließen. Wenn Sie es getan haben, dann umso fester. Lassen Sie sich überzeugen, begleiten Sie uns in diesem Podcast.

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Bei strahlendem Sonnenschein begrüßt mich Saloniki. Daher waren diese Schirme nur Kulisse für eines der beliebtesten Fotomotive an der Uferpromenade. Vor dem „Macadonia-Palace“ empfing mich mein guide Jotta Polychronidou und führte mich zunächst über die Märkte der Stadt, auf einer kulinarischen Reise zwischen Oliven, Gewürzen, Fisch, Käse und vielen Süßigkeiten.


An solchen zuckersüßen Ständen darf man nicht an das eigene Gewicht denken, sondern an die Weisheit aus Griechenland: „Ein Leben ohne Freude ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus.“


Bevor wir in den großen lauten Markt eintauchten, schwenkten wir links in eine ruhige und trotzdem sehr geschäftige Straße ein, eine sehr grüne Straße mit Tee und Blumen. Diese Straße verbindet Jotta mit ihrer großen Liebe. Die Details hören Sie bei uns im Podcast.


Nach unserem Marktrundgang kochte Jotta echt griechisch. Sie kann es bestens. Erst Stunden nach unserem Rundgang verriet sie mir warum: Jotta ist eine Fernsehköchin in Griechenland und hat einige kulinarische Bücher geschrieben.


Was sie uns da alles gezaubert hat, das verrät Jotta in der Radioreise. Hören Sie zu, es wird Ihnen garantiert das Wasser im Mund zusammenlaufen...


An diesen Lunch denke ich noch heute gern zurück. Um es ehrlich zu sagen, viel besser als bei den meisten Griechen bei uns. Es ist eben die Küche im Heimatland selbst.


Nach diesem ausgiebigen Mittagessen wäre es Zeit für einen Ouzo. Wir trinken ihn nur gedanklich, als wir entlang von kleinen Tavernen weiterspazieren.


Griechische Lebensfreude, die nicht gespielt ist. Was werden sich die Männer zwischen den Musiktiteln erzählen? Vielleicht diesen Witz aus Griechenland:

Zwei Freunde treffen sich. Sagt der eine : "Ich gehe jetzt auf die Volkshochschule, das ist hochinteressant. Ich weiss jetzt auch, wer Euripides und Sophokles waren."Darauf meint der andere: "Kennst du auch Karipides?"

Nein, wer ist denn das?" Das ist der Grieche, der immer deine Frau besucht, wenn du in der Volkshochschule bist."


Griechenlands zweitgrößte Stadt umarmt ihre blaue Bucht: Wie ein ausgebreiteter scheckiger Poncho liegen die Viertel vor der Küste. Die Viertel sind eng miteinander verwachsen und durchzogen von der Stadtmauer.



Das beste Vogelperspektiven-Panorama bekommen Besucher am byzantinischen Lefkos Pyrgos zu sehen. Das ist der Spot für den Sonnenunterg oder für die ersten Sonnenstrahlen am Morgen, für den ersten Kaffee am Morgen.



Wir schlendern vom Berg hinunter in die Altstadt, durch winkelige, verschlafene Treppengassen mit Granatapfelbäumen.



Kirchen wie Hagios Demetrios oder die Panagia Acheiropoietos wurden auf römischen Bädern erbaut, heute begehbare Gewölbe mit restaurierten Mosaiken und Taufbecken. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Kirchen fast 500 Jahre lang Moscheen, denn lange herrschten hier die Osmanen.


Ich treffe einige Kunsthandwerker in Saloniki, Unternehmensgründer oder Traditionsunternehmer. Die einzelnen Geschichten dazu bietet unsere Radioreise. Einer der Höhepunkt ist der Besuch in einem berühmten Musikstudio der Stadt. Hier wurde bekannte griechische Pop- und Rockmusik aufgezeichnet, hier wurde ein wenig Musikgeschichte geschrieben.


Den Abend starte ich im Ladadika-Viertel, das früher die Heimat der Olivenhändler war und heute Bars und Pubs beherbergt. Sesshafte Cocktailfans chillen in den Hollywoodschaukeln und Sitzsäcken der Lounges und Clubs an der Straße Iktinous mit bestem Blick auf die Nomaden der Nacht.


Den Abend verbringe ich beim feinen Dinner mit meiner charmanten Gastgeberin im Electra-Palace, im angesagtesten Hotel der Stadt vor dem angesagtesten Platz der Stadt, dem Aristoteles-Platz.




Wir stoßen an - auf das Leben, auf die Freude, die Liebe. Auf die Zuversicht, bei allen Problemen die Griechenland hinter sich und wohl noch vor sich hat.

Wir denken an die griechische Weisheit des alten Aristoteles, nachdem dieser Platz benannt ist:

„Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: weder durstig noch betrunken.

Auf ein Wiedersehen in Thessaloniki!

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