Exotisches Afrika: Von Kenia nach Sansibar

Exotisches Afrika: Von Kenia nach Sansibar


In dieser Radioreise bringt Sie Alexander Tauscher ins exotische Afrika - auf eine Reise von Kenia nach Sansibar.


Folgen Sie uns auf einen riesigen Kontinent, umgeben vom Atlantik, Indischem Ozean, Mittelmeer und dem Roten Meer - ein Kontintent mit einer Küstenlänge von mehr als 30 Tausend Kilometern.
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In Afrika wurde Menschheitsgeschichte geschrieben. Hier entstanden die ersten Kulturen, hier wurden die ersten Zeilen verfasst, hier wurden die ältesten bisher bekannten menschlichen Lebensspuren gefunden. Ein unfassbar großer Kontinent, genau so vielseitig. Afrika gilt gemeinhin als „Wiege der Menschheit", eine Metapher für das Ursprungs – und Entwicklungsland des Homo Sapiens.


Kommen Sie mit auf diesen Kontinent, auf dem mehr als 1,1 Milliarden Menschen leben, leider Millionen davon in Armut, in Hunger und Kriegen. Wir können diese Probleme hier weder diskutieren, noch lösen - aber wir wollen Ihnen ein Stück Afrika zeigen, dass Hoffnung macht. Folgen Sie uns auf einer Safari durch Kenia und dann auf Entdeckungsreise auf der Insel Sansibar.


Nach rund acht Stunden Flug erreichen wir eine der wichtigsten Städte Afrikas, Mombasa. Die Taschen werden auf dem Dach des Transporters verstaut, so wie es hier üblich ist. Es ist 6 Uhr morgens, die Stadt ist bereits voll erwacht. Menschen laufen kreuz und quer über die Straßen, tragen oder fahren ihre Waren durch den Dickicht der Metropole. Radfahrer quetschen sich durch verwinkelte Straßen und Autos hindurch.


Wir verlassen Mombasa, fahren gut eine Stunde weiter und befinden etwa 80 Kilometer von der Grenze zu Tansania entfernt. Aus dem Bus kann man viel sehen. Aber bei einer Fahrradtour in die umliegenden Dörfer lernt man das echte Leben hier in Kenia kennen.



Unser guide Amani führt uns mit Mountain-Bikes durch die Dörfer in Kenia und klärt uns über die Stämme dieser Region auf. Dieses Vielfalt macht sich überall bemerkbar, natürlich auch gesellschaftspolitisch: Kenianer definieren sich nicht besonders über ihre Nationalität, sondern ihre Stammes-Herkunft. Deswegen ist eine Einheit in Kenia, die bitter nötig ist für eine funktionierende Gesellschaft, besonders schwerzustellen.


Wir erreichen ein Dorf, in dem wir mit viel Gesang und lachenden Kindergesichtern in der Schule empfangen werden. Die Schule befindet sich in einem alten Haus. Wir treffen 1sehr viele Schüler, aber sitzen können nicht alle, es fehlt oft an Stühlen. Wie das Schulsystem hier funktioniert erklärt uns die Schulleiterin Mahime in der Radioreise.


Die Kinder singen fröhlich, obwohl das Lernen mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist. Ein Schulausfall ist hier keine Ausnahme sondern leider die Regel.


Auch der Buschdoktor ist ganz sicher alles andere als unser Kassenarzt. Seine Praxis ist eine Hütte am Rande des Dorfes.


Den Beruf des Busch-Doktors kann man sich nicht aussuchen. Er wird innerhalb der Familie vererbt. Der Busch-Doktor ist ein hoch angesehener Mann im Dorf und hat einige Privilegien, wenn man das so sagen darf. Wie der Bürgermeister darf auch der Busch-Doktor zwei bis drei Frauen heiraten. Wenn es ihm Kraft gibt, dann sei es ihm gegönnt. Er muss ja viel heilen und das mitunter auch ganz unkonventionell, mit Chinin und Lavendelöl gegen Malaria und Kopfschmerzen.
 

Wir erreichen eine Region, bei deren Namen viele ins Schwärmen kommen: Die Serengeti. Sie ist ein riesiges Natur-Reservat mit all den Tieren, die man sich vorstellt. Die Serengeti ist mehr als 1.000 Quadratkilometer groß, direkt an der nördlichen Seite des Serengeti-Nationalparks in Tansania angrenzend.





Wir fliegen mit einer Propellermaschine auf eine Höhe von 1.500 Meter, denn so hoch liegt das Naturschutzgebiet Masai Mara. Dort geht es weitere zwei Stunden auf den Pisten voran. Wir passieren den Kilimandscharo, den wir in unserer Sendung auch von Miriam Makeba besingen lassen.


Der Kilimandscharo ist inzwischen UNESCO-Weltnaturerbe und beeindruckt durch seine außergewöhnliche Form. Er hat etwas, was in Afrika sonst kaum gibt: Schnee! Der Gletscher auf der Spitze des Berges ist das Prägende dieses Gipfels. Doch auch hier geht das Eis und der Schnee zurück. Wenn Sie ihn heute sehen, dann sieht er sich nicht mehr ganz so aus wie auf älteren Fotos. Die weiße Kuppe ist viel kleiner geworden. Bei bestem Wetter landen wir auf einer sandigen Landebahn itten im Nationalpark Masai Mara. Aauf dem Weg zum „Neptune Mara Rianta Luxury Camp“ erleben wir bereits eine erste Safari-Tour vorbei an unzählbar vielen Zebras, Thomson-Gazellen, Fluss-Pfferden und Gnus.



Das „Mara North Conservany“ ist extrem dichtbesiedelt, aber nur von wilden Tieren. Die „Big Five“ sind natürlich auch dabei: Der afrikanische Elefant, das Nashorn, der afrikanische Büffel, der Löwe und der Leopard. Sie alle können mit etwas Geduld und einem guten Guide gefunden werden.



Abseits der sandigen Straßen sehen wir im Maasai Mara tausende Zebras, Gazellen, Warzenschweine. Wir beobachten einen Gepard dabei, wie er sich aus seiner Deckung heraus auf eine Gazelle stürzt. Geparden können bis zu 120km/h schnell werden. Da hat die Gazelle oft keine Chance. Vor unseren Augen erlegt so ein Geopard eine Gazelle. Das ist nur ein Erlebnis von vielen in diesem Nationalpark.




Diese Atmosphäre ist unbeschreiblich. Bei abgestelltem Automotor – man hört nur die Geräusche der Natur und der Tiere – und spürt das diese hier im Einklang miteinander leben, mit sich selbst, mit den anderen Tieren und mit der Natur.

Auf dem Weg zurück zu unserem Camp entlang des Mara Rivers entdecken wir Krokodile und Nilpferde, Tiere, die viel Zeit im Wasser verbringen – und nur zum Sonnenbaden das kühle Nass verlassen.



Nach dieser Safari – heißt es wieder – früh ins Bett gehen – denn am nächsten Morgen werden wir die Tierwanderung erleben – die „Migration“ erleben.

Dieser Naturpark ist ein guter Ort, um eine der größten Tierwanderungen weltweit zu beobachten. Dafür fahren wir vom „Mara North Conservacy“ in den südlichen „Maasai Mara National Reserve“. All die Gnus, Zebras und Gazellen überqueren mit weiteren Tieren den Fluss. Es sind hunderttausende Tiere. Sie alle wollen durch den Fluss, während im Fluss hungrige Krokodile warten. Es ist ein Schauspiel, dass an Dramatik kaum zu überbieten ist.


Stundenlang beobachten wir Gnus dabei, wie sie versuchen die richtige Stelle für eine Überquerung zu finden. Deduld muss man mitbringen, deshalb empfiehlt Roland Junker von Thomas Cook auch Kinder unter sechs Jahren lieber zu Hause zu lassen, zumindestens dann, wenn dramatische Szenen hier am Mara River erhofft werden.






Wir wollen das Abenteuer Afrika verarbeiten und uns zurücklehnen, entspannen - daher machen wir uns uns auf den Weg nach Sansibar.


Sansibar liegt vis á vis von Tansania und besteht aus den beiden Nachbarinseln Unguja und Pema, jeweils mit Neben-Inseln. Auch die abgelegene Insel Latham gehört zu diesem kleinen Archipel.


Von Sansibar hat man oft in Piratenfilmen gehört. In Dokumentationen wurde über die Gewürz-Insel berichtet. Manch einer sagt, Sansibar sei eine Duft-Insel.



Sansibar – die Traum-Insel für alle, die weiße, tropische Strände liegen. Sasibar – der Name dieser Insel weckt Sehnsucht, so wie es nur wenige Destinationen vermögen. Der Reiz liegt sicher in der Mischung zwischen seinen Bewohnern, der bewegten Geschichte und eben der tropischen Lage südlich des Äquators.


Sansibar – der Archipel vor der Küste Ostafrikas – im Indischen Ozean - hat sich dem internationalen Tourismus geöffnet und auch der Touristenführer Ahine freut sich über die steigende Zahl an Gästen - so wie unseren sportlichen Adrian. 




Nach einem Abstecher an die Küsten machen wir uns auf den Weg zu einer Gewürzplantage nach Kisimbani. Sansibar ist der zweitgrößte Gewürz-Exporteur der Welt. Als wir im Dorf ankommen, ist es schwül und heiß. Nur unweit entfernt sieht und hört man Männer und Frauen bei der Gartenarbeit. Viele Bauern haben hier privates Land auf dem sie ihre Gewürze anbauen und verkaufen.



Doch auch der Staat verpachtet Flächen und verdient somit an diesem Geschäft mit. Es gibt sogar Produkte wie die Nelke, die ausschließlich der Staat exportieren darf. Bevor wir uns zurück auf den Weg zum Strand machen drückt uns Mohammed noch etwas in die Hand eine Muskat-Nuss.

 
Sansibar ist bekannt für strahlend weiße Strände und ebenso klares Meerwasser, da könnte man natürlich die ganze Zeit am Strand rumhängen. Wir gehen im Norden der Insel an Bord und fahren entlang der Ostküste.


Sansibar - das war wunderbar. Diese Reise bleibt unvergessen mit ihren bewegenden Momenten, manchmal heiter, manchmal traurig, manchmal zu Tränen rührend, manchmal bezaubernd. Eine Reise, die bewegt und die alle Sinne erreicht. Auf ein Wiedersehen in Afrika!


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